Der Kirchentag bekommt sächsisches Profil
25. Juni 2009 von Redaktion DER SONNTAG
Abgelegt unter Sachsen
Als die »gesammelte Kompetenz« der Landeskirche begrüßte Manja Erler die rund 100 Teilnehmer einer ersten Ideenkonferenz für den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden. »Ich denke, genau das braucht der Kirchentag«, sagte die landeskirchliche Beauftragte für dieses Großereignis zu den Vertretern der Kirchenbezirke und kirchlichen Werke am Montag.

Vor allem sollten Ideen für das sächsische Profil gesammelt werden: sowohl für den Abend der Begegnung, bei dem sich die gastgebende Landeskirche vorstellt, als auch für die zahlreichen Gottesdienste, Foren und Podien.
Die jeweiligen Gastgeber der vergangenen Kirchentage hätten stets den Wunsch gehabt, ihre spirituellen Grundlagen aufzuzeigen, sagte Christiane Begerau vom Kirchentagsbüro in Fulda. Um dem gerecht zu werden, solle in allen Vorbereitungsgruppen für das Kirchentagsprogramm »ein deutlich spürbarer Teil von Menschen aus der Region beteiligt« werden.
Erste Vorhaben wurden bei der Ideenwerkstatt schon vorgestellt: die mit viel Einsatz in den DDR-Neubaugebieten gegründeten Kirchgemeinden vorstellen, denen jetzt durch den Wegzug der Menschen die Mitglieder abhanden kommen; einen Kirchenraum des 21. Jahrhunderts von Künstlern gestalten lassen; ein Zentrum für Männer mit Kicker, Kletterwand und Vater-Sohn-Gesprächen; ein Frauenzentrum mit Schwerpunkt Arbeitslosigkeit und Armut; Foren und Gespräche zu Globalisierung, Ost-West-Konflikt, Fairem Handel und Klimaschutz; Bergmannsgottesdienste; Dampferfahrten mit Gesprächsgruppen; Chorbegegnungen und eine Komponistenwerkstatt sowie zahlreiche Jugendveranstaltungen.Immerhin waren beim letzten Kirchentag in Bremen etwa 30 Prozent der Teilnehmer unter 30 Jahre alt.
Bis 1. Oktober können alle Vorhaben aus den Gemeinden, Kirchenbezirken und kirchlichen Werken mit ausführlicher Projektbeschreibung eingereicht werden.
Ein sächsischer Lenkungsausschuss entscheidet darüber, was ins Kirchentagsprogramm soll. Im März 2010 wird in Fulda die Kirchentagslosung ausgesucht. An diese angelehnt werden dann alle Veranstaltungen konzipiert.
»Wir brauchen die Stadt, wir brauchen die Region und wir brauchen auch Betten in nichtchristlichen Haushalten für die Quartiere«, so Manja Erler. 10 000 Privatquartiere werden benötigt sowie 50 000 Schlafplätze in Schulen rund um Dresden.
Christine Reuther
Kontakt:
Beauftragte für den Kirchentag 2011,
Manja Erler,
Haus der Kirche, Dreikönigskirche,
Hauptstraße 23,
01097 Dresden,
Telefon (0351) 8124220,
E-Mail manja.erler@evlks.de.
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