<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>⇒ DER SONNTAG [Sachsen] &#187; Kommentar</title>
	<atom:link href="http://www.sonntag-sachsen.de/tag/kommentar/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.sonntag-sachsen.de</link>
	<description>Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 07:30:19 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Sprengstoff  für Gemeinden</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2012/01/26/sprengstoff-fur-gemeinden/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2012/01/26/sprengstoff-fur-gemeinden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 04:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexuelle Pfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Naumann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=5342</guid>
		<description><![CDATA[Am letzten Wochenende hat die Leitung unserer Landeskirche eine neue Regelung gefunden, wie mit Homosexualität im Pfarrhaus umzugehen ist. Das ist Sprengstoff in den Augen vieler Christen, der die Kirche vor eine Zerreißprobe stellt und sie nach Meinung Einzelner sogar zu spalten droht. 
Die Kirchenleitung hat entschieden, dass andere entscheiden sollen. Und dürfen!
Eine weise Entscheidung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2012/01/1230251_12865339.jpg" alt="© ItsMe1985 - SXC.HU" title="© ItsMe1985 - SXC.HU" width="590" height="369" class="alignnone size-full wp-image-5381" />Am letzten Wochenende hat die Leitung unserer Landeskirche <a href="http://www.sonntag-sachsen.de/2012/01/25/landeskirche-lebt-weiter-mit-spannungen/">eine neue Regelung gefunden, wie mit Homosexualität im Pfarrhaus umzugehen ist</a>. Das ist Sprengstoff in den Augen vieler Christen, der die Kirche vor eine Zerreißprobe stellt und sie nach Meinung Einzelner sogar zu spalten droht. </p>
<p>Die Kirchenleitung hat entschieden, dass andere entscheiden sollen. Und dürfen!</p>
<p>Eine weise Entscheidung, denn die wahren Sprengstoffexperten sitzen doch in den Gemeinden. Die Kirchenvorstände wissen am be­sten, was in ihrer Gemeinde geht und was nicht. </p>
<p>In manchen Gemeinden wird aus dem scheinbar explosiven Gemisch eine harmlose Verbindung werden, die unaufgeregt zur Kenntnis genommen wird. In anderen wiederum wird der Kirchenvorstand »einmütig« ablehnen, dass ein homosexueller Pfarrer mit seinem Partner ins Pfarrhaus zieht. </p>
<p>Damit wäre auch dort der Sprengstoff vom Tisch. Die Betroffenen entscheiden vor Ort. Das macht ernst mit dem Priestertum aller Gläubigen. Es ist eine Stärkung der Gemeinden, zumindest wenn sie mit ihrer neuen Freiheit umgehen können.</p>
<p>Natürlich ist der Sprengstoff damit noch nicht gänzlich aus der Welt. Denn wer mit der neuen Entscheidung generell Probleme hat, wird sich nicht damit trösten wollen, dass in seiner Gemeinde so etwas vielleicht nicht möglich ist.</p>
<p>Deshalb ist der Appell des Landesbischofs, sich gegenseitig in den verschiedenen Auffassungen zu achten und zu respektieren, umso wichtiger. Es bleibt zweifellos die einzige Möglichkeit, mit dieser Entscheidung umzugehen. </p>
<p>Denn nicht die Homosexualität an sich ist Sprengstoff – sondern wie wir als Christen miteinander umgehen.</p>
<p><em>Uwe Naumann</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2012/01/26/sprengstoff-fur-gemeinden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klimakonferenz am Küchentisch</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/11/30/klimakonferenz-am-kuchentisch/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/11/30/klimakonferenz-am-kuchentisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 14:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Klimakonferenz in Durban]]></category>
		<category><![CDATA[Versagen der Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=5022</guid>
		<description><![CDATA[Ein Auto steuert mit 100 Sachen auf eine Wand zu. In seinem Innern diskutiert man höflich und in gemessener Sprache, ob man die Geschwindigkeit etwas drosseln solle. Vielleicht um 20&#xA0;Prozent, vielleicht nur um 15 oder gar 40&#xA0;Prozent? Man wird sich nicht recht einig. Schließlich will keiner der Insassen als Verlierer gelten. 
