Das Gebet trägt die Gewissheit der Erhörung schon in sich
29. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Wort zur Woche
Comments Off

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
Psalm 66, Vers 20
Was ist das doch für eine Erhörungsgewissheit, die im Wochenspruch zum Sonntag Rogate laut wird: Die Zuversicht, dass Gott weiterhin gütig ist und unser Gebet nicht verwirft, sondern erhört.
Wer von uns kann behaupten, dass sein Gebet von einer solchen Zuversicht erfüllt sei?
Ist es nicht dagegen oft so, dass Gott unsere Gebetsanliegen scheinbar nicht erhört?
Dass er uns ins Leere beten lässt?
Warum tut Gott nicht das, was wir von ihm erbitten?

Frank Manneschmidt ist Pfarrer in Zwickau. Foto: Steffen Giersch
Zum einen ist Gott kein Automat, in den ich oben ein Gebet hineinwerfe und dann unten die Erfüllung meiner Wünsche herausbekomme. Das hieße, den Allmächtigen auf einen Zauberkasten zu reduzieren und ihn mir wie eine Maschine gefügig zu machen.
Zum anderen geschieht ein christliches Gebet nicht aus einem zweifelnden oder verzweifelten Herzen heraus, sondern aus einem zuversichtlichen und vertrauenden Herzen: Das Gebet ist keine Voraussetzung, sondern vielmehr eine Folge des Glaubens. Wir beten nicht, damit sich ein ferner und unbekannter Gott uns zuwende, sondern vielmehr, weil Gott sich in seinem Sohn schon längst ein für alle mal uns zugewendet hat!
Das christliche Gebet trägt also die Gewissheit der Erhörung immer schon in sich, weil es aus der Glaubensverbindung mit Christus überhaupt erst entspringt. Beten ist somit keine fromme Leistung, die wir uns krampfhaft abringen müssten, sondern ein Geschenk des Heiligen Geistes.
Deshalb gilt: Gott hört alle unsere Gebete. Und er erhört sie auch – oftmals nicht so, wie wir das gerne hätten, aber immer so, wie es seiner Gnade und Weisheit entspricht.
Frank Manneschmidt
Jetzt geht es los
26. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Titelseite
Comments Off
Über ein Jahr lang haben sich die Christen in Sachsen und besonders in Dresden darauf vorbereitet – nun steht der Kirchentag unmittelbar bevor.

Sie freuen sich auf den Kirchentag (v. l.): Kristin Kösters, Sönke Lungfiel, Doris Schmidt und Hannes Göring leisten ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim Kirchentag. (Foto: Steffen Giersch)
Mittlerweile haben fast alle Gäste ein Bett. »Es hat alles zusammen gepasst: Wir hatten viele prominente Unterstützer und ein großartiges Engagement in den Gemeinden«, sagt Kirchentagsgeschäftsführer Volker Knöll kurz vor Beginn des Christentreffens. Insgesamt rund 12.000 Privatquartiere werden gebraucht. Dazu kommen rund 45.000 Übernachtungsgäste in 270 Quartierschulen.
Sieben davon betreut die Gemeinde Dresden-Blasewitz. »Das sind nur die staatlichen Schulen auf dem Gemeindegebiet«, sagt Pfarrer Christoph Lehmann. Die Kreuzschule und die Freie Evangelische Schule kümmern sich selbst um ihre Gäste«, so der Kirchentagsbeauftragte der Gemeinde. Und eine Schule habe die katholische Nachbargemeinde übernommen.
Rund 300 Gemeindeglieder bringen sich in Blasewitz in die Vorbereitung des Kirchentags ein. Da sind ein Feierabendmahl vorzubereiten und Tagzeitengebete, ein Nachtcafé und ein Imbissstand. Einige wirken auch beim Abschlussgottesdienst mit. »Manches ist stressig, aber vielen macht es auch Spaß«, sagt Christoph Lehmann.
Auch im Stadtteil Johannstadt haben sich zahlreiche Gemeindeglieder für die Frühstücksversorgung der dort erwarteten 1300 Gäste gefunden. Eckart Finsterwalder, der sie alle betreut, ist des Lobes voll über das Engagement – auch aus der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde. Doch er hat auch einen Wunsch: »Ich hoffe, dass ein Teil der ehrenamtlichen Mitarbeiter sich auch in der Zukunft weiter für und in der Kirchgemeinde einsetzt.«
Ob evangelisch oder katholisch: die Dresdner haben gerne Gäste. So sieht es auch der katholische Pfarrer Christoph Baumgarten. Seine Gemeinde St. Petrus in Dresden-Strehlen ist gleich mehrfach Gastgeber geworden: Sie haben der evangelisch-lutherischen Gemeinde Leubnitz-Neuostra eine zu betreuende Quartier-Schule abgenommen. Darüber hinaus hat die Gemeinde 50 Privatquartiere zur Verfügung gestellt. Und vor allem: Ihre Gemeinderäume werden von Donnerstag bis Sonnabend für das Frauenzentrum des Kirchentags offen stehen.
