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	<title>DER SONNTAG [Sachsen]</title>
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	<description>Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens</description>
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		<title>Schwarz-gelber Rotstift</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 18:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
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Landeshaushalt: Die Kirche wehrt sich gegen Einschnitte bei freien Schulen
Weniger Geld für freie Schulen, Jugend und Soziales – das plant die sächsische Staatsregierung. Die Kirchen protestieren ungewohnt heftig. 
Das Knirschen im Gebälk zwischen Kirchen und Staatsregierung in Sachsen ist nicht mehr zu überhören. Vor kurzem startete die evangelische Kirche eine Postkarten-Aktion gegen die geplante Aufweichung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2498" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/ASG_7949.jpg" rel="shadowbox[post-2493];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/ASG_7949.jpg" alt="Gemeinsam vor der Presse (v. l.): Christian Michel, Förderer freier Schulen; Konrad Schneider, Sprecher der AG Freie Schulen; Bischof Joachim Reinelt; Martin Herold von der ev. Schulstiftung und Landesbischof Jochen Bohl. (Foto: Steffen Giersch)" title="ASG_7949" width="580" height="389" class="size-full wp-image-2498" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsam vor der Presse (v. l.): Christian Michel, Förderer freier Schulen; Konrad Schneider, Sprecher der AG Freie Schulen; Bischof Joachim Reinelt; Martin Herold von der ev. Schulstiftung und Landesbischof Jochen Bohl. (Foto: Steffen Giersch)</p></div>
<p></p>
<h3><em>Landeshaushalt:</em> Die Kirche wehrt sich gegen Einschnitte bei freien Schulen</h3>
<p><strong>Weniger Geld für freie Schulen, Jugend und Soziales – das plant die sächsische Staatsregierung. Die Kirchen protestieren ungewohnt heftig. </strong></p>
<p>Das Knirschen im Gebälk zwischen Kirchen und Staatsregierung in Sachsen ist nicht mehr zu überhören. Vor kurzem startete die evangelische Kirche eine Postkarten-Aktion gegen die geplante Aufweichung des Sonntagsschutzes. Am 31. August haben der Landesbischof Jochen Bohl und sein katholischer Amtsbruder ­Joachim Reinelt eine weitere Kampagne gestartet. Sie heißt <a href="http://www.ja-zu-freien-schulen.de">»Damit’s bunt bleibt – Ja zu freien Schulen«</a>. Denn die Landesregierung plant in ihrem Haushaltsentwurf für die kommenden beiden Jahre, ihre Zuschüsse für die 170 freien Bildungseinrichtungen in Sachsen – darunter 46 evangelische – um über elf Prozent zu kürzen. </p>
<p>»Das wird zu einem Sterben von freien Schulen führen«, befürchtet Landesbischof Bohl. »Die Höhe der Elternbeiträge, der Zuschüsse von Sponsoren und der Kirche sind schon jetzt ausgereizt.« </p>
<p>In den letzten Jahren sei die Höhe der staatlichen Unterstützung schon auf heute nur noch 65 Prozent der Schulkosten gefallen, sagen freie Träger. Nun will das sächsische Kultusministerium zugleich die Hürden für die Neugründung von freien Schulen deutlich erhöhen. Er könne damit leben, wenn in den nächsten zehn Jahren keine freien Schulen mehr gegründet würden, hatte der CDU-Fraktionschef im Landtag, Steffen Flath, in einem Zeitungsinterview erklärt. </p>
<p>Das sei ein Strategiewechsel in der Schulpolitik, kritisiert Landesbischof Bohl und verweist auf das im Grundgesetz verbriefte Recht auf freie Schulen. Ein weiterer Kritikpunkt: Der Freistaat will die Übernahme der Schulgebühren für finanziell schwache Familien komplett streichen. Das würde 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen an christlichen Schulen in Sachsen treffen. »Die privaten Schulen würden dann zu Schulen der Bessergestellten«, sagt der katholische Bischof Reinelt. Das widerspreche kirchlichen Grundprinzipien.</p>
<p>Die freien Schulen sind nur ein Teil des Kürzungs-Paketes im Haushalt 2011/2012, über den der Landtag in dieser Woche erstmals berät. Um keine neuen Schulden aufnehmen zu müssen, will die CDU-FDP-Regierung Ausgaben in Höhe von 1,3 Milliarden Euro sparen. Vom Straßenbau über die Hochschulen bis zum Nahverkehr und öffentlichen Dienst müssen viele Bereiche mit harten Einschnitten rechnen. Doch auch die Mittel für Familien, Jugend- und Frauenprojekte, psychisch kranke und suchtkranke Menschen sollen stark gekürzt werden. </p>
<p>Die Diakonie hat sich deshalb mit anderen sächsischen Sozialverbänden und Gewerkschaften im »Bündnis Zukunft und Zusammenhalt« zusammengeschlossen, um gegen die geplanten Kürzungen zu kämpfen. »Wir werden uns an die Landtagsabgeordneten wenden, um Aufklärungsarbeit zu leisten und ins Gespräch zu kommen«, kündigt Diakonie-Vorstand Friedhelm Fürst an. Bei dem evangelischen Wohlfahrtsverband klagt man über mangelnde Kommunikation der Staatsregierung. Anfang November soll es vor dem Landtag in Dresden eine Großdemonstration geben. </p>
<p>Die CDU ist über die kirchliche Kritik gar nicht amüsiert. Deren Fraktionschef im Landtag, Steffen Flath, ließ in einem Zeitungsinterview ausrichten: »Kirche ja, aber bitte nicht als Opposition zur CDU.« Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl kontert: »Ich würde das Risiko, in der Opposition zu landen, für eine politische Partei viel höher einschätzen als für eine Kirche.«<br />
<em><br />
Andreas Roth</em></p>
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		<title>Wenn Kirche wächst …</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 14:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kirchensteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Bartsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kirche wird immer kleiner – sie hat sich daran gewöhnt. Und ist kaum vorbereitet, wenn Mitgliederzahlen steigen.

