Wir sollten uns nichts einbilden auf unsere Fähigkeiten

Einer trage des Anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Galater 6, Vers 2

© Marjan Noback (sxc.hu)

© Marjan Noback (sxc.hu)

Haben Sie Rückenschmerzen? Also nicht, dass ich Ihnen das wünschen würde – im Gegenteil!  Mir tut mein Kreuz gerade ganz schön weh und ich weiß so ziemlich genau woher!

Nach einer Großveranstaltung vor ein paar Tagen habe ich die Technik mit abgebaut: eine Bühne, riesige Lautsprecher, gigantische Lampengalerien, Verstärker und, und, und. Das war eine Last, kann ich Ihnen sagen! Zwei LKW voller Technikkram, den wir zwar nicht nur tragen, sondern auch rollen konnten – aber ich »Schreibtischtäter« empfinde in solchen Momenten immer wieder eine enorme Hochachtung vor den Menschen, die körperlich schwer arbeiten.

Es macht mich dankbar, dass ich immer mal wieder bei solchen Aktionen mittun kann. Nur so weiß ich, welche Art Lasten manche Berufsgruppen stemmen müssen und meine Last, die oft genug aus Ärger über irgendwelche Verwaltungsangelegenheiten besteht, erscheint mir auf einmal nicht so schwer und ich werde dankbar für meine Arbeit.

Im gesamten Textzusammenhang unseres Wochenspruches weist Paulus auf diesen Sachverhalt hin: Die Gemeinde von Jesus besteht aus Menschen, die sich auf nichts etwas einbilden sollen, nicht auf ihre Leistung, ihre Fähigkeiten, schon gar nicht auf ihre Gaben oder ihre Glaubensstärke.

Dass man sich nichts auf seinen Stand oder seinen Beruf auch innerhalb der Kirche einbildet, versteht sich ja wohl von selbst! Wirklich? Leben wir wirklich so miteinander, wie Paulus das beschreibt? Arbeiten wir Mitarbeiter unserer Kirche so miteinander? Mich zwickt es da schon manchmal – nicht in meinem Rücken, sondern in meinem Gewissen, wenn ich sehe wie wir ab und zu miteinander umgehen …

Ich denke, wir sollten uns in dieser Woche da einmal neu überprüfen.

Jens Buschbeck

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