Sparen statt spekulieren

2. Juli 2009 von Redaktion DER SONNTAG  
Abgelegt unter Titelseite

Mit christlichen Werten ist die sächsische Kirchenbank in der Krise erfolgreich. Trotzdem soll sie sich mit der viel größeren KD-Bank in Dortmund vereinigen.

Foto: shivedi/Fotolia.com

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Stolze Großbanker gehen beim Staat betteln – und die als bieder belächelten Kirchenbanken führen der Branche vor, wie man schwarze Zahlen schreibt. »Kirchliche Banken erleben geradezu einen Boom«, sagte Udo Steffens, der Präsident der Frankfurt School of Finance, dem »Handelsblatt«. »Ihre Bilanzsummen wachsen stetig.«

Auch die Landeskirchliche Kredit-Genossenschaft Sachsen (LKG), die Hausbank der sächsischen Landeskirche, kommt gut durch die Finanzkrise. »Denn wir haben nicht spekuliert, das passt nicht zu einer Kirchenbank«, sagt Ilona Pollach, die als eine der beiden Direktoren die LKG leitet. »Kaufmännische Vorsicht wird bei uns ganz groß geschrieben.«

Im letzten Jahr hat die Kirchenbank mit einer Bilanzsumme von 442 Millionen Euro einen Gewinn von knapp 900 000 Euro eingefahren, auch das laufende Jahr entwickelt sich gut. Ausgerechnet in dieser günstigen Lage kündigt der LKG-Vorstand an, im Juli mit der Dortmunder Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) Gespräche über eine Fusion zu beginnen. Auch sie ist eine Genossenschaft und sehr profitabel, doch mit einer Bilanzsumme von 4,1 Milliarden Euro zehn Mal so groß wie die sächsische Bank. Bereits seit zwei Jahren arbeitet die LKG mit der KD-Bank, die auch in Magdeburg und Berlin Filialen unterhält, zusammen.

lkg_sachsen»Wir wollen über eine Fusion sprechen, so lange wir als wirtschaftlich gesundes Institut handlungsfähig sind – und nicht erst in einer Zwangssituation«, begründet LKG-Direktorin Ilona Pollach diesen Schritt. »So wollen wir den Bestand der Bank langfristig sichern.« Doch die sei auf absehbare Zeit gar nicht gefährdet, meint der Chef des Genossenschaftsinstituts an der Universität Erlangen-Nürnberg, Richard Reichel: »Die LKG ist eine ganz normale mittelgroße Genossenschaftsbank. Ich sehe keine Notwendigkeit zur Fusion, weil sie zu klein wäre.«

Der Standort Dresden jedenfalls solle weiterbestehen, betont LKG-Chefin Pollach: »Wir wollen alle 40 Arbeitsplätze und unseren traditionsreichen Namen erhalten.«

Die Besitzer der Kreditgenossenschaft jedoch – die sächsischen Kirchgemeinden und kirchlichen Werke – werden an Einflusskd-bank verlieren. Denn den 1087 LKG-Genossenschaftsmitgliedern stehen 3225 Anteilseignern der KD-Bank gegenüber, und deren jährliche Generalversammlung findet bisher stets in Dortmund statt. Das werden die sächsischen Mitglieder bei ihrer Entscheidung über die Fusion bedenken müssen. Doch die Verbundenheit der Gemeinden und diakonischen Einrichtungen mit ihrer Bank ist mancherorts locker geworden.

Eigentlich war die LKG 1925 gegründet worden, um die Kirche mit günstigen Krediten zu versorgen. Doch heute wird nicht einmal jeder dritte Euro, den Kunden bei der LKG anlegen, als Darlehen wieder vergeben – ein im Vergleich mit anderen Banken relativ niedriger Wert. Das Diakoniewerk Westsachsen etwa findet gute Kreditgeber auch bei regionalen Banken. Ihr Geld jedoch lege seine Einrichtung weiterhin bei der LKG an, sagt der Glauchauer Diakonie-Geschäftsführer Traugott Kemmesies. »Dabei sind uns ethische Kriterien wichtig. Leider ist es bei der LKG schwer nachvollziehbar, was mit dem Geld passiert.«

Es werde zum größten Teil im genossenschaftlichen Finanzverbund angelegt, derzeit nicht in Aktien – sehr sicher, sagt LKG-Direktorin Pollach. »Doch wir haben nicht die absolute Transparenz.« Ein System, das Aktien und Anleihen auf ihren ethischen Wert hin durchleuchtet, koste sehr viel Geld.