Die Kirche schrumpft? Nicht in der Dresdner Neustadt. Die Kirchenbänke in einem Seitenschiff der Martin-Luther-Kirche mussten weichen, um Platz für Kinderwagen zu schaffen. Die Konfirmanden passen nicht mehr in einen Raum, allein in diesem Jahr gibt es 60 Neuanmeldungen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-2490" title="so_36-2010" src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/so_36-2010-300x184.jpg" alt="so_36-2010" width="300" height="184" /><strong>Die Kirche wird immer kleiner – sie hat sich daran gewöhnt. Und ist kaum vorbereitet, wenn Mitgliederzahlen steigen.<br />
</strong><br />
Die Kirche schrumpft? Nicht in der Dresdner Neustadt. Die Kirchenbänke in einem Seitenschiff der Martin-Luther-Kirche mussten weichen, um Platz für Kinderwagen zu schaffen. Die Konfirmanden passen nicht mehr in einen Raum, allein in diesem Jahr gibt es 60 Neuanmeldungen. Und im gesamten<a href="http://www.kirchspiel-dresden-neustadt.de/" target="_blank"> Kirchspiel Dresden-Neustadt</a> lassen sich Jahr für Jahr gut 100 Menschen taufen, manchmal fünf in einem Gottesdienst. »Doch das ist nicht unser Verdienst  – es liegt an der Stadtentwicklung«, sagt Albrecht Nollau, der Superintendent des Kirchenbezirks Dresden Nord.</p>
<p>Die Bevölkerung von Dresden und Leipzig wächst seit über zehn Jahren stetig – während der Rest Sachsens ebenso stetig immer mehr Einwohner verliert. Und auch in den beiden Halbmillionen-Städten profitieren nur die bei Familien besonders beliebten Stadtviertel von diesem Boom.</p>
<p>»Aber trotz eines Wachstums um fast ein Viertel seit 2003 auf heute 8469 Gemeindeglieder hat das Kirchspiel Dresden-Neustadt nicht eine einzige Mitarbeiterstelle mehr bekommen«, sagt Superintendent Albrecht Nollau. »In dieser Größe ist es sehr schwer, noch persönliche Kontakte zu halten. Taufgespräche, Besuche und Gruppen dauern ihre Zeit – und die lässt sich nicht beliebig vergrößern.«</p>
<p>Landesbischof Jochen Bohl hat sich im Frühling bei seinem Besuch im <a href="http://www.kirche-leipzig.de/" target="_blank">Kirchenbezirk Leipzig</a> die Freuden und Sorgen wachsender Gemeinden angehört. In seinem Visitationsbericht schrieb er danach, »dass die Landeskirche die Kirchgemeinden in den Wachstumsregionen in veränderter Weise in den Blick nehmen will.« Wenn Gemeindegliederzahlen steigen, müsse entsprechend dem geltenden Personalschlüssel auch die Mitarbeiterzahl angepasst werden, so der Bischof.</p>
<p>In der Messestadt vergrößern sich die Kirchgemeinden besonders stark in der Südvorstadt und der Innenstadt, in Gohlis sowie im Leipziger Südwesten. »Als Kirchenbezirk möchten wir künftig die Möglichkeit haben, Pfarrstellen befristet an Schwerpunkte vergeben zu können, wo sie gebraucht werden – so wie wir es mit freien Gemeindepädagogen-Stellen heute schon tun«, sagt der Leipziger Superintendent Martin Henker.<br />
Die Kirchengesetze lassen dies bisher nicht zu, mit Wachstum rechnen sie nicht. Dies wird eine der Herausforderungen sein für die achtköpfige Arbeitsgruppe, die je zur Hälfte aus Mitgliedern der Synode und des Landeskirchenamts besteht und seit Mai Konzepte für die zukünftige Struktur der Landeskirche erarbeitet. Denn ihre Gemeindeglieder werden immer weniger – und auch die Kirchensteuern. Es geht letztlich um die Verteilung knapper Personalstellen.</p>
<p>Dabei sitzen die Großstädte einer Überzahl an Vertretern ländlicher Kirchenbezirke gegenüber – in der Landessynode ebenso wie im Konvent der Superintendenten. »Für Stadtgemeinden mit steigenden Mitgliederzahlen muss eine Lösung her«, sagt der <a href="http://www.kirche-plauen.de/" target="_blank">Plauener</a> Superintendent Matthias Bartsch. »Aber das muss ein fairer Ausgleich sein. Denn in ländlichen Kirchenbezirken, in denen Pfarrer oft für zwei oder drei Kirchgemeinden zuständig sind, darf die Struktur nicht kaputtgehen.« Schon vor sechs Jahren führte die Landeskirche deshalb ein Solidarprinzip ein: In städtischen Kirchgemeinden soll auf 2000 Mitglieder eine Pfarrstelle kommen – auf dem Land genügen dafür 1600 Seelen.</p>
<p>Doch der Rückgang der ländlichen Bevölkerungszahlen und der finanziellen Mittel wird weiter anhalten – das Verteilungsproblem wird sich verschärfen. Die Städte dürften sich jedoch nicht aus der Solidarität mit den ländlichen Kirchenbezirken verabschieden, fordert Peter Meis, der Superintendent des ebenfalls wachsenden <a href="http://www.elydia.de/" target="_blank">Kirchenbezirks Dresden Mitte</a>: »Jetzt muss bei der Planung der landeskirchlichen Struktur darüber geredet werden, was gerecht ist.« Und wo die Chancen liegen für die Kirche, wenn sie zur Abwechslung einmal – wächst.</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
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		<title>20 Jahre Einigungsvertrag</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Platzeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anerkennung von Bildungsabschlüssen wurde ebenso geregelt wie die Aufteilung der Umsatzsteuer. Es wurde auch schon Vorsorge getroffen für die abzusehenden Arbeitslosen, indem ein Altersübergangsgeld ab 57 Jahren bis zum Renteneintritt festgelegt wurde. Und es gab sogar einen Artikel, der sich mit der befristeten staatlichen Weiterfinanzierung von Kindergärten und -krippen befasste.