Doch die sächsischen Christen sind nicht nur Gastgeber. Sie haben sich auch in das Programm eingebracht mit den Themen »Kirche und Demokratie« und »Glaubenskommunikation im säkularen Umfeld«, mit dem Frauenzentrum, dem Kinderzentrum, dem Diakonischen Quartier und mit einem Projekt Kirchenmusik. Dazu kommen die zahlreichen Angebote beim Abend der Begegnung am Mittwoch des Kirchentags.
Rund 800 Gruppen mit 12.000 Mitwirkenden aus Sachsens Kirchgemeinden haben sich an der Vorbereitung beteiligt. »Der Kirchentag spiegelt in seiner Buntheit, Diskutierfreude und Spiritualität alle Farben des evangelischen Glaubens wider«, sagte Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer bei der Vorstellung der sächsischen Aktivitäten. Die Landeskirche lade während des Kirchentags ein, sich über Glaubensfragen, Fragen der Wissenschaft und Politik aus christlicher Sicht zu informieren. Und natürlich wird sie sich auch selbst den Kirchentagsgästen vorstellen: Mit einem Pavillon am Altmarkt neben dem Kulturpalast. Dieser wird bereits am 29. Mai eröffnet.
»Die Dresdner werden dadurch auf den Kirchentag eingestimmt«, sagt Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig, der den Pavillon mit vorbereitet hat. »Bei uns sollen sich die Menschen erholen und informieren, können Kaffee trinken und Kuchen essen.« Hier wird es aber auch spezielle Postkarten und Briefmarken geben, um einen Gruß nach Hause zu schreiben. Und die Rätselfreunde unter den Kirchentagsbesuchern können an einem Quiz über Sachsen und seine Menschen teilnehmen.
Auch DER SONNTAG wird im Pavillon mit einem Stand vertreten sein.
Christine Reuther
Danke, liebe Nicht-Christen
25. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Kommentar

Schließen wir kurz vor dem Kirchentag einmal für einen Moment die Augen und stellen uns vor: In der Stadt, in der wir leben, ist die christliche Welt noch in Ordnung. Die Gläubigen sind fast unter sich – nur jeder Fünfte gehört zu keiner Kirche. Doch just diese Minderheit will einen Atheisten-Tag feiern, mit 100.000 Gästen.
Sie sagen: Das ist ein Gewinn für die Stadt, schließlich sind wir die Bewahrer der kritischen Aufklärung, ja sogar des Fundaments unserer Gesellschaft. Deshalb sei es doch recht und billig, dass die gesamte Gesellschaft auch ihr Treffen unterstützt. Mit Schulen als Quartiere für die vielen tausend Gäste, mit Straßenbahnen und Bussen, mit Millionen Euro – und mit ganz viel Verständnis für das vorhersehbare Verkehrschaos. Unmöglich, dass eine andersgläubige Mehrheit das akzeptiert?
Unzählige Sachsen, die nichts oder zumindest nichts Christliches glauben, geben in diesen Tag eine eindeutige Antwort: Ja, so etwas ist möglich. Eine große Mehrheit von Politikern im Land Sachsen und in der Stadt Dresden unterstützt – ob Kirchenmitglied oder nicht – die großzügige Förderung des Christentreffens aus staatlichen Kassen. Über die Hälfte des 14-Millionen-Euro-Budgets des Kirchentags wird so bezahlt. Nur aus FDP und Linkspartei kam Kritik.
Städte und Gemeinden öffnen 270 Schulen für die weit gereisten Gäste, Hausmeister, Bus- und Straßenbahnfahrer schieben Sonderschichten, Lehrer planen ihren Unterricht um und Eltern die Betreuung ihrer Kinder.
Dafür sei es an dieser Stelle einmal ausgesprochen: Danke, liebe Nicht-Christen, Atheisten, Agnostiker, Muslime, Juden, liebe Zweifler. Wir als Kirche sollten ihre Offenheit nicht vergessen – und selbst offen sein, wenn sie uns brauchen.
Andreas Roth
Singend beten wird nie unmodern
22. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Wort zur Woche
Comments Off

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.
Psalm 98, Vers 1
»Singen ist die schönste Kunst und Übung« – lobte einst Martin Luther den gemeindlichen Gesang. Der Wochenspruch für den Sonntag Kantate erinnert daran, dass der Glaube, wenn er sich lobend zu Gott emporschwingt, gesungener Glaube ist. Glaube, der singt und klingt, der tönend durch die Lüfte schallt, ist nicht nur klangvoll, sondern auch wirkungsvoll.