Die Dortmunder KD-Bank hat im letzten Jahr einen solchen »Nachhaltigkeitsfilter« eingeführt. Eine Handvoll ethisch orientierter Genossenschaftsbanken praktiziert das schon seit Jahren. Sie sind klein – und dennoch äußerst erfolgreich. Gerade in der Krise. So wie die LKG bei ihrer Gründung im Jahr 1925.

Andreas Roth

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Reaktionen unserer Leser

8 Lesermeinungen zu “Sparen statt spekulieren”
  1. Heidus sagt:

    Auch ein Nachhaltigkeitsfilter kann nicht verschleiern, das auch eine kirchliche Bank gegen das bibl. Zinsverbot verstößt. Und sich damit mit schuldig macht am auseinander driften der Schere zwischen Arm und Reich. Man kann nicht Gott und dem Mammon dienen, diesen Spruch sollten sich die christl. Zinsbefürworter genau durchdenken. Zins mach Geld aus Geld, damit sich das Geld des Geldgebers aber durch den Zins vermehrt, muß es einem anderen weggenommen werden.
    mehr Infos zu dem mörderischen Zinsthema gibt es u.a. bei CGW, der INWO (www.inwo.de) oder der Humanwirtschaft (www.humanwirtschaftspartei.de)

  2. Peter sagt:

    Schade das sich die Erfolgsgeschichte der LKG so ein plumpes Ende findet. Noch dazu ohne eine Notwendigkeit. Eine, gemessen an der Bilanzsumme größte Genossenschaftsbank in Sachsen mit der besten Kostenstruktur d.h. mit nur einer Filiale und 40 Mitarbeitern.

    Wieviel von den Mitgliedern werden in 5 oder 10 Jahren noch nach Dortmund fahren um an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. “Ach richtig, da war ja noch so ein Genossenachaftsanteil an einer Bank in Dortmund”.

    Herzlichen Glückwunsch liebe Dortmunder es kommen bald ca. 20 Mio EUR Rücklagen mit dieser Bank nach Dortmund. Logisch das man damit 40 Arbeitsplätze in einer kleinen Filiale in Dresden erhalten kann.

    Herzlichen Glückwunsch Frau Pollach mit 20 Mio. im Gepäck geht die Reise weiter. Die 10 Jahre in Dresden waren zwar schön aber Flexibilität ist heute nunmal wichtig für die Karriere.

  3. Marion Reiche sagt:

    Eine Fusion eröffnet deutlich andere Möglichkeiten, wie z.B. Bedienung von Großkreditkunden, mehr Transparenz bei Geldanlagen durch den Nachhaltigkeitsfilter und bessere Zinskonditionen. Entgegen der Meinung, dass es nicht biblisch ist, Zinsen zu erwirtschaften, möchte ich darauf hinweisen, dass in der Bibel u.a. ein Gleichnis steht, wonach mit den Talenten zu wirtschaften ist. Viele Kirchgemeinden sind bezüglich ihres Haushaltes auf jeden Euro Zinseinnahmen angewiesen, sei es durch Rückgang der Gemeindegliederzahlen oder/und Leerstände von Wohnungen. Auch die Erhöhung der Kosten für Strom, Gas, Heizöl usw. macht um die Kirchgemeinden keinen Bogen. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, der bei der Entscheidung nicht außer Acht gelassen werden sollte.

  4. Die Kiste der Pandora...... sagt:

    Als ehemaliger Mitarbeiter eines regionalen Finanzdienstleisters, welcher in der Vergangenheit mehrere Fusionen erlebte, möchte ich Ihnen meine Sicht der Dinge nicht vorenthalten.

    Vor Gott und dem Finanzmarkt sind alle gleich!