ie Verabschiedung des Einigungsvertrages am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anerkennung von Bildungsabschlüssen wurde ebenso geregelt wie die Aufteilung der Umsatzsteuer. Es wurde auch schon Vorsorge getroffen für die abzusehenden Arbeitslosen, indem ein Altersübergangsgeld ab 57 Jahren bis zum Renteneintritt festgelegt wurde. Und es gab sogar einen Artikel, der sich mit der befristeten staatlichen Weiterfinanzierung von Kindergärten und -krippen befasste.<br />
<div id="attachment_2505" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/Bundesarchiv_Bild_183-1990-0831-031.jpg" rel="shadowbox[post-2504];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/Bundesarchiv_Bild_183-1990-0831-031.jpg" alt="Der Einigungsvertrag über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde im Ostberliner Palais Unter den Linden unterzeichnet. Nach dem feierlichen Akt der Händedruck zwischen den Verhandlungsführern, Staatssekretär Dr. Günther Krause (r.) und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (l.), und dem DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere (M.). (Quelle: Bundesarchiv)" title="Bundesarchiv_Bild_183-1990-0831-031" width="300" height="186" class="size-full wp-image-2505" /></a><p class="wp-caption-text">Der Einigungsvertrag über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde im Ostberliner Palais Unter den Linden unterzeichnet. Nach dem feierlichen Akt der Händedruck zwischen den Verhandlungsführern, Staatssekretär Dr. Günther Krause (r.) und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (l.), und dem DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere (M.). (Quelle: Bundesarchiv)</p></div>Die Verabschiedung des Einigungsvertrages am 31. August 1990 war ein bis in viele Details gehendes Werk. Der Normalbürger wunderte sich, woran alles zu denken war. </p>
<p>Nicht alles wurde geregelt. Das führt noch heute zu Unzufriedenheit. </p>
<p>Erst kürzlich äußerte der brandenburgische Ministerpräident Matthias Platzeck (SPD), es sei damals ein »Anschluss« gewesen. Er hat da wohl an all die Unzufriedenen gedacht. Doch im Blick auf die Ereignisse vor 20 Jahren ist kein anderer praktikabler Weg bekannt, der beide deutsche Staaten so schnell unter »einen Hut« gebracht hätte.</p>
<p>Für junge Leute, die diesen Übergang von einem System ins andere nicht miterlebt haben, ist es nicht nachvollziehbar, welche Umwälzungen – im positiven wie im negativen Sinne – von da an zu bewältigen waren. Umso wichtiger ist es, diese Erfahrungen nicht untergehen zu lassen. Vor allem nicht diejenigen, die dazu geführt haben, dass die DDR-Diktatur zusammenbrach. Darum verwundert es immer mal wieder, wenn Jugendliche erzählen, dass das Thema in der Schule kaum vorkommt. Es bleibt oft nur den Familien überlassen, in Gesprächen diese Erfahrungen weiterzugeben. Oder die Verletzungen und Verluste derer, die sich nach 20 Jahren noch immer auf der Verliererseite sehen. </p>
<p>Leider hat der Eingungsvertrag darüber nichts geregelt, wie aus der Vergangenheit zu lernen ist. </p>
<p><em>Christine Reuther</em></p>
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		<title>Sehnsucht nach Zuwendung haben nicht nur die Armen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 14:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Bettler]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Matthäus 25.40]]></category>

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		<description><![CDATA[Christus spricht:
Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
 Matthäus 25, Vers 40

Der Glaube an Christus findet seinen wahrnehmbaren Ausdruck in der Zuwendung zu unseren Mitmenschen. Zweifellos ist es dabei wichtig, sich den Geringsten zuzuwenden. Aber sollten wir uns nicht, bevor wir uns über die Formen der Zuwendungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christus spricht:<br />
Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.<br />
<em> Matthäus 25, Vers 40</em><br />
</strong></p>
<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/09/935764_30449266.jpg" alt="935764_30449266" title="935764_30449266" width="300" height="200" class="alignright size-full wp-image-2484" />Der Glaube an Christus findet seinen wahrnehmbaren Ausdruck in der Zuwendung zu unseren Mitmenschen. Zweifellos ist es dabei wichtig, sich den Geringsten zuzuwenden. Aber sollten wir uns nicht, bevor wir uns über die Formen der Zuwendungen Gedanken machen, darüber verständigen, wer diese Geringsten sind? </p>
<p>Sofort fallen uns dazu Menschen ein. Ich denke an Bettler, die ich jeden Tag vor einer der Dresdner Innenstadtkirchen sitzen sehe, und nicht nur dort. Ich denke an Menschen, die mit einem Mindestmaß an finanziellen Möglichkeiten durch das Leben kommen müssen, und mir fallen die im Alter Vergessenen, die einsam von ihren vier Wänden umgeben sind, ein. </p>
<p>Ist es ausreichend, die an den Rand der Gesellschaft Gedrängten ausschließlich als die Gering­sten zu betrachten? Oder anders gesagt: Auch reiche Menschen können sehr arme Leute mit viel Geld sein. Hinter perfekten Fassaden lassen sich mitunter Menschen finden, die sich in ihrem Innersten als klein, unbedeutend und wertlos empfinden. </p>
<p>Auch der so Selbstbewusste kann in sich gefangen sein, der unmäßig Reiche kann hungern und dürsten nach Liebe und Einfachheit, der immer im Mittelpunkt Stehende fühlt sich verlassen und ist am Ende sogar sich selbst fremd. Vielleicht ist es viel schwerer, sich gerade ihnen zuzuwenden, weil wir alle meinen, diese hätten es doch nicht nötig. </p>
<p>Hunger und Durst, Sehnsucht nach Zuwendung und verbindlicher Nähe haben alle Menschen – quer durch alle sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Schichten hindurch und egal, in welchen materiellen Verhältnisse sie leben. Die befreiende Botschaft des Evangeliums entfaltet seine Kraft aus der Zuwendung zu ihnen allen.                             </p>
<p><em>Christoph Seele</em></p>
<p>Oberkirchenrat Christoph Seele ist Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen. </p>
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		<title>Die Chipkarte ist keine Lösung</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2010/08/26/die-chipkarte-ist-keine-losung/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 06:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Familien]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen meint es gut. Sie will eine Chipkarte einführen, mit deren Hilfe Kinder aus armen Familien am kulturellen Leben teilnehmen könnten. Den betroffenen Eltern Geld in die Hand zu geben, damit ihre Kinder zum Musikunterricht, in den Sportverein oder in die Theatergruppe gehen können, davor scheuen Politiker offenbar zurück: Die Eltern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/Chipkarte-Ursula-von-der-Leyen-.jpg" alt="Chipkarte-Ursula-von-der-Leyen-" title="Chipkarte-Ursula-von-der-Leyen-" width="590" height="475" class="alignright size-full wp-image-2440" /></p>
<p>Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen meint es gut. <a href="http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/regierung-will-chipkarten-statt-hartz-iv-gutscheine21743">Sie will eine Chipkarte einführen, mit deren Hilfe Kinder aus armen Familien am kulturellen Leben teilnehmen könnten</a>. Den betroffenen Eltern Geld in die Hand zu geben, damit ihre Kinder zum Musikunterricht, in den Sportverein oder in die Theatergruppe gehen können, davor scheuen Politiker offenbar zurück: Die Eltern könnten es für andere Dinge ausgeben. Was nicht von der Hand zu weisen ist, wenn es an allen Ecken und Enden klemmt in einer Familie, die von Hartz IV leben muss. Dazu braucht es nicht einmal einen Raucher oder Trinker in der Familie. Also, so der Vorschlag der früheren Familienministerin, soll das Geld den Kindern auf anderem Wege zugute kommen.</p>
<p>So weit so gut, doch gut gemeint, ist nicht immer gut. Und eine Chipkarte löst kein gesellschaftliches Problem. Denn das liegt wo ganz anders. Immer mehr Familien in Deutschland rutschen in Armut und werden von den Bildungsangeboten abgekoppelt. Kinder erleben keine berufstätigen Eltern und keinen verantwortlichen Umgang mit eigenem Einkommen, wenn es sich nur um immer wieder einzufordernde staatliche Zuwendungen handelt. </p>
<p>Die Armut vererbt sich dann ebenso wie die Unfähigkeit, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Hier muss angesetzt werden. Es muss Angebote geben, die allen Kindern gleichermaßen offen stehen. Das fängt beim Schulessen an und hört bei der freien Schulwahl nicht auf. </p>
<p>Doch da wird in Sachsen gerade der Rotstift angesetzt: <a href="http://www.sonntag-sachsen.de/2010/07/09/»es-wird-hart«/">für Kinder aus sozial schwachen Familien, die eine freie Schule besuchen, soll der staatliche Schulgeldzuschuss wegfallen</a>. Diese Schulen würden – wider ihren Willen – zu Eliteschulen besserverdienender Eltern werden. Und das ist weder gut noch gut gemeint.</p>
<p><em>Christine Reuther</em></p>
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		<title>Das Gift der Stasi-Akten</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2010/08/25/das-gift-der-stasi-akten/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 12:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[BStU]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[IM]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[MfS]]></category>
		<category><![CDATA[Staatssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi-Unterlagenbehörde]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 20 Jahren wurde die Öffnung der Stasi-Akten beschlossen. Sie versprühen ihr Gift noch lange nach dem Ende der DDR.