Frank Manneschmidt ist Pfarrer in Zwickau. Foto: Steffen Giersch
In meinem Studienort Heidelberg sorgte einst sogar ein Lied dafür, dass sich im Jahre 1545 die Reformation doch noch durchsetzte: Als am vierten Advent in der Heiliggeistkirche die Priester in gewohnter Manier die römische Messe zu lesen begannen, erhob sich protestierend das Kirchenvolk und fing lautstark zu singen an: »Es ist das Heil uns kommen her« (EG 342). Die Gemeinde sang so lange, bis die römischen Priester allesamt aus der Kirche ausgezogen waren.
Dieses Ereignis sprach sich wie ein Lauffeuer in der Stadt herum, bis endlich auch der Kurfürst begriff, dass er die Reformation nicht länger »aussitzen« konnte.
Damals waren es die Choräle Luthers und anderer Reformatoren, durch die die Gemeinde eine Stimme erhielt und mündig wurde, weil sie auf singende Weise ihren Glauben artikulieren konnte.
Daher gilt nach wie vor: Singt dem Herrn freudig ein neues Lied, das als gesungenes Gebet Gott alle Wunder zutraut!
Ein »neues« Lied ist freilich nicht zu verwechseln mit einem »modernen« Lied, das doch morgen vielleicht schon veraltet ist. Die Qualität eines Liedes entscheidet sich eben nicht an der Jahreszahl, sondern am Text und an der Musik. So kann auch ein lange nicht mehr gesungenes Lied überraschend aktuell sein.
Also, liebe Christenheit: Singe dem Herrn auf vielerlei Weise, immer wieder neu aus vollstem Herzen!
Frank Manneschmidt
Viele Wege – ein Ziel
21. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Sachsen
Comments Off
Wer auf Pilgerreise gehen will, muss nicht unbedingt nach Spanien fahren. Auch in Sachsen gibt es ein Netz von Wanderwegen, das zum Pilgern einlädt. Man muss nur den Überblick behalten.

Dagmar Schlegel sowie Henning und Ingrid Diestel (v. l.) markieren den den Pilgerweg an der Fahrradkirche Zöbigker in Markkleeberg. (Foto: Armin Kühne)
Vor der eigenen Haustür kann das Pilgern schon einmal verwirrend sein. In Görlitz zum Beispiel sollte der sinnsuchende Wanderer aufpassen. Hier weist einerseits die gelbe Muschel auf blauem Grund den Weg Richtung thüringischem Vacha auf der Via Regia und andererseits die weiße Muschel mit dem roten Kreuz auf den Zittauer Jakobsweg Richtung Prag. Zusammen mit der Nord-Süd-Magistrale Via Imperii, dem Sächsischen Jakobsweg an der Frankenstraße, der Via Porphyria im Muldental und dem neu entstehenden Lutherweg gibt es allein in Sachsen bald sechs verschiedene Pilgerwanderwege.
Mancher deutsche Pilger, der schon zu Fuß ins spanische Santiago de Compostela unterwegs war, tut sich zu Hause mit Gleichgesinnten zusammen, um die alten Handels- und Reichsstraßen auch in Deutschland als Jakobswege auszubauen. Das ist jedenfalls die Beobachtung von Dagmar Schlegel, die vom Engagement der Vereine und Freundeskreise begeistert ist. Als Mitglied des Koordinierungskreises Sachsen der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft hat sie den Überblick. Sie ist nicht nur Ansprechpartnerin für Pilger und organisiert das Ökumenische Samstagspilgern in Mitteldeutschland. Sie sitzt auch in der Arbeitsgemeinschaft »Kirche und Tourismus« der sächsischen Landeskirche. »Es gibt viele private Initiativen, die sich um die Beschilderung der Wege kümmern, und die wissen natürlich am besten, worauf es beim Pilgern ankommt.«
Auch Ulrich Wolf gehört zu diesen Weitgewanderten. Von Görlitz ist er in dreiwöchigen Etappen über mehrere Jahre hinweg bis nach Santiago de Compostela gelaufen. »Ich habe als Pilger viel Gutes erfahren und möchte gerne etwas davon zurückgeben«, sagt der Journalist, der seit 2009 Vorsitzender des Vereins Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e. V. ist. In diesem Jahr will der Verein ein Drittel dieses Weges zwischen Bautzen und Hof mit der Jakobsmuschel ausgeschildert haben.
Auch andere Pilgerwege sind noch nicht durchgängig markiert. Es mag unverständlich klingen, denn ohne Schilder fehlt Ortsunkundigen schnell die Orientierung. Doch Ulrich Wolf weiß, wie aufwendig es ist, die vorhandenen Wege in ehrenamtlicher Arbeit nach und nach auszubauen. Es muss mit Weggrundbesitzern verhandelt werden, teilweise sind Umwege wie im Tagebaugebiet südlich von Leipzig notwendig. Also werden die Strecken etappenweise eingeweiht und der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ulrich Wolf findet: »Pilgern hat etwas mit Entschleunigung zu tun. Da sollte man nichts überstürzen.«
Für überstürzt hält Lunzenaus Bürgermeister Ronny Hofmann immer noch die Bemühungen um den Sächsischen Lutherweg, der im Rahmen der Lutherdekade als Rundweg zwischen Torgau und Zwickau entstehen soll. Mittlerweile hat er sein Einverständnis dafür gegeben, dass der Weg durch seinen Ort verläuft. »Aber ich warte noch auf eine Lösung, wie wir mit Ausbau, Instandsetzung und Wartung des Weges umgehen und wer das tragen soll.« Christian Otto, der Beauftragte der sächsischen Staatsregierung für die Lutherdekade, ist dagegen zuversichtlich, dass alle 23 Ortschaften am geplanten Weg sich beteiligen werden.
Dieer Weg ist teilweise identisch mit der alten Handelsstraße Via Imperii, die einst vom Norden nach Italien führte. Also sitzt Dagmar Schlegel auch hier mit im Arbeitskreis, damit sich Streckenabschnitte bündeln lassen. Anfangs war sie verwundert, dass gerade Martin Luther Namensgeber ist. Luther hat das Pilgern zu seiner Zeit heftig kritisiert. »Doch wer weiß, so progressiv wie er war, würde er es unter heutigen Gesichtspunkten vielleicht anders sehen«, sagt Schlegel.
Streng genommen sind Lutherweg oder Via Porphyria keine Pilgerwege im eigentlichen Sinne. Die Rundwege sind künstlich entstanden und richten sich nach den Schaffensorten von Persönlichkeiten oder besonderen architektonischen Bauwerken. Die Jakobswege dagegen lassen sich auf alte, viel begangene Straßen aus dem Mittelalter zurückführen, die nur das Ziel Rom, Jerusalem oder Santiago de Compostela hatten.
Doch im Prinzip könne man auch beim Wandern auf dem Weg im Land des roten Porphyr die Effekte des Pilgerns erleben, sagt Professor Peter Zimmerling von der Theologischen Fakultät Leipzig. Er pilgert nicht nur, sondern beschäftigt sich auch wissenschaftlich damit und hat sieben Gründe für evangelisches Pilgern zusammengefasst. Darunter nennt er Freiraum für spirituelle Erfahrungen, Wahrnehmung der eigenen Körperlichkeit und der Natur als Gottes Schöpfung sowie das Erleben von Gemeinschaft. Die touristische Vermarktung des spirituellen Tourismus hält er für zumutbar: »Wenn auch nur einige beim Pilgern etwas seelische Vertiefung finden, hat sich das schon gelohnt.« Der gebürtige Hesse jedenfalls nimmt in diesem Sommer ein paar Freunde zum Wandern auf der Via Regia mit.
Maxie Thielemann
Pilgern auf dem Kirchentag:
Wanderausstellung »Unterwegs fürs Seelenheil?! – Pilgerreisen gestern und heute« im Dresdner Verkehrsmuseum.
Pilgertag am Sonnabend, 4. Juni: Ökumenisches Samstagspilgern auf dem Dresdner Abschnitt des Jakobsweges an der Frankenstraße.
Interreligiöser Pilgerweg mit Repräsentanten aus Christentum, Judentum und Islam zusammen mit einer Gruppe Jakobspilger von der Frauenkirche über Synagoge, Islamisches Zentrum zur Hofkirche.
Pilgerwege durch Sachsen
Via Regia – Ökumenischer Pilgerweg:
Rund 450 Kilometer von Görlitz über Kamenz, Großenhain, Wurzen, Leipzig und weiter bis nach Vacha in Thüringen.
www.landesausstellung-viaregia.museum
Kontakt: Ökumenischer Pilgerweg e.V.,
Telefon (0 36 43) 81 57 33.
www.oekumenischer-pilgerweg.deVia Imperii:
Neun Etappen über 202 Kilometer von Leipzig über Borna, Altenburg und Zwickau nach Hof.
Aktuelles: Am 2. Juni, 10 Uhr, wird an der Fahrradkirche Zöbigker die Etappe Markkleeberg–Rötha eingeweiht.
Kontakt: Arbeitskreis Freunde des Pilgerweges Via Imperii,
Telefon (03 76 08) 2 28 82.
www.jakobsweg-viaimperii.deVia Porphyria:
Ein 200 Kilometer langer Rundweg in elf Etappen von Geithain nach Geithain über Seelitz, Claußnitz, Penig, Kohren-Sahlis und Borna.