Am Ende der Fahrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/11/1186820_29927805.jpg" rel="shadowbox[post-5022];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/11/1186820_29927805.jpg" alt="Klimakonferenz" title="Klimakonferenz" width="590" height="305" class="alignnone size-full wp-image-5030" /></a>Ein Auto steuert mit 100 Sachen auf eine Wand zu. In seinem Innern diskutiert man höflich und in gemessener Sprache, ob man die Geschwindigkeit etwas drosseln solle. Vielleicht um 20&#xA0;Prozent, vielleicht nur um 15 oder gar 40&#xA0;Prozent? Man wird sich nicht recht einig. Schließlich will keiner der Insassen als Verlierer gelten. </p>
<p>Am Ende der Fahrt werden sie es alle sein. </p>
<p>So ist noch immer der Stand der Diskussion um das sich aufheizende Weltklima. Auch jetzt, am <a href="http://www.zeit.de/2011/48/Klimakonferenz-Durban">Beginn der UN-Klimakonferenz in Durban</a> – es ist die siebente ihrer Art. Nach all den Fakten, die die Wissenschaft der ganzen Welt vor Augen gelegt hat, scheint jeder Appell nur noch billig und banal. </p>
<p>Die Wirklichkeit freilich ist noch billiger und noch banaler: Nie wurde mehr klimaschädliches Kohlendioxid in die Luft gepustet als im vergangenen Jahr, so schätzt das US-Energieministerium. In Deutschland rechnet man mit einer Steigerung der Kohlendioxid-Emmissionen im Verkehr und einem Verfehlen der Klimaschutzziele. Und auf der Erde wird es wärmer und wärmer, nicht erst die Dürre in diesem November zeigte das.</p>
<p>Es ist ein Versagen der Politik. </p>
<p>Und es ist auch unser Versagen&#xA0;– als Konsumenten, Teil der Wirtschaft und auch als Kirche. Kreativ sind wir oft nicht im Energiesparen. Wir sind es im Finden von Gründen, warum wir unser Verhalten&#xA0;– leider, leider&#xA0;– gerade nicht ändern können. </p>
<p>Dabei zeigen die Daten der Wissenschaftler klar: Es geht nicht um grüne Schleifchen um unseren Lebensstil, es geht um einen Kurswechsel. Der kann am Küchentisch beginnen, auf den Einkaufszetteln, Stromrechnungen und bei unseren Urlaubsplänen. </p>
<p>Die Bibel nennt so etwas Buße, Umkehr. </p>
<p>Der Advent war früher die Zeit dafür. </p>
<p>Man muss nicht immer alles neu erfinden.</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/11/30/klimakonferenz-am-kuchentisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Überwindet die Angst</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/21/uberwindet-die-angst/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/21/uberwindet-die-angst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 08:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität in biblischem Verständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrerdienstgesetz der EKD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4651</guid>
		<description><![CDATA[In der Debatte um homosexuelle Partnerschaften hört man untergründig vor allem eines: Angst. Die einen ängstigen sich um die Treue zur Bibel, die anderen sorgen sich um das christliche Zeugnis der Liebe&#xA0;– und die Leitung der Landeskirche fürchtet ein Zerbrechen der kirchlichen Einheit. 
Angst aber ist ein schlechter Ratgeber. Sie ist auch kein theologischer Maßstab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/10/gay.jpg" alt="gay" title="gay" width="200" height="440" class="alignright size-full wp-image-4667" />In der <a href="http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/20/pfarrer_homosexualitat_kirche_bibel_liebe-oder-sunde/">Debatte um homosexuelle Partnerschaften</a> hört man untergründig vor allem eines: Angst. Die einen ängstigen sich um die Treue zur Bibel, die anderen sorgen sich um das christliche Zeugnis der Liebe&#xA0;– und die Leitung der Landeskirche fürchtet ein Zerbrechen der kirchlichen Einheit. </p>
<p>Angst aber ist ein schlechter Ratgeber. Sie ist auch kein theologischer Maßstab. Im Gegenteil: »Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben«, schreibt Paulus im 2.&#xA0;Timo­theusbrief, »sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.«</p>
<p>Doch in dieser Diskussion geht es im Kern um Wahrheit&#xA0;– und das macht das Gespräch so schwierig. </p>
<p>Die Kirchenleitung hat einen Diskussionsprozess über Homosexualität angestoßen und dafür eigens eine Arbeitsgruppe beauftragt. </p>
<p>Das ist gut. </p>
<p>Nur findet dies bislang unter peinlich genauem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch das hat mit Angst zu tun. Man kann das verstehen. </p>
<p>Doch wird es&#xA0;– wie auch immer die Meinungsbildung der Kirchenleitung ausgeht&#xA0;– zu dem Verdacht führen, dass da etwas von oben dekretiert werden soll.</p>
<p>Für eine wirkliche theologische Klärung und den Frieden in der Landeskirche wäre eine breite, offene Diskussion besser. Es wird auf Synoden, in Gemeinden und Konventen darum gehen müssen, aufeinander zu hören&#xA0;– und einander die Angst zu nehmen. </p>
<p>Mit dem Geist des Gesetzes, mit einem Ping-Pong von Bibelstellen wird das kaum gelingen. </p>
<p>Jesus ging einen anderen Weg bei seinen ethischen Urteilen. Er sprach nicht über abstrakte Normen, sondern sah zuerst den Menschen an, der im Zentrum des Konflikts steht: ein Ebenbild Gottes. Daran wird sich auch eine Diskussion über Homosexualität messen lassen müssen, wenn sie sich auf das Evangelium beruft.</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/21/uberwindet-die-angst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zehn Jahre Krieg</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/06/zehn-jahre-krieg/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/06/zehn-jahre-krieg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 15:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan-Krieg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4568</guid>
		<description><![CDATA[Am 7. Oktober 2001 wurden mit Unterstützung von US-Truppen die Taliban aus Kabul vertrieben. Der Afghanistan-Krieg hatte begonnen. Heute, zehn Jahre später, erscheint die Bilanz dieses Militäreinsatzes als desaströs. 
Mehr als 100.000 Soldaten sind heute dort im Einsatz. Die meisten davon Amerikaner. Aber auch rund 5.000&#xA0;Bundeswehrangehörige. Über 2.700 Soldaten sind getötet worden, darunter 53&#xA0;deutsche, dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/10/army.jpg" alt="army" title="army" width="590" height="393" class="alignright size-full wp-image-4574" />Am 7. Oktober 2001 wurden mit Unterstützung von US-Truppen die Taliban aus Kabul vertrieben. Der Afghanistan-Krieg hatte begonnen. Heute, zