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Heidenauer Bürgermeister nimmt Kirchen in die Pflicht

epd
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© Stadt Heidenau

Der Bürgermeister der sächsischen Stadt Heidenau, Jürgen Opitz (CDU), hat entschiedenen Widerspruch gegen Rassisten und Menschenfeinde gefordert. Eine rote Linie sei nicht erst überschritten, wenn die Würde des Menschen verletzt werde, sagte Opitz am Freitag auf dem Leipziger »Kirchentag auf dem Weg«. Für ihn persönlich verlaufe schon dort eine Grenze, wo Menschen in der Öffentlichkeit respektlos miteinander umgingen. »Dem Aufrüsten mit Worten folgt das Aufrüsten mit Wurfgeschossen«, warnte Opitz. Das dürfe die Gesellschaft nicht tolerieren.

Heidenau – Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – hatte wiederholt mit fremdenfeindlichen Ausschreitungen für Schlagzeilen gesorgt. Bei gewaltsame Protesten im August 2015 gegen die Einrichtung eines Flüchtlingsheims in einem leerstehenden Baumarkt waren mehr als 30 Polizisten zum Teil schwer verletzt worden. Die massiven Ausschreitungen hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt. Im November wurden zwei der Beteiligten zu Haftstrafen verurteilt.

Um den gesellschaftlichen Dialog zu fördern, sieht Opitz unter anderem auch die Kirchen in der Pflicht. Mit seinen Amtskollegen aus Bautzen oder Freital diskutiere er immer wieder, welches Format geeignet sei, um alle Gruppen einzubinden. »Das ist das Allerschwierigste«, sagte der Politiker.

Er würde sich wünschen, dass auch andere gesellschaftliche Gruppen wie etwa die Kirchen Gesprächsangebote machten, ergänzte der Katholik: »Vielleicht wäre es auch mal wichtig, im Gottesdienst auf ein anderes Format umzuschwenken, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.«

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19 Lesermeinungen zu Heidenauer Bürgermeister nimmt Kirchen in die Pflicht
Britta schreibt:
26. Mai 2017, 15:55

Unabhängig davon, daß gewaltsame Ausschreitungen von keiner Seite zu akzeptieren sind: die massiven Verletzungen von Polizisten in Heidenau kamen doch erst zustande, als der schwarze AntiFa-Block anreiste, oder sollte mein Gedächtnis jetzt schon so schlecht sein? Wenn ich mich nicht täusche, warum wird das hier nicht erwähnt?

Johannes schreibt:
26. Mai 2017, 18:29

Erbitte die Quelle der Reihenfolge: Aufmarsch des schwarzen Blocks, in der Folge massive Verletzungen von Polizisten - Schlussfolgerung: Die Verletzungen der Polizisten gingen von der Antifa aus - Dabei bitte nicht vergessen: Auch ich akzeptiere keinerlei gewaltsame Ausschreitungen - nicht dass unser Rheinischer wieder behauptet, ich stünde mit AntiFa Seit' an Seit'.

Aufmerksamer Ch... schreibt:
26. Mai 2017, 19:00

Weil es eine glatte Lüge ist. Die 31 verletzten Polizisten gab es im Anschluß an eine NPD-Demo am 21. August 2015 durch die Steine, Flaschen und Baustellengitter werfenden Rechtsextremisten. Da gab es überhaupt noch keine Gegendemo. Auch am nächsten Tag wurde die Polizei nur aus den Reihen der Rechtsextremen attackiert. Alles nachzulesen in den Archiven und bei Wikipedia.
Warum versuchen Sie es immer wieder?

Beobachter schreibt:
27. Mai 2017, 13:06

Ach du liebe Güte, jetzt werfen, weidereinmal, Antiffreunde alles mögliche (verschiedene Ereignisse an verschiedenen Orten) in einen Tof, rühren kräftig um,..., alles Nur um alles und jedes den "Rechten" anzulasten.
Auch die Ereignisse, die Britta richtig erinnert, die von linken Chaoten ausgingen, mit der man so gerne in "Bunten Bündnissen gemeinsame Sache macht (Seit an Seit steht!

Tommy schreibt:
26. Mai 2017, 22:04

Woher kamen denn die Rassisten? Alle aus Heidenau? Wohl kaum, es kamen nicht mal alle aus Sachsen, nein, auch aus Brandenburg, Berlin, Bayern, Thüringen, Sachsen Anhalt sind welche angereist. Ich möchte nicht behaupten, daß niemand aus Heidenau dabei war, wohl auch nicht nur zwei oder drei, es war aber ein Treffen von Menschen aus halb Deutschland, nur weil eben Heidenau der Ort des Treffens war, wird dieser nun in einem Zug mit den Ausschreitungen genannt. Es gibt in Heidenau auch sehr viele Menschen, die offen und freundlich auch gegenüber Flüchtlingen sind!