Aktuelles: Geführte Pilgertouren 4. bis 13. Juli 2011, Anmeldung erwünscht.
Kontakt: Kirche im Land des roten Porphyr e.V.,
Telefon (03 43 41) 33 96 41.
www.via-porphyria.deSächsischer Lutherweg:
zwischen Torgau und Zwickau, mit Anschlüssen in Sachsen-Anhalt und Thüringen, genaue Streckenführung noch in Planung.
Aktuelles: Am 6. September wird der erste Abschnitt zwischen Torgau und Bad Düben eröffnet.
Kontakt: Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland e.V.,
Telefon (03 43 27) 96 60.
www.saechsisches-burgenland.deSächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße:
Etwa 300 Kilometer von Bautzen beziehungsweise Königsbrück über Dresden, Freiberg, Chemnitz, Zwickau nach Hof. Ab Zwickau gemeinsame Wegführung mit der Via Imperii.
Aktuelles: In Planung ist ein »Vogtländischer Jakobs-weg« zwischen Zwickau, Hirschfeld, Lengenfeld, Treuen, Oelsnitz und Hof.
Kontakt: Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e. V.,
Telefon (03 72 96) 70 70.
www.saechsischer-jakobsweg.deZittauer Jakobsweg:
Der südlichere Teil des durch Polen, Deutschland und Tschechien führenden Jakobswegs Gnesen–Görlitz–Prag umfasst 40 Kilometer zwischen Görlitz und der deutsch-tschechischen Grenze. Bis Prag sind es noch einmal rund 150 Kilometer.
Kontakt: Internationale Vereinigung für den Jakobsweg Gnesen–Görlitz–Prag e.V.,
Telefon (0 35 83) 79 68 48.
www.zittauer-jakobsweg.de
Keine Nebensache
20. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Kommentar

Ist Glauben doch nur Privatsache? Wenn es nach den Verantwortlichen der jetzt begonnenen Volkszählung geht, dann muss diese Frage wohl bejaht werden. Denn anders als der Familienstand, die Staatsangehörigkeit oder das Wohneigentum muss die Religionszugehörigkeit bei der umstrittenen Datensammlung nicht unbedingt angegeben werden.
Dass sie überhaupt abgefragt wird, ist nur dem Einsatz der Kirchen zu verdanken.
Was zunächst wie eine Nebensache anmutet, hat jedoch durchaus Methode.
Derzeit ist in der Gesellschaft ein bedenklicher Trend zu beobachten. Entweder Religion wird als Ursache von Konflikten wahrgenommen – wie zuletzt in Ägypten bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und koptischen Christen – oder eben als reine Privatangelegenheit.
Das erinnert schon fast an DDR-Zeiten, als der Einfluss der Kirchen immer weiter zurückgedrängt wurde.
Natürlich geschieht das heute nicht allein aus ideologischen Gründen. Aber die Stimmen, die eine strikte Trennung von Kirche und Staat fordern, werden auch hier lauter.
Zugleich wird Kirche als verzichtbar abgetan.
Ganz unschuldig ist sie nicht an dieser Entwicklung.
Wenn selbst die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, meint, die Kirche solle sich aufs »Kerngeschäft« konzentrieren, dann impliziert das einen Rückzug aus der Gesellschaft. Kirche muss jedoch immer auch außerhalb der eigenen Mauern präsent sein – weil sie etwas zu sagen hat.
Denn das Christentum ist trotz des Mitgliederrückgangs eine zentrale Basis für die Werte, die unsere Gesellschaft prägen und tragen. Dazu braucht es freilich Menschen, die nicht nur offen zu ihrem Christsein stehen, sondern auskunftsfähig sind, damit der Glaube nicht zur Privatsache verkümmert.
Martin Hanusch
Leben oder sterben lassen
20. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Titelseite
Comments Off

Die moderne Medizin stellt Ärzte, Pfleger und Angehörige oft vor schwere Entscheidungen. Wie Ethikberater ihnen dabei helfen.
Von dem Konflikt weiß Herr Schmitz nichts. Vielleicht spürt er ihn am ganzen Körper, vielleicht kämpft es in seiner Seele, man weiß es nicht. Herr Schmitz (Name und Details geändert) liegt in einem Krankenhausbett, durch einen Schlauch wird sein Körper mit roten Blutkörperchen versorgt. Nur das hält ihn noch am Leben. Herr Schmitz ist 72 Jahre alt. Seine Frau und seine Kinder stehen an seinem Bett, doch der alte Mann spricht nicht mehr. Er ist zu schwach.
Ein paar Türen weiter im Ärztezimmer der internistischen Station dieser sächsischen Klinik zerbricht sich der Chefarzt den Kopf über Herr Schmitz. Über die weitere Behandlung kann er mit seinem Patienten nicht mehr reden. »Wir werden seinen Zustand nicht verbessern können. Aber von Seiten der Angehörigen besteht eine enorme Therapieerwartung«, sagt der Mediziner, so steht es im Protokoll dieses Falls. »Wir können das Leben des Patienten verlängern. Aber ist das noch sinnvoll? Was für ein Leben ist das denn?«
Um diese Frage nicht allein beantworten zu müssen, hat der Chefarzt an diesem Donnerstagnachmittag drei Vertreter des Ethikkomitees seiner Klinik in das Stationszimmer eingeladen: Einen Arzt, den Krankenhausseelsorger Rolf-Michael Turek und ein Mitglied einer Selbsthilfegruppe. Dazu zwei Krankenschwestern, die Herrn Schmitz pflegen, die Oberärztin und den Stationsarzt. An zwei Drittel der sächsischen Kliniken finden mittlerweile solche Ethikberatungen statt.
Gemeinsam versuchen Ärzte, Pfleger und Seelsorger, den Kern des Konflikts freizulegen: Weitere Bluttransfusionen oder nicht? Das Leben von Herrn Schmitz um jeden Preis verlängern – oder ihn friedlich sterben lassen? »Bei der Pflege macht er nicht mehr richtig mit«, sagt eine Krankenschwester über Herrn Schmitz. »Mein Eindruck ist, dass er es auch nicht mehr will.«
Unter den Ärzten aber flammt eine Diskussion auf: Würde ein Ende der Transfusion Leiden beenden – oder die Gefahr von Blutungen und qualvollem Ersticken mit sich bringen? Und wo liegt die Grenze zur verbotenen aktiven Sterbehilfe?
Rolf-Michael Turek hört aufmerksam zu und macht sich Notizen. Der Klinikseelsorger sagt nicht, ob etwas gut ist oder falsch. »Wir wollen mit den Ärzten und Pflegern eine Atmosphäre schaffen, in der man die verschiedenen Argumente untereinander hört und anerkennt«, sagt der Leipziger Pfarrer, »und dann gemeinsam im Konsens zu einer Empfehlung kommen.«
Werte werden gegeneinander abgewogen – oft sind es Übel. Und die Frage ist: Was ist das kleinere Übel? Dass es diese Frage überhaupt gibt, ist ein modernes Phänomen. Die High-Tech-Medizin bietet viele Möglichkeiten.
Es gibt heute eine Vielzahl an Lebensformen, Weltanschauungen, Kulturen und Religionen – und eine Vielzahl an Antworten auf die Frage, was gutes Leben ist. Und schließlich will der mündige Bürger in einer Demokratie auch im Krankenhaus nachvollziehbare Argumente hören und selbst entscheiden.
Herr Schmitz aber kann das nicht mehr. Eine Patientenverfügung für diesen Fall hat er nicht geschrieben. Seine Frau, seine Tochter und sein Sohn werden deshalb vom Krankenbett ins Stationszimmer gerufen, um gemeinsam mit dem Ethikkomitee, den Ärzten und Pflegern zu überlegen.
»Was ist wohl das Beste für ihren Ehemann und Vater?«, fragt einer der Ethikberater.
»Er war immer so entschlusskräftig«, antwortet die Frau, »ich glaube, er hätte gesagt, jetzt soll damit mal Schluss sein, das bringt doch alles nichts mehr.«
Die erwachsenen Kinder protestieren. Sie wollen die Behandlung ihres Vaters unbedingt fortsetzen.
Die Ethikberater aber fragen noch einmal genau nach: Was wäre im Sinne von Herrn Schmitz?
Schließlich sagt die Tochter: »Wie Vater gelebt hat, würde es gut zu ihm passen, dass er angesichts der Aussichtslosigkeit sein Schicksal akzeptiert.«
Einen Moment lang schweigen alle. Familie, Ärzte und Pfleger sind sich einig.
Zwei Tage später stirbt Herr Schmitz. Ohne Transfusionen – und ohne die befürchteten Qualen.
Andreas Roth
Empfehlungen der evangelischen Kirche zur Christlichen Patientenvorsorge www.ekd.de/patientenvorsorge/
Ein geheimnisvoller Raum, in den man eintreten kann
15. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Wort zur Woche
Comments Off

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur.
Das Alte ist vergangen; siehe, Neues ist geworden.
2. Korinther 5, Vers 17
In Christus sein – wie können wir uns das vorstellen? Als ich in meiner Kinderzeit diesen Ausspruch des Apostels Paulus das erste Mal hörte, klang er für mich wie eine Zauberformel: In Christus sein – das ist wie eine Sphäre, ein geheimnisvoller Raum, in den man eintreten kann, wo Christus einen ganz und gar umgibt und durchdringt.