Er könne seinen ganzen Urlaub nehmen, hatte man ihm gesagt. So viel würde er brauchen, um die Akten zu lesen. Gut 2000&#xA0;Seiten in zwölf Ordnern. Als Dieter&#xA0;R. sie aufschlägt in dem nüchternen Lesesaal der Chemnitzer Stasi-Unterlagenbehörde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/so-35.jpg" alt="so-35" title="so-35" width="294" height="403" class="alignright size-full wp-image-2435" /><strong>Vor 20 Jahren wurde die Öffnung der Stasi-Akten beschlossen. Sie versprühen ihr Gift noch lange nach dem Ende der DDR.<br />
</strong><br />
Er könne seinen ganzen Urlaub nehmen, hatte man ihm gesagt. So viel würde er brauchen, um die Akten zu lesen. Gut 2000&#xA0;Seiten in zwölf Ordnern. Als Dieter&#xA0;R. sie aufschlägt in dem nüchternen Lesesaal der Chemnitzer Stasi-Unterlagenbehörde, ist es sein Körper, der zuerst reagiert: Der Mann mit den weichen Gesichtszügen und ruhigen Augen bekommt Fieber, Kopfschmerzen, fühlt Kälte am ganzen Körper.</p>
<p>30 inoffizielle Mitarbeiter (IM) hatte die DDR-Staatssicherheit auf den Kirchenmitarbeiter angesetzt, las er da, darunter Kollegen, Leute aus seiner Stammsauna, Christen – und sein bester Freund. Ziel des »Operativen Vorgangs Steuer« war es laut Akten, eine »Haftgrundlage zu schaffen« für den als Staatsfeind und BND-Spion verdächtigten&#xA0;R. Dabei hatte sich der heute 73-jährige Betriebswirt aus einem Dorf nahe Zwickau nur nicht mit der Enteignung der Firma seiner Familie abfinden wollen. Seine Mutter war aus Gram über dieses Unrecht 1972 gestorben&#xA0;– der Sohn kämpfte weiter.</p>
<p>»IM ›Fred‹ hat ein gutes persönliches Verhältnis zu R.«, lobt die Kreisdienststelle Zwickau der Staatssicherheit in einem Aktenvermerk. Als Dieter R. all das liest, fährt er zu seinem besten Freund, dessen Namen er auch unter den IMs findet. Er sagt, dass er ihm verzeiht. Der Freund sagt, dass ihm vieles leid tut. Zerbrochen ist die Freundschaft trotzdem.</p>
<p>Es gibt unzählige solcher Geschichten in Ostdeutschland. Dass sie ans Tageslicht kamen, hat auch mit dem 24.&#xA0;August&#xA0;1990 zu tun: Damals, vor genau 20&#xA0;Jahren, <a href="http://webarchiv.bundestag.de/volkskammer/dokumente/drucksachen/100165a.pdf">beschloss die frei gewählte Volkskammer der DDR nahezu einstimmig die Sicherung und Nutzung der Stasi-Akten</a>. Über 18000&#xA0;Sachsen nehmen noch immer Jahr für Jahr Einsicht – und das Interesse wird nicht geringer.</p>
<p>»Die Akteneinsicht kann manchmal ein Auslöser für eine akute Verschlechterung des Gesundheitszustandes sein – bis hin zu Nervenzusammenbrüchen«, weiß Norbert Mai. Er b<a href="http://www.diktatur-folgen-beratung.de/">egleitet seit sieben Jahren in der Lebensberatungsstelle der Diakonie-Stadtmission Zwickau Opfer der SED-Diktatur</a>. Die Stasi-Akten erzählen ihnen von Verrat und unwiederbringlich verbauten Chancen. »Das zu lesen ist immer hart«, sagt <a href="http://www.justiz.sachsen.de/lstu/">Michael Beleites, der sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen</a>. »Doch das kann auch befreiend sein – und Klarheit schaffen.«</p>
<p>Petra L. musste sogar lachen. Für einen kurzen Moment zumindest, als sie in dem 30&#xA0;Zentimeter hohen Aktenstapel in der Chemnitzer Stasi-Unterlagenbehörde auf die Witze stieß, die sie Ende der 80er Jahre in ihrer oppositionellen Frauengruppe erzählt hatte. Spitzel hatten sie getreu notiert. »Doch dann war ich geschockt, wie weit die Stasi in unsere Privatsphäre eingedrungen war.« Ein Kollege der Kunstwissenschaftlerin hatte ihr privates Adressbuch kopiert. Und eine der sechs Frauen in der Zwickauer Gruppe schrieb Berichte für die Stasi.</p>
<p>Ein Gespräch darüber hat Petra L. mit ihr nie gesucht. Man grüßt sich noch, mehr ist nicht. Auch kein Zorn, nur eine Enttäuschung. »Sie weiß, dass ich es weiß«, sagt Petra L. »Und wer weiß, wie sie dazu gekommen ist?« 1990 war die Kunstwissenschaftlerin 27&#xA0;Jahre alt: Jung genug, um die Möglichkeiten der neuen Zeit zu ergreifen. Und um dem Schatten der Stasi-Akten zu entkommen.</p>
<p>Der aber birgt für Dieter R. mehr Verrat. »Ich habe in den Akten über mich auch Gottes Handschrift gelesen«, sagt er. »Dort stand, dass ich schon so gut wie in Haft war – und nichts hat Gott zugelassen. Es wäre eine große Undankbarkeit gegenüber Gott, den IMs nicht zu vergeben.« Seine Frau, ihm gegenüber in der niedrigen Stube sitzend, wiegt den Kopf: Was wäre, wenn ihr Mann doch ins Gefängnis gekommen wäre oder wenn er sein Leben hätte lassen müssen? »Vielleicht wäre ich nicht so großzügig gewesen«, überlegt Ruth R. leise. Sie hat ihre Akte nie angefordert. Sie will es nicht wissen.</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<div id="attachment_2433" class="wp-caption alignnone" style="width: 541px"><a href="http://www.delicatessen.org/mfs.html"><img class="size-full wp-image-2433 " title="stasi" src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/stasi.jpg" alt="Pressefoto »DAS MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT - ALLTAG EINER BEHÖRDE« –  ein Film von Christian Klemke und Jan N. Lorenzen, Deutschland 2002, 90 Minuten, Farbe (Vertrieb: Salzgeber &amp; Co. Medien GmbH)" width="531" height="327" /></a><p class="wp-caption-text">Pressefoto »DAS MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT - ALLTAG EINER BEHÖRDE« –  ein Film von Christian Klemke und Jan N. Lorenzen, Deutschland 2002, 90 Minuten, Farbe (Vertrieb: Salzgeber &amp; Co. Medien GmbH)</p></div>
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		<title>Die Hoffnung, wenn alles ins Wanken gerät</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 09:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Jesaja 42.3]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.
