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Sich einfühlen in andere gehört zum Glauben

Gelobt sei Gott, der Vater unseres HERRN Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petrus 1,3)
Enno Haaks
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Pfarrer Enno Haaks ist Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes (GAW). © GAW

Wir glauben an einen Gott, der nach seinem Wesen mitfühlend und -leidend ist. Er wendet sich uns Menschen zu. Dieser Gott ist deshalb mit Recht zu loben, denn er grenzt niemanden aus, den er ins Leben rief! Dafür steht das Wort Barmherzigkeit. Wir glauben an einen Gott, der Hoffnung schenkt und uns von jeglicher falscher Abhängigkeit befreien will, so wie er sein Volk aus Ägypten, aus der Sklaverei führte und aus Hoffnungslosigkeit befreit hat. Dafür sei er gelobt. Befreit zur Hoffnung, dass das geschenkte Leben Sinn und Freude macht!

Wir glauben an einen Gott, der uns Mut macht, aufzustehen, um dem Leben Raum zu geben – gegen all das, was niederdrückt, gefangen hält und den Todesmächten Macht einräumt. Aus lauter Gnade schenkt er Kraft gegen alles Gnadenlose und grenzt es ein. Das ist Auferstehungsglaube.

Gelobt sei Gott dafür, dass er barmherzig ist, Hoffnung schenkt und uns Mut macht, aufzustehen ins Leben hinein. Denn: Wir wissen – so steht hinter diesen Worten – wie es ist, wenn unbarmherzig mit einem umgegangen wird. Wir wissen, was Hoffnungslosigkeit anrichtet. Wir wissen, wie es ist, wenn man nicht mehr kann, ausgebrannt ist und niedergeschlagen. Weil das so ist, gehört zum Wesen des christlichen Glaubens, dass man sich einfühlen kann. Leitend für jeden christlichen Umgang miteinander ist das sich Einfühlen in den anderen, so wie es Jesus vorgelebt hat. Das Doppelgebot der Liebe bringt das zum Ausdruck: »Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.«

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1 Lesermeinungen zu Sich einfühlen in andere gehört zum Glauben
Gert Flessing schreibt:
05. April 2018, 10:35

Wir glauben an einen Gott, der in Jesus, dem Christus, für diejenigen, die sich ihm anvertrauen, durch die Auferstehung, eine Hoffnung geschenkt hat, die unvergleichlich ist.
Propheten und Weisheitslehrer haben solch eine Hoffnung gesucht. Mancher hat geglaubt, sie durch frommes Tun, erreichen zu können.
Wir glauben, das sie Geschenk ist. Geschenk dessen, der am Kreuz starb und den das Grab dennoch nicht halten konnte.
Petrus weiß, das der Glaubende diesen Jesus zwar nicht sieht, ihn dennoch liebt und aus dieser Liebe heraus, nüchtern und besonnen in einer Welt leben kann, die nicht nur tolle Tage für uns bereit hält.
Es gibt genügend Versuchungen.
Auch jene, sich nicht mehr zu fragen, was es bedeutet, den Opfertod für unsere Sünden, nicht mehr ernst nehmen zu wollen.
Wir sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Diese Auferstehung und das Kreuz, an dem er starb, gehören zusammen.
Das Leben, in das hinein wir auferstehen werden, setzt unseren eigenen Tod voraus. Bis dahin aber stehen wir in der Hoffnung, so wie wir in der Versuchung stehen. Doch wir stehen nicht allein, denn dieser Jesus, in dem Gott uns liebt und den wir lieben, ist, seit seiner Auferstehung, mit uns und bei uns.
Gert Flessing

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