Dieses Bild hat für mich die Eigentümlichkeit, dass es sogleich umgekehrt werden kann: Der Mensch, der in Christus ist, ist zugleich der Ort, an dem und in dem Christus leben und wohnen will. So wie die Luft, die beim Atmen mich erfüllt, zugleich den mich umgebenden Raum erfüllt und durchdringt.

Frank Manneschmidt ist Pfarrer in Zwickau. Foto: Steffen Giersch
Wer von Ostern und der Auferstehung her, wer durch die Taufe und das Geschenk des Glaubens mit dem auferstandenen Jesus Christus verbunden ist, der weiß, wenn er auf sein Leben blickt: Ja, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.
Das heißt nicht, dass unser bisheriges Leben ausgelöscht ist und nicht mehr zählt. Aber es heißt, dass wir zu vielem in unserem Leben einen anderen, einen neuen Zugang finden, weil unser Leben in ein neues Licht getaucht ist – in das Licht der österlichen Freude.
Konkret bedeutet dies, dass wir angesichts so manchen Leids getrost wissen dürfen: Jesus nimmt Anteil an unserem Leid; ja, er leidet mit uns.
Durch den Gekreuzigten erfahren wir: Leben ist nicht möglich ohne Leiden; doch mit Blick auf den Auferstandenen dürfen wir hoffen: Unser Leid wird überwunden werden – ein für allemal.
Gerade angesichts vieler Frusterfahrungen in unserer Kirche wie Mitgliederschwund und Strukturanpassung, gilt diese Verheißung auch gegen den Augenschein ungebrochen: Wer in Christus ist und Christus in ihm, für den wird alles, wirklich alles neu.
Frank Manneschmidt
Das Gewicht der Gläubigen
13. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Titelseite
Comments Off
Jeder Getaufte ist ein Bischof, sagte Luther. Doch darf auch jeder Christ in der Kirche mitbestimmen? Eine Bilanz der innerkirchlichen Demokratie zum 140. Geburtstag der sächsischen Landessynode.

Gut möglich, dass Jesus das griechische Wort »demokratia« gekannt hat. Benutzt aber hat er es wohl nicht. Er predigte Gottes Liebe zu den Menschen, kritisierte religiöse Funktionäre. Seinen Jüngern versprach er den Heiligen Geist. Sie waren für ihn alle gleich: Sünder, Begnadigte und Verkünder seiner Botschaft. Sind auch die heutigen Jünger Jesu alle gleich? Und dürfen sie gleich mitbestimmen in seiner Kirche?
»Als Vertretung der Kirchgemeinden trägt die Landessynode Verantwortung für alle Angelegenheiten der Landeskirche«, sagt Otto Guse, der Präsident der sächsischen Synode. »Sie kann alles an sich ziehen – doch dann müssten sich die ehrenamtlichen Synodalen für alle Fragen die notwendige Sachkompetenz aneignen. Deshalb brauchen wir das Landeskirchenamt.«
In der Praxis ist dieses Zusammenspiel wie alles Irdische nicht immer ohne Reibung. Und es ist kompliziert. Das zeigte sich, als das Kollegium des Landeskirchenamts im Herbst vergangenen Jahres über große finanzielle Einschnitte bei kirchlichen Einrichtungen entschied. Angesichts eines drohenden Mitglieder- und Finanzrückgangs hatte die Synode Pläne für eine Strukturveränderung in Auftrag gegeben. Das eigentlich führende Organ der Landeskirche aber ist die Kirchenleitung. Ihr Vorsitzender ist der Landesbischof, dessen Stellvertreter der Synodenpräsident. Am Tisch sitzen zudem der Präsident des Landeskirchenamts und sechs Oberlandeskirchenräte sowie neun Synodale. Eine knappe Mehrheit für die Basisvertreter.
Über die Kürzungsliste gab es über drei Sitzungen hinweg Diskussionen in der Kirchenleitung. Die Synodalen fühlten sich nicht ausreichend informiert. »Der Informationsaustausch ist ein Problem, mit dem wir immer ringen, wenn Haupt- und Ehrenamtliche zusammenarbeiten«, sagt Synodenpräsident Guse. Am Ende wurde das Kürzungspaket von der Kirchenleitung »zustimmend zur Kenntnis« genommen. Die Synode aber milderte im April die Stellenkürzung der Landesfrauenpfarrerin noch einmal ab. Im Herbst wird sie über den landeskirchlichen Haushalt abstimmen – und damit auch über die Einsparungen.
Das Landeskirchenamt sitzt in einer starken Position, sagen synodale Mitglieder der Kirchenleitung. Das hat die sächsische Kirchenverfassung so gewollt. Das Amt bereitet nicht nur Kirchengesetze für die Abstimmung in der Synode vor, sondern kann selbst Rechtsvorschriften erlassen und strategische Entscheidungen fällen.