 Jesaja 42, Vers 3
»Die Hoffnung stirbt zuletzt« – so lässt es sich immer wieder vernehmen, wenn Menschen in ausweglose Not geraten sind. Vor allem, wenn es die Existenz bedrohende Situationen sind, wird dieser Satz laut. Ich erinnere mich zum Beispiel genau, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/1264231_39887074.jpg" alt="Foto: Robert Michie (sxc.hu)" title="Foto: Robert Michie (sxc.hu)" width="590" height="393" class="alignleft size-full wp-image-2422" /></p>
<p><strong>Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,<br />
und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.<br />
<em> Jesaja 42, Vers 3</em></strong></p>
<p>»Die Hoffnung stirbt zuletzt« – so lässt es sich immer wieder vernehmen, wenn Menschen in ausweglose Not geraten sind. Vor allem, wenn es die Existenz bedrohende Situationen sind, wird dieser Satz laut. Ich erinnere mich zum Beispiel genau, dass er in den vergangenen Tagen des Hochwassers wieder zu hören war. Vieles wurde mit einem Schlag unsicher und geriet in Gefahr, für manche ging es um das nackte Überleben – die Menschen erfuhren es hautnah am eigenen Leib – aber die Hoffnung war das Letzte, was aufzugeben sie bereit waren.</p>
<p>Etwas braucht jeder Mensch, an dem er sich festhalten kann. Der Satz mag stimmen – mindestens für Menschen, die von der christlichen Hoffnung nichts wissen. Denn genau diese Hoffnung stirbt nicht, nicht einmal zuletzt. Diese Hoffnung, die uns auch in dem Wort des Propheten Jesaja begegnet, trägt und hält – sogar und vor allem in jenen Lebensaugenblicken, in denen alles anderen an ein Ende kommt.</p>
<p>Zugegeben, es gibt jene Lebensstürme, in denen wirklich alles ins Wanken gerät und verloren geht: Der Boden unter den Füßen, die Menschen, die einem nahe sind oder waren, die Grundlage der Existenz. Wir sehen dann nur noch alles schwarz. Die Hoffnung unseres Glaubens aber wird bleiben. Die Hoffnung, die darin besteht, dass wir von Gott begleitete Menschen sind, deren Zuversicht in dem Auferstandenen Herrn ruht.</p>
<p>Mögen wir auch manchmal an das Ende eigener Hoffnung kommen, und unser Leben als hoffnungslos empfinden – der Glaube an die Auferstehung unseres Herrn bleibt. Vertrauen wir auf diese Hoffnung und Zuversicht unseres Glaubens und darauf, dass ein Funke schon genügt, den glimmenden Docht wieder zu entzünden.</p>
<p><em>Christoph Seele</em></p>
<p>Seele ist Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen.</p>
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		<title>Versunken und vergessen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 13:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Hochwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Mojib Latif]]></category>
		<category><![CDATA[Prophet Joel]]></category>

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		<description><![CDATA[Hochwasser in Sachsen und Pakistan – doch das öffentliche Interesse ebbt schnell wieder ab. Dabei ist Hilfe nötig. Und ein Umdenken.
Die Angst wird bleiben. Und auch der bange Blick zum Himmel, auf Bäche und Flüsse, wenn im Wetterbericht wie am vergangenen Wochenende »örtlicher Stark­regen« angekündigt wird. Die Flutwelle vom 7. und 8. August hat sich so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hochwasser in Sachsen und Pakistan – doch das öffentliche Interesse ebbt schnell wieder ab. Dabei ist Hilfe nötig. Und ein Umdenken.</strong><br />
<a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/titel-sonntag_34-2010.jpg" rel="shadowbox[post-2388];player=img;"><img class="alignright size-full wp-image-2406" title="titel-sonntag_34-2010" src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/titel-sonntag_34-2010.jpg" alt="titel-sonntag_34-2010" width="360" height="402" /></a>Die Angst wird bleiben. Und auch der bange Blick zum Himmel, auf Bäche und Flüsse, wenn im Wetterbericht wie am vergangenen Wochenende »örtlicher Stark­regen« angekündigt wird. Die Flutwelle vom 7. und 8. August hat sich so wie die Wassermassen des Augusts 2002 tief in die Seelen vieler Sachsen eingegraben. Die Karawane der Journalisten, ihrer Zuschauer, Hörer und Leser ist längst weitergezogen.</p>
<p>Was bleibt, sind Menschen in Sachsen, denen das Wasser der Neiße und vieler Bäche Wohnung, Haus und Besitz zerstört hat. Was bleibt sind auch Unternehmen, die von den Wassermassen stillgelegt wurden – und mit ihnen viele Arbeitsplätze. Allein die<a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7446212.php"> Landkreise Görlitz und Bautzen schätzen die Schäden auf fast 400 Millionen Euro</a>. Was bleibt sind auch die Trauer um die drei Menschen, die im erzgebirgischen Neukirchen von der Flut getötet wurden. In Tschechien und Polen kamen acht Menschen ums Leben, die wirtschaftlichen Schäden treffen Sachsens ärmere Nachbarn noch härter. Darüber spricht hierzulande kaum jemand.</p>
<p>Man könnte noch weiter nach Osten blicken: Nach Russland, wo wegen einer seit zwei Monate währenden Rekordhitze riesige Flächen in Flammen stehen. Oder nach Pakistan, wo eine Flut 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht und über 1400 getötet hat. Es trifft die Ärmsten der Armen. Doch Spenden fließen nur zögerlich, <a href="http:///www.zeit.de/news-nt/2010/8/15/iptc-bdt-20100814-395-25967834xml">meldet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen</a>.</p>
