Licht der Gnade erhellt den Weg ins neue Jahr
3. Januar 2010 von Redaktion DER SONNTAG
Abgelegt unter Wort zur Woche
Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des
eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1, Vers 14 b

Tobias Petzoldt ist Referent für Bildungsarbeit im Landesjugendpfarramt.
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Ein neues Jahr beginnt. Wir haben uns dafür in aller Regel einiges vorgenommen, manches vorgestellt und anderes vorgedacht. Was wird 2010 bringen? Welche Hoffnungen erfüllen sich? Welche Enttäuschungen stehen bevor?
Manche Menschen erwarten grundsätzlich nichts Gutes von Kommendem und sind im besten Fall froh, wenn alles bleibt wie es ist. Denn auch wenn man in Werbung und Politikerreden das Gegenteil erfährt, verkündet der Volksmund gern und oft, dass alles immer schlimmer werde. Mit Markt, Moral und Menschlichkeit, mit der Jugend sowieso – überall gehe es bergab. Doch sei die Frage gestattet: Als früher heute war, war da auch schon »früher alles besser«? Und als die Zeit jünger war, blickte man da auch zurück auf »die gute, alte Zeit«?
Wir sind noch mitten drin in der Weihnachtszeit. In dieser Zeit, in der es draußen am finstersten ist, machen wir uns jährlich neu die Gegenwart Gottes auf Erden bewusst. Der Retter kommt in Herrlichkeit. Doch dieses freudige Ereignis zeigt sich in anderen Umständen, als wir uns das vorstellen würden: Die Mutter zu jung, der Mann nicht der Vater, das Kind nicht geplant, die Reise nicht gebucht, kein Geld, kein Bett, kein Tisch. Was für Verhältnisse! Doch Jesus verkehrt die Verhältnisse. Auch unsere.
Aus dem Stall von Bethlehem erscheint eine neue, gute Hoffnung in ein scheinbar hoffnungsloses Umfeld. Nicht zufällig wird darum beim Krippenspiel das Kind in der Krippe durch eine Kerze symbolisiert. In tiefer Nacht lässt Gott seine Herrlichkeit leuchten und die Dinge in einem anderen Licht erstrahlen.
Gottes Licht voll Gnade und Wahrheit erhellt unseren Weg.
Auf diesem Weg will Gott selbst mit uns durch das neue Jahr gehen. Über hohe Berge, durch tiefe Täler, der Sonne entgegen und dem Sturm. Gott selbst streckt uns seine Hand entgegen und wir sind eingeladen und gut beraten, seine Hand nicht auszuschlagen und uns von ihm leiten und begleiten zu lassen.
Wir haben seine Herrlichkeit gesehen. Wovor sollten wir uns fürchten?
Tobias Petzoldt
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