    Mengenrabatte auf Geldanlagen gibt es nicht! Hohe Zinsen beinhalten immer höhere Risiken.
    Das wurde vielen Anlegern in den letzten Monaten schmerzlich bewusst. Warum wohl bieten Banken hohe Zinsen? – Damit diese Ihr Geld, also das der Kunden erhalten. Warum? Weil diese Banken in Geldnot sind! Anders ist es bei Banken mit einem normalen und in den letzten Monaten stabil gebliebenen Zinsniveau. Warum können sich diese Banken diese scheinbar niedrigen Zinsen leisten? Weil diese Banken umsichtig mit dem Geld der Kunden umgegangen sind und die oben bereits erwähnten hoch verzinsten risikoreichen Geldanlagen vermieden haben und auch dem Kunden nicht empfohlen haben.

    Die weitergegebenen Kostenvorteile entstehen zum großen Teil aus Personalkosteneinsparungen und Ausgliederungen ganzer Firmenteile und Geschäftsfelder.

    Kunden werden folgende Erfahrungen machen.:

    - eine verschlechterter Service- und Call-Center Erreichbarkeiten
    - marktübliche Konditionen
    - neue Kontonummern und Bankleitzahlen
    - ständig neue Ansprechpartner und wechselnde Kundenberater
    - lange Entscheidungs- und Kompetenzwege

    Als Mitarbeiter macht man dann folgendes durch.:

    - befristete „Arbeitsplatzgarantien“ im neuen Konzern
    - Ausgliederung in Zweckgesellschaften ohne Tarifbindung
    - Wegbruch des gewohnten Arbeitsumfeldes durch sinnlose Strukturveränderungen, die Wegen werden länger nicht kürzer
    - Massenhafter Mitarbeiterschwund durch Eigenkündigungen der Angestellten
    - Erfahrene alte Hasen werden in Sozialplänen vorzeitig aufs Altengleis geschickt
    - die übernehmende Bank entlässt kurzfristig uns mittelfristig die alten Führungskräfte, wer glaubt einen Postenreibach machen zu können, sollte sich sehr hüten, die Person irrt sich
    - Missgunst, Veternwirtschaft, Mauern und Mobbing durchsetzt ALLE Mitarbeiter- und Führungsebenen

    Auch die quasi Monopolstellung eines neuen Kirchenbankengiganten birgt nicht unerhebliche Risiken. Die Streuung kirchlicher Gelder bliebe dann auf an einer Hand zählbarer Banken in Deutschland beschränkt. Wer sagt uns, dass große Banken sicher sind?!?

    Ich erinnere mich an Zeiten, an den es hieß: „Wir müssen uns verschlanken um dem Markt gegenüber flexibel zu beleiben“. Ein prima Ziel, jedoch nach den vielen Fusionen war die Bank plötzlich doppelt so groß…. Also was soll es bringen!

    Glaubt die LKG allen Ernstes bei der KD-Bank mitreden zu dürfen. Eher wahrscheinlich ist das die LKG eine Filiale der KD-Bank, womöglich nur noch ein Selbstbedienungsstandort wird. Schauen Sie sich doch nur mal die „Filiale“-Struktur der KD-Bank an.

    Den Nachhaltigkeitsfilter halte ich für einen teuren Marketing Gag. Für nachhaltige Investments stehen den Kunden in der gesamten deutschen Bankenlandschaft sinnvolle Produkte zur Verfügung. Dort liegt die Verantwortung auch bei jedem Einzelnen selbst.

    Ich hoffe sehr, dass die Mitglieder der Bank ihre Entscheidung reiflich überlegen und im Sinne der Vielfalt und Eigenständigkeit dieser regionalen Traditionsbank entscheiden.

    Herzliche Grüße!

    Ein (noch?!) Kunde der LKG

  5. Frau Walter-Schulz sagt:

    DANKE für die offenen Worte. Was gibt es da noch zu überlegen?! Finger weg von solchen Experimenten und weiter auf dem Erfolgskurs bleiben statt unter die Räder zu kommen.

    Wie armseelig kann ein Mensch nur sein, dass er wegen eines Vorstandspostens eine ganze Bank “verschenkt”?! Das ist Profilneurose und Verrat am Kunden.

    Der Aufsichtsrat der LKG ist gut beraten diesem Treiben (dem Treibenden oder Treiberin) ein Ende zu bereiten. Lieber Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!