Tommy

Britta schreibt:
27. Mai 2017, 10:21

Ja, aber war da nicht auch der Einsatz der "AntiFa-Aktivisten", den selbst die Grünenpolitikerin Lazar "suboptimal" nannte, und war nicht der Innenminister von einem angereisten AntiFa-Mob am 28.08. vertrieben worden? Wenn AntiFa das macht, ist es wohl gut und wenn andere z.B. Herrn Maas vertreiben, ists schlecht? Erklärt mir mal jemand diese "Logik"? Im Übrigen empfehle ich, falls AntiFa-Aktionen vergessen sind, mal auf Linksunten.indymedia nachzuschauen, dort rühmen sich diese "Helden" (offensichtlich mangels anderer Erfolgserlebnisse) immer ausgibig für ihre "tapferen Heldentaten"...
Ansonsten, wie schon eingangs beschrieben, Gewalttaten sind von KEiNER Seite gutzuheißen und das Bündnis besorgter Bürger in Heidenau hatte sich ja damals auch von den Randalen distanziert.

Johannes schreibt:
01. Juni 2017, 20:06

„(…) Die Leipziger Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar nannte den Auftritt der Antifa in Heidenau „suboptimal“. Zugleich bedauerte sie, dass nicht mehr „normale Bürger“ zu dem Heim gekommen seien, um sich für die Flüchtlinge einzusetzen. (…)“
„Suboptimal? „Suboptimal ist ja wohl eher, dass niemand außer der „suboptimalen Antifa“ in diesem Land es für nötig hielt, nach zwei Nächten voll von rassistischer Gewalt Schutz für die Geflüchteten in ‪#‎Heidenau‬ zu sichern! Politiker? Abgetaucht! Polizei! Unfähig oder nicht willens! Heidenauer Bürger? Entweder Teil des rassistischen Mobs oder im Keller abgetaucht!
Hätte die Polizei getan, was eigentlich ihre Aufgabe ist, hätte die Politik beim ersten Aufflackern der Gewalt reagiert, wären die feigen Heidenauer nicht abgetaucht, wäre keine „Antifa-Demo“ von Nöten gewesen!
Frank Kopperschläger, 2015, über Lazar und die Antifa - klingt wohl doch ein bisschen anders als oben...

Britta schreibt:
02. Juni 2017, 10:11

"So viel „Suboptimales“ – und den Grünen fällt nix besseres ein, als die einzigen Menschen zu diffamieren, die sich engagiert haben – peinlich!!!“
Frau Lazar, das ist suboptimal, Ihr Statement! Wo waren denn Ihre Grünen, um die Flüchtlinge vor dem Rassistenpack zu beschützen? Polizei versagt, Polizik versagt, auf der ganzen Linie. Aber dumme Statements abgeben…schämen Sie sich. Ein Dankeschön wäre angebracht!"

Lieber Johannes, ich habe mal Dein Zitat komplettiert, wie Du es sicher auch auf der Seite "linkespankow" gelesen hast. Da Du ja auf Exaktheit viel Wert legst, wird Dir nicht entgangen sein, daß es mit diesem Schluß eine andere Bedeutung hat, als Du dargestellt hast. Habe gern geholfen!
Der Einsatz der AntiFa war also suboptimal auch aus der Sicht einer Grünen, die diesen vermummten Nichtsnutzen sonst eher wohlwollend gegenübersteht. Es ist ja auch auffällig, daß Frau Lazar in Indymedia unzählig oft angeführt wird, aber das Statement zu Heidenau dort fehlt. Kannst Du 1 und 1 zusammenzählen und kommt (nach dem gängigen Dezimalsystem) bei Dir auch 2 heraus?

Johannes schreibt:
02. Juni 2017, 22:01

nee, wenn ich deins und meins zusammenzähle, kommt es der wahrheit näher. ich wollte nur deine missbräuchliche verwendung von lazar etwas korrigieren. mir ging es nicht um das ganze zitat. ich gestehe dir unumwunden zu, dass du einen punkt durch den Autor gewonnen hast. - woher nun allerdings wieder deine halbwahrheitliche pauschalisierung "diesen vermummten Nichtsnutzen sonst eher wohlwollend..." herkommt, ist mir fraglich - ist es etwa dieselbe taktik, die der rheinländer mit seiner dauernden bösartigen unterstellung mit seinem "seit' an seit" verfolgt? irgendwann werden es die Leser schon glauben?

Realist schreibt:
31. Mai 2017, 12:55

Nein. Kein „Ja, aber“.
Kein „Ja, aber“ zu Rassisten und Menschenfeinden (das sind wir dem leidgebeutelten OBM schuldig).
Kein „Ja, aber“ zu 31 durch Rechtsextreme verletzten Polizisten (Gabriel: „Das ist Pack!“).
Kein „Ja, aber“ zu einem durch Berufung auf ein angeblich schlechtes Gedächtnis versuchten allzu durchsichtigen Täuschungsversuch.
Kein „Ja, aber“, das waren doch alles keine Einheimischen (der OBM redet über ein Problem seiner Stadt!).
Kein „Ja, aber“ zu einer angeblichen Distanzierung vom „Bündnis besorgter Bürger“ (warum sollte es sich von Randalen distanzieren, die angeblich nicht aus ihren Reihen kamen?!).
Kein „Ja, aber“ mehr.
Nein!

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