Mitunter stemmt sich die Synode dagegen. Als es um ein Konzept für Einsparungen bei den Verkündigungsmitarbeitern ging, forderte sie im Frühjahr 2010 eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Synodalen und Vertretern des Landeskirchenamts. Denn die Kirchenbezirksreform vor drei Jahren war einigen Basisvertretern zu sehr von der Verwaltung durchgedrückt worden. »Man braucht eine klare kritische Distanz zum Landeskirchenamt und Professionalität«, sagt der Synodale und Radebeuler Pfarrer Christian Mendt. Grundsätzlich aber setzt die Synode auf Kooperation mit der Verwaltung – nicht auf Konfrontation.
Das liegt nicht nur daran, dass die Landessynode laut Kirchenverfassung kein Aufsichts- oder Vetorecht gegenüber dem Landeskirchenamt hat. Es liegt auch nicht nur an der lutherischen Tradition, die unbefangener mit der Obrigkeit umgeht – und auch nicht allein am Heiligen Geist. Gut die Hälfte der Synodalen sind Beamte und Angestellte der Landeskirche. »Da gibt es Loyalitäten und eine Schere im Kopf«, sagt Thomas Lieberwirth, der als Synodaler und Geschäftsführer der Männerarbeit selbst von Kürzungen betroffen ist. »Die zu wahrende Höflichkeit unter Schwestern und Brüdern lässt gewisse Kontroversen nicht zu.«
Das beginnt schon bei der Wahl der Synodalen. Denn dazu sind nur Pfarrer und Kirchvorsteher berechtigt. »Das Wahlsystem ist sehr basisfern, die Landeskirche ist stark auf die Pfarrer orientiert. Das sollte man versuchen aufzubrechen«, sagt Malte Bardt, der als ehemaliger Synodaler die 2007 beschlossene Verfassungsreform der Landeskirche angeschoben hatte. Eine neue Reform hält er derzeit jedoch für unnötig. »Aber die Gemeindeglieder müssen mobilisiert werden und sich entflammen für ihre Aufgaben.«
Andreas Roth
Vor 140 Jahren tagte die erste Landessynode in Sachsen – ein Rückblick des heutigen Synodenpräsidenten Otto Guse auf die Zeit von 1871: Die Laien sollten mitreden (Link)
Frieden bleibt eine Aufgabe
13. Mai 2011 von DER SONNTAG
Abgelegt unter Kommentar
Vor zehn Jahren hatte der Ökumenische Rat der Kirchen eine »Dekade zur Überwindung von Gewalt« ausgerufen. Jetzt geht sie mit einer Friedenskonferenz vom 17. bis 25. Mai in Jamaika zu Ende.
Dekade gegen Gewalt? Ja, da war doch was.
Es wurden Friedensbeauftragte eingesetzt – für einzelne Landeskirchen und in der EKD. Es gab Kampagnen gegen Gewalt in Schulen und Familien. Und es gibt den ernüchternden Blick auf die Welt im Jahr zehn der Dekade: Bürgerkrieg in Libyien, Krieg in Afghanistan, immer wieder Bomben terroristischer Selbstmordattentäter. Sogar Regierungen nehmen für sich in Anspruch, mittels Einsatzkommandos das Leben ihrer Widersacher auszulöschen.
Womit wir bei dem Ereignis sind, das mit seiner unsäglichen Gewalt am Beginn der Friedensdekade stand: Der Anschlag auf das World-Trade-Centre in New York im September 2001. Aber auch im zivilen Leben greift Gewalt um sich: Jugendliche prügeln zufällige Passanten zu Tode. Kinder werden misshandelt.
Es sieht so aus, als sei die Welt gewaltbereiter denn je. Was hat also die christliche Friedensdekade gebracht? Die 1000 Teilnehmer an der Friedenskonferenz in Jamaika werden das diskutieren. Und vielleicht werden sie auch Beispiele aufzählen können, wo sie in ihren Heimatländern Aufmerksamkeit erzielt und ein Umdenken erreicht haben.
Eines ist sicher: Die Welt hat Frieden so nötig wie eh und je. Auch wenn eine Konferenz leicht in den Ruf kommt, dass dabei wieder nur geredet wird, so kann man doch über Frieden nicht oft genug reden. Aber es muss auch gehört und umgesetzt werden, über den Rand der christlichen Kirchen hinaus. Und da sind offenbar die zehn Jahre einer Friedensdekade noch längst nicht genug.
Christine Reuther
![RSS ⇒ DER SONNTAG [Sachsen] abonnieren](http://www.sonntag-sachsen.de/wp-content/themes/church_20/images/rss.gif)
![⇒ DER SONNTAG [Sachsen]](http://www.sonntag-sachsen.de/wp-content/themes/church_20/images/logo2.gif)