  6. Frieder Neidhold sagt:

    Seit nahezu 20 Jahren darf ich als Mitarbeiter der LKG meine Kraft für unsere Mitglieder und Kunden einsetzen und verantworte seit mehreren Jahren den Marktbereich sowie die Eigenanlagen der Bank. Dass wir gerade im Jahr 2008 auch ohne staatliche Hilfen und Bilanzierungserleichterungen ein sehr ordentliches Ergebnis ausweisen konnten, bestätigt wiederum die wirtschaftliche Stärke der LKG. Über Ihr Interesse, liebe Leser, Bankteilhaber und Kunden, in Form von mutmachenden und kritischen Hinweisen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung unserer LKG bin ich sehr dankbar und erfreut, denn nur durch Ihr hohes Maß an Vertrauen wird es uns gelingen, auch zukünftig einen starken Standort hier in Dresden zu sichern. Um diesen Grundsatz nachhaltig umsetzen zu können, befinden wir uns in partnerschaftlichen auf Augenhöhe stattfindenden Gesprächen mit der KD Bank, um zu prüfen, den zukünftigen Weg gemeinsam zu beschreiten. Gerade die Altersstruktur der Bevölkerung sowie die niedrigen Geburtenraten, wodurch die Mitgliedszahlen unserer Landeskirche bis zum Jahr 2020 um über 30 % sinken, werden hinsichtlich der Entwicklung unserer Kundeneinlagen Spuren hinterlassen. Hinzu kommen auch die stetig steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, welche unabhängig von der Größe durch jede Bank umzusetzen sind. Aus meinen bisherigen Erfahrungen habe ich die Kollegen der KD Bank als faire Partner kennen gelernt, wodurch ich sehr zuversichtlich bin, dass die mögliche Verschmelzung nicht zu Lasten der Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter, sondern zum gegenseitigen Nutzen erfolgt. Gerade die durch den Einsatz des Nachhaltigkeitsfilters erst ermöglichte Transparenz hinsichtlich der Eigenanlagen der KD-Bank ist nahezu ein Alleinstellungsmerkmal, wovon bei einer Verschmelzung zukünftig auch unsere Mitglieder und Kunden profitieren können. Ich freue mich, wenn Sie liebe Leser, den weiteren Weg des ältesten evangelischen Kreditinstitutes wohlwollend und zugleich kritisch aber nicht anonym sondern persönlich begleiten.

    Frieder Neidhold, Prokurist, Leiter Marktbereich, Depot A Management

  7. Rolf Milde sagt:

    Als Argumente für die Fusion wird angeführt:

    1. Handlungsfähigkeit bei schrumpfender Bankgröße erhalten, es wird mit 30% weniger Geldeinlagen in den nächsten Jahren gerechnet
    - Mit 410 Mio € Bilanzsumme und 9000 Privatkunden handelt es sich um eine mittelgroße Bank, die „kleinste evangelische Kirchenbank“ ist sie auch nur, wenn man die Banken der freien evangelischen Gemeinden nicht mit rechnet, z.B. die SKB des Bundes Freier evangelischer Gemeinden mit 82 Mio € Bilanzsumme
    - Ende 2008 belegte die LKG innerhalb des Finanzverbundes der Volks- und Raiffeisenbanken Rang 386 von 1195 und lag damit bezüglich der Bilanzsumme im vorderen Drittel
    - Wenn die Bilanzsumme um 30% zurückginge, wäre die Bankengröße immer noch akzeptabel, denn es gibt über 200 Banken mit sogar weniger als 100 Mio €, die kleinste hat 18 Mio € Bilanzsumme und einen Mitarbeiter

    2. Steigende Kosten wegen Auflagen der Bankenaufsicht
    - Die Bankenaufsicht wollte dem Ein-Mann-Betrieb Raiffeisenbank Blaufelden-Gammesfeld mit Blick auf das Vier-Augen-Prinzip einen zweiten Geschäftsführer vorschreiben und entzog 1984 die Betriebserlaubnis. 1990 entschied jedoch das Bundesverwaltungsgericht zugunsten der Bank.
    - bei 40 Mitarbeitern ist noch genügend Potenzial vorhanden, ohne das Vier-Augen-Prinzip aufgeben zu müssen.

    Als positive Eigenschaften wird versprochen:

    1.Namen behalten

    Gibt es irgend ein Beispiel in der Wirtschaft, wo der Name behalten wurde, obwohl es die Firma nicht mehr gibt? Volvo gehört zu Ford, aber Volvo ist ein selbstständig agierendes Unternehmen. So etwas könnte die LKG auch machen, aber 1. arbeitet sei nach eigenen Angaben bereits mit der KD-Bank zusammen und 2. arbeitet sie im Verband der Volks- und Raiffeisenbanken. Was sie jetzt vorhat, ist die Einstellung der eigenständigen Wirtschaftstätigkeit und dabei wird auch der Name verschwinden. Dies kann bereits ein Jahr nach der Fusion so beschlossen werden. Auch die DGM Münster hatte sicher bis 2003 zufriedene Kunden, der Name ist trotzdem verschwunden.

    2.Mitarbeiter halten

    Wenn es wirklich in einigen Jahren 30% weniger Geld zu verwalten gibt, dann können die Mitarbeiter nicht gehalten werden. In der Schule können auch nicht genau so viele Lehrer arbeiten, wenn es 30% weniger Schüler gibt. Ein Zusammenschluss mit einer Bank, bei der es auch in einigen Jahren 30% weniger Geld zu verwalten gibt, kann da nicht helfen, im Gegenteil, die notwendigen Einsparungen können dann unverhältnismäßig zu Lasten der Dresdner gehen.

    Dresden: 40 Mitarbeiter = 10,25 Mio € pro Mitarbeiter
    Dortmund: 167 Mitarbeiter = 24,55 Mio € pro Mitarbeiter

    Bei dem Größenverhältnis 1:9 bedeutet das, dass in dem Fall, dass die Geschäftsleitung keine Verschiebungen zugunsten Dortmunds vornimmt, Dresden 20 Mitarbeiter zustünden. Wahrscheinlicher ist, dass Personal in Dortmund konzentriert wird, so dass noch weniger Mitarbeiter übrig bleiben.

    3.Kundennähe behalten

    Sicher wird es in Dresden zunächst keine deutliche Verringerung des Kundeservice geben aber im Internet-Auftritt zu den KD-Filialen Erfurt und Magdeburg, die von einer früheren Fusion geblieben sind, ist zu lesen:
    „Die Filiale betreut ausschließlich Institutionen aus Kirche und Diakonie. Bitte vereinbaren Sie einen Termin! Die Beratung und Betreuung der Privatkunden aus dem Geschäftsbereich der Filiale Erfurt/Magdeburg erfolgt durch unser Privatkundenteam in Dortmund.“

    Schlussfolgerung

    Unter Annahme der von der LKG hervorgebrachten Argumente ergibt sich nicht schlüssig, dass allein die Fusion die Rettung für die Bank darstellt. Auch ist nicht erkennbar, dass die Vorteile auf Dauer die Nachteile überwiegen.

  8. Edgar Joost sagt:

    Lange habe ich gezögert meine Meinung zu diesem Thema zu veröffentlichen, da ja schon alles beschlossene Sache ist. In meinen 20 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzgeschäfte habe ich nicht erlebt, dass eine Fusion zu Gunsten der kleinen Kunden stattgefunden hat. Auch bei der LKG geht es in erster Linie darum, Großkunden besser bedienen zu können. Die Geschäftsführung suggeriert den Mitarbeitern und Mitgliedern, dass es für die kleine LKG nur von Vorteil ist mit einer größeren Bank zu fusionieren. Ich bin anderer Meinung. Am meisten tut es mir leid um die Mitarbeiter. Die werden am ehesten sprüren welche folgen die Fusion hat.
    Eine kleine Geschichte: Es lebten auf einer Farm ein Huhn und ein Schwein. Ihre Geschäfte gingen nicht so gut. Da hatte das Huhn eine Idee. Es traf sich mit dem Schwein und beklagte seine Situation. Da das Schwein ähnliche Probleme hatte, offerierte ihm das Huhn einen Plan. Wir legen unsere Geschäfte zusammen und biete gemeinsam ein neues Produkt “ham & eggs”. Das spricht eine breitere Kundengruppe an und wir kommen wieder auf die Beine. Erst war beiderseits große Freude. Doch nach reiflichen Überlegen meinte das Schwein zum Huhn: Für dich ist das sicher gut aber ich geh dabei drauf! Das Huhn entgegnete: Mein Freund, bei einer Fusion ist das immer so.

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