<p>Was haben die Naturkatastrophen in Sachsen mit denen in Russland und Pakistan zu tun? »Jedes einzelne Ereignis ist ein Wetterereignis, aber in der Häufung haben diese Ereignisse etwas mit der Klimaerwärmung zu tun«, <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1243961/">sagt der renommierte Klimaforscher Mojib Latif vom Leibnitz-Institut in Kiel</a>: »Wir erwarten in Folge der globalen Erwärmung, dass sich Wetterextreme weltweit häufen.«</p>
<p>Doch ist dies ein blindes Schicksal, dem man sich ergeben muss? Vor gut 2500 Jahren vernichtete eine Heuschreckenplage im Land Juda die gesamte Ernte wie eine Flut oder Dürre. »Die Bauern sehen traurig drein, und die Gärtner weinen um den Weizen und um die Gerste«, <a href="http://www.die-bibel.de/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/joel/cache/a11dc60ad3006fb5057b7bcefe21576b/">schrieb damals der Prophet Joel</a>. Mitten in diesem Elend rief er sein Volk zur Umkehr auf – zurück zu Gott und seinen Prinzipien.</p>
<p>Die Nächstenliebe ist so in Prinzip Gottes. »Als Christen sind wir aufgerufen, Menschen in Not beizustehen«, sagt der sächsische Landesbischof Jochen Bohl. Viele Menschen und auch Kirchgemeinden halfen in den letzten zwei Wochen den sächsischen Flutopfern ganz praktisch: beim Aufräumen, Reparieren und Beschaffen neuer Wohnräume. Die sächsische <a href="http://www.diakonie-sachsen.de/presse/archiv21/pm23_2479.htm">Diakonie unterstützte Familien mit 200 bis 300 Euro Soforthilfe pro Person</a> und Instandsetzungsbeihilfen. 16 000 Euro Spenden sind bisher bei ihr eingegangen, die Diakonie Württemberg hat 240 000 Euro zugesagt. Die sächsische Landeskirche stellt 10 000 Euro für Pakistan zur Verfügung.<a href="http://www.evlks.de/aktuelles/nachrichten/14422.html"> Sie ruft zusammen mit der Diakonie Sachsen alle Kirchgemeinden auf</a>, auch an die pakistanische Bevölkerung zu denken.</p>
<p>Wenn der Klimawandel global ist, muss auch Nächstenliebe global sein. Sie bedeutet dann mehr als Spenden. Sie stellt unangenehme Fragen: Wie viel Energie verbrauche ich, wie wird sie erzeugt, wie bewege ich mich fort? Diese Fragen bekommen mit den Flutkatastrophen in Sachsen und Pakistan ein Gesicht. Das Gesicht von leidenden Menschen.</p>
<p>Eine Umkehr ist stets radikal, das wusste auch schon der Prophet Joel vor 2500 Jahren. Er wusste aber auch von dem Versprechen Gottes für diejenigen, die eine Umkehr wagen: »Fürchte dich nicht!«</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
<p><strong>Spendenkonten der Diakonie Sachsen<br />
bei der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen, BLZ 850 951 64:<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong> 100 030 101 für »Flut Sachsen 2010«;</strong></li>
<li><strong>100 100 100 für »Flut Polen und Tschechien 2010« sowie für »Pakistan Fluthilfe«.</strong></li>
</ul>
<div id="attachment_2410" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/un_photo/4904137305/"><img class="size-medium wp-image-2410" title="Pakistan" src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/Pakistan-300x184.jpg" alt="Hochwasser in der pakistanischen Province Punjab © UN Photo/Evan Schneider | www.unmultimedia.org/photo/" width="300" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">Hochwasser in der pakistanischen Province Punjab © UN Photo/Evan Schneider | www.unmultimedia.org/photo/</p></div>
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		<title>Schätze sammeln</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 12:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ostsachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchentag 2011]]></category>
		<category><![CDATA[»Die andere Schatzkammer«]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sächsischen Kirchgemeinden sollen Schatzkisten füllen und sich damit beim Kirchentag 2011 vorstellen.
b jetzt ist Phantasie gefragt: Wie lassen sich Schätze darstellen, die einem am Herzen liegen? Die sächsischen Kirchgemeinden werden in diesen Tagen dazu aufgefordert, Schatzkisten zu packen. Mit deren Inhalt stellen sich die Gemeinden beim Kirchentag 2011 in Dresden den Besuchern vor. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die sächsischen Kirchgemeinden sollen Schatzkisten füllen und sich damit beim Kirchentag 2011 vorstellen.</strong></p>
<p><div id="attachment_2402" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/NIK_6277.jpg" rel="shadowbox[post-2394];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/NIK_6277.jpg" alt="Tabea Köbsch zwischen Stapeln von ungefalteten Pappkartons in der Geschäftsstelle des Kirchentags in Dresden.  In diesen Tagen werden die künftigen »Schatzkisten« an die Gemeinden verteilt. (Foto: Steffen Giersch)" title="NIK_6277" width="300" height="323" class="size-full wp-image-2402" /></a><p class="wp-caption-text">Tabea Köbsch zwischen Stapeln von ungefalteten Pappkartons in der Geschäftsstelle des Kirchentags in Dresden.  In diesen Tagen werden die künftigen »Schatzkisten« an die Gemeinden verteilt. (Foto: Steffen Giersch)</p></div>Ab jetzt ist Phantasie gefragt: Wie lassen sich Schätze darstellen, die einem am Herzen liegen? Die sächsischen Kirchgemeinden werden in diesen Tagen dazu aufgefordert, Schatzkisten zu packen. Mit deren Inhalt stellen sich die Gemeinden beim<a href="http://www.kirchentag.de/dresden.html"> Kirchentag 2011</a> in Dresden den Besuchern vor. So haben es sich die Organisatoren ausgedacht.</p>
<p>»Es ist Tradition bei Kirchentagen, dass die gastgebenden Gemeinden etwas zusammentragen«, sagt Tabea Köbsch von der Geschäftsstelle des Kirchentags in Dresden. »In Köln waren es Fässer, die jede Gemeinde mit heimatlichem Wasser gefüllt hat, in Bremen waren es Schiffe, die als Symbole dienten.«</p>
