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Köpping begrüßt Überarbeitung des Abtreibungsparagrafen

epd
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Petra Köpping, SPD
© Sächsischer Landtag

Abtreibungswilligen Frauen muss nach Auffassung von Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung stehen. Der Zugang zu sicheren Methoden der Abtreibung und das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung seien »wesentliche Errungenschaften unserer Gesellschaft«, sagte Köpping am Dienstag in Dresden. Daher begrüße sie »die auf Bundesebene angekündigte Gesetzinitiative zur Überarbeitung des 1933 eingeführten Paragrafen«, fügte sie hinzu: »Für Frauen und Ärzte ist diese Rechtssicherheit unbedingt notwendig.«

Hintergrund ist die Verurteilung einer Gießener Ärztin zu einer Geldstrafe von 6000 Euro nach Paragraf 219a des Strafgesetzbuches vom 24. November. Der Medizinerin wurde vorgeworfen, gegen den Paragrafen verstoßen zu haben, weil sie auf ihrer Internetseite Informationsmaterial zu Schwangerschaftsabbrüchen bereitgestellt hatte. Der Paragraf stammt in seiner alten Form aus dem Jahr 1933.

Nach dem Urteil hatten Tausende Demonstranten, Kollegen und Politiker ihre Solidarität mit der Ärztin bekundet. Mehrere Bundestagsabgeordnete forderten, die Vorschrift zu ändern oder ganz zu streichen. Die Bundestagsfraktionen von SPD und Linken kündigten eine Bundesratsinitiative an.

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4 Lesermeinungen zu Köpping begrüßt Überarbeitung des Abtreibungsparagrafen
Besucher schreibt:
07. Dezember 2017, 15:05

Ich will hier keine polarisierende Debatte eröffnen, weil die in der Regel nicht weiterführt. Trotzdem: Wenn ich die Meldung lese, frage ich mich, was denn das "Recht auf selbstbestimmte Familienplanung" meint? In welcher Form ist das eine Errungenschaft unserer Gesellschaft? Ich stimme zu, wenn es darum geht, dass Frauen in unserer Gesellschaft heute diesbezüglich mehr Rechte haben als früher, wo z. B. der Ehemann oder die Eltern oft die Familienplanung bestimmt haben.
Aber dieses Recht der Selbstbestimmung bezieht sich z. B. auf die freie Entscheidung, ob jemand Kinder haben will oder nicht, wie viel Gewicht Familie bzw. Karriere im eigenen Leben haben soll oder in welcher Form Verhütungsmethoden Anwendung finden sollen. Keinesfalls aber bezieht sich "das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung" auf die Möglichkeit, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Das gäbe zum einen die gesetzlichen Regelungen falsch wieder; auf der anderen Seite ist die Möglichkeit der Abtreibung als solche keine Errungenschaft.
Die geltenden gesetzlichen Regelungen beschreiten mit guten Gründen einen Mittelweg: Abtreibung ist keine Errungenschaft, sondern rechtwidrig - nur aufgrund einer persönlichen Notsituation wird sie nicht verfolgt.

Britta schreibt:
08. Dezember 2017, 14:02

Wo bli bt das Statement der Kirche gegen die jährlich hunderttausendfache Tötung unschuldiger Menschen zugunsten "selbstbestimmter Familienplanung"?

Lore schreibt:
08. Dezember 2017, 14:32

So lange in Deutschland ca. 13% der Schwangerschaften abgebrochen werden ohne dass es rechtliche Konsequenzen gibt, so lange braucht man an diesem "Gesetz" nicht rumzudoktern. Ein Schwangerschaftsabbruch wird wie ein geplatzter Luftballon behandelt - wen störts? Verantwortung ist in unserer Gesellschaft ein Fremdwort geworden. Es gibt genügend Möglichkeiten eine Schwangerschaft zu verhindern aber da müsste eben das Gehirn eingeschaltet werden. Für AUSNAHMEFÄLLE war der Schwangerschaftsabbruch gedacht, aber er ist ja fast zur Regel geworden. Und dann noch über Nachwuchsprobleme schwadronieren und nach dringend benötigten Kindern schreien, Hauptsache sie sind nicht "von 2 deutschen Eltern und 4 deutschen Großeltern" wie unsere Frau Käßmann so schön sagte.

Thomas Roch schreibt:
08. Dezember 2017, 21:04

"Abtreibungswilligen" Frauen - schon der Begriff ist ein Hohn. Villeicht sollte erst einmal den Begriff geklärt werden, Abtreibung ist immer noch Mord, ein schlagendes Herz wird zum Stillstand gebracht, das sind die klaren Fakten!. Gerade in einer Kirchenzeitung sollte das klargestellt werden.
Haben die Ungeborenen kein Recht auf Leben? Welche Politiker setzen sich für deren Rechte ein? Ist es "selbstbestimmt" das Recht einer Frau über das eines Kindes zu stellen - selbstbestimmtes Töten?
"Abtreibung" - eigentlich Tötung eines Ungeborenen - ist laut Gesetz Rechtswidrig, wird aber nicht bestraft! Das ist eine Tatsache und das ist gut und richtig so! Jedes Kind, was bei einer Abtreibung von einem "Arzt" ermordet wird. ist eines zuviel - vor allem im reichen, aufgeklärten Deutschland, wo Verhütungsmittel für jeden verfügbar und frei zugänglich sind!
Thomas Roch

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Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott.

(1.Könige 2,1-2.3)

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(Kolosser 1,9-10)

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