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Was gegen Kims Bombe hilft

Andreas Roth
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Frieden klingt wie ein weißes Wort: klar, licht und gut. Nur wenn er wirklich auf dem Spiel steht, dann hilft das Helle und Eindeutige oft nicht weiter. Dann geht es nicht um das Edle und Wahre, sondern nur noch um das weniger Schlechte. Nur so lassen sich dann noch unzählige Leben retten. Wie gerade in Nordkorea.

Natürlich ist das Land des Diktators Kim Jong-un eines der Finstersten: mit einem aus Angst, Folter und Tod – auch gegenüber Christen – gewebten Unterdrückungssystem. Und mit Atombomben, die Südkorea, Japan und jetzt auch die USA bedrohen. Natürlich müsste man alles tun, um dieses Unrecht und diese Gefahr zu bekämpfen. Das wäre die weiße Variante: das eindeutig Gute.

Nur würde das eindeutig Gute in diesem Falle zugleich zum eindeutig Schlechten führen: zum Tod von tausenden, wenn nicht Millionen Menschen. Siehe Irak, siehe Libyen. Das ist das Drama. Und verantwortungsvolle Politiker wissen um diesen unauslöschbaren Widerspruch, und auch um die Schuld, die in ihm liegt – und halten sie aus. Politiker vom Schlag eines Donald Trump ist diese Art von Dialektik offenbar zu komplex. Und das macht es so gefährlich.

Denn bei allen Bauchschmerzen: Es gibt keinen anderen Weg für die USA und den Westen einen Atomkrieg zu verhindern, als weicher zu werden. Als die Militärmanöver in Südkorea einzustellen, das Visier zu öffnen und auf die Interessen der Kim-Diktatur zuzugehen – auch wenn es diese kurzfristig stabilisieren würde. Als sich selbst ein Stück zu verleugnen. Jesus wusste, dass nur so Frieden möglich wird. Dass Frieden manchmal nicht weiß ist, sondern grau. Dass es einen Weg ohne Schuld gibt, hat er nicht gesagt.

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2 Lesermeinungen zu Was gegen Kims Bombe hilft
Matthes, Johannes schreibt:
17. September 2017, 20:05

Herr Roth, ich würde Nordkorea nicht mit Irak und Libyen vergleichen sondern viel mehr mit Europa 1944. Ein religös motivierter Kampf wie bei Muslimen ist in Nordkorea nicht zu befürchten. Es ist nicht leicht da eine Entscheidung zu treffen aber die Landung in der Normandie wird von uns keinesfalls kritisch gesehen, wir habe ja alle davon Profitiert. Wir sollten dafür Dankbar sein und den Amerikanern mit Respekt begegnen. Auf der selben Seite steht:»"Wenn eine Schwangere sich nicht in der Lage sieht, das in ihr heranwachsende Leben anzunehmen, darf ihre Entscheidung, obwohl gegen Gottes Gebot, nicht pauschal und von vornherein als selbstherrliche Verfügung über menschliches Leben verurteilt werden". Das sind harmlose Wesen die niemanden bedrohen. Wenn in Nordkoreas Arbeitslagern Menschen gequält werden und unsere Brüder und Schwestern verfolgt und getötet werden ist ein Militärisches Eingreifen jedenfalls eine Option. Bei den Christen Nordkoreas geht es ums Ganze, Teile der Bibel verhamlosen oder außerkraftsetzen geht da nicht
Johannes Matthes

Gert Flessing schreibt:
19. September 2017, 16:35

Nordkorea ist, momentan, die schlimmste Diktatur, die ich kenne, geführt von einem kleinen, fetten Mann mit einer merkwürdigen Psyche.
Eine militärische Lösung wird sich, bis auf Weiteres, verbieten, weil China dem entgegen steht und auch Russland damit Probleme hätte.
Was wir, als Christen tun können, ist beten. Für unsere Geschwister, die unter dem Terror der Youchli Pseudoreligion zu leiden haben. wir können auch dafür beten, dass der Herr, der gesagt hat, das die Rache sein wäre, sich des Klopses dort annehmen möge, um ihn auf den rechten Weg zu bringen, oder an den Ort, an dem er erfährt, wie es dem geht, der andere foltern und quälen lässt.
Ganz im Stillen denke ich, das vielleicht über eine Möglichkeit nachgedacht wird, eine Kommandoeinheit auf den guten Kim anzusetzen.
Aber das sind ja keine besonders christlichen Gedanken. Also lassen wir sie im Stillen weilen.
Gert Flessing

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Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

(Jesaja 9,1)

Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

(Titus 2,14)

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