<p>Was aber könnte für Dresden, für Sachsen als Symbol stehen? »Dresden ist die Stadt der Schatzkammern, im Erzgebirge wurden die Schätze gefördert«, sagt Tabea Köbsch. Deshalb sollen es Schatzkisten sein. Doch sie sollen nicht mit Schätzen solcherart gefüllt werden. Hintergrund ist die Kirchentagslosung aus der Bergpredigt: »… da soll auch dein Herz sein.« Dieser Vers bezieht sich auf die himmlischen Schätze. Und deshalb heißt die Aktion auch »Die andere Schatzkammer«. Die Kirchgemeinden sollen sammeln, was ihnen am Herzen liegt. </p>
<p>Sie selbst würde in ihrer Gemeinde Dresden-Laubegast etwas hineintun, das für die Gemeinschaft steht, sagt Tabea Köbsch. Oder für die Arbeit mit Kindern: »Denn die sind unser Reichtum.« Wie die Schatzkiste gefüllt wird, ist jeder Gemeinde selbst überlassen: Fotos, etwas Gebasteltes, schriftliche Wünsche oder gar Handwerkskunst aus dem Erzgebirge. Bis Ende März ist Zeit dafür. Die leeren Kartons werden in den nächsten Tagen an die Gemeinden geschickt. Ein frankierter Paketaufkleber für die Rücksendung liegt bei.</p>
<p>Inzwischen überlegen sich Architekturstudenten der TU Dresden, wie die vielen Schatzkisten auf dem Kirchentag präsentiert werden könnten. Candy Lenk bereitet dafür ein Seminar vor. Für den TU-Mitarbeiter ist das Thema »Schätzsammeln« spannend. »Einerseits liegen Schätze im Verborgenen und sicher verwahrt in Tresoren, andererseits heißt Ausstellen, das Publikum teilhaben lassen«, beschreibt er den Spannungsbogen, den er mit den Studenten durchdenken will. </p>
<p>Zugleich sollen Möglichkeiten der Präsentation in unterschiedlichen Materialien untersucht werden. »Es ist noch völlig offen, wie und wo die Präsentation stattfindet«, so Lenk. Es könnte auf einer großen Landkarte sein oder in Verbindung mit einer Internetaktion. »Es macht Lust, darüber nachzudenken«, so der Architekt.</p>
<p>Lust an der Mitwirkung will auch Tabea Köbsch wecken. Sie will die Aktion als einen Impuls sehen, als Kirchgemeinde nicht unter sich zu bleiben, sondern mit der Schatzsuche aus der Kirche hinauszugehen: Das Befüllen zu einer gemeinsamen Aktion mit Kommune oder örtlichen Vereinen zu gestalten, kirchliche Feste wie Erntedank oder den Kirchentagssonntag am 6. Februar zum Anlass zu nehmen. </p>
<p><em>Christine Reuther</em></p>
<p><strong>Die Aktion endet am 30. März 2011. Die Schatzkisten werden beim Kirchentag 2011 in Dresden präsentiert. DER SONNTAG berichtet, wenn Sie uns ein Foto von den Schätzen oder vom Einpacken der Schatzkiste schicken: <a href="mailto:redaktion@sonntag-sachsen.de">E-Mail: redaktion@sonntag-sachsen.de </a> </strong></p>
<p>Der Kirchentag in Dresden im Internet: <a href="http://www.kirchentag.de/dresden.html">www.kirchentag.de</a></p>
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		<title>Werbung und Privatsphäre</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 13:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[evangelische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon ein praktisches Werkzeug, dieses Google Street View. Der Urlauber kann vor Reiseantritt im Internet genau nachsehen, wie denn das Hotel aussieht, das er da gebucht hat. Schon vorher kann er durch die benachbarten Straßen ziehen und sehen, ob er in der Umgebung wirklich gut aufgehoben ist: Ist es dort gepflegt? Sehen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/street2.jpg" rel="shadowbox[post-2390];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/08/street2.jpg" alt="street2" title="street2" width="331" height="370" class="alignright size-full wp-image-2397" /></a>Es ist schon ein praktisches Werkzeug, dieses Google Street View. Der Urlauber kann vor Reiseantritt im Internet genau nachsehen, wie denn das Hotel aussieht, das er da gebucht hat. Schon vorher kann er durch die benachbarten Straßen ziehen und sehen, ob er in der Umgebung wirklich gut aufgehoben ist: Ist es dort gepflegt? Sehen die Menschen, deren Gesichter zwar unkenntlich gemacht, ihre Kleidung und Frisuren aber gut zu erkennen sind, in diesem Stadtteil vielleicht verrucht aus? </p>
<p>Auf die Faszination solch eines Stadtspaziergangs in London, Prag oder Paris folgt schnell ein komisches Gefühl: Ist es in Ordnung, in die Vorgärten und Autos wildfremder Menschen zu schauen? Möglich ist es und soll es auch in Deutschland werden.</p>
<p>Hier erntet das Vorhaben Kritik von Verbraucherschützern. <a href="http://pda.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_08_11_google_street_view.html">Die evangelische Kirche ist gespalten</a>. Als Werbung sollte man sich dem umstrittenen Dienst nicht verweigern, findet sie. Kirchen und Verwaltungsgebäude gehören hinein. Skeptisch ist sie bei Pfarrhäusern und Kindergärten.</p>
<p>Ihr Zweispalt zeigt, dass vor einer orientierungsgebenden Haltung  viel grundsätzlichere Fragen über Informationsbedürfnis auf der einen und Persönlichkeitsrecht auf der anderen Seite geklärt werden müssen. Etwa, ob der vermutete Werbeeffekt tatsächlich so hoch sein wird, dass man den Verlust von Privatsphäre beruhigt in Kauf nehmen kann. </p>
<p>Unbenommen finden sich im Internet Chancen, die auch die evangelische Kirche zurecht nutzen will. Für eine Kirche, die auch wegen ihres vertraulichen Umgangs mit Problemen geschätzt wird, ist der Datenausverkauf aber gefährliches Pflaster. Es bleibt zu hoffen, dass sie zu dem Thema künftig eine deutlichere Haltung findet als das jetzige »Ja, aber …«.</p>
<p><em>Corinna Buschow</em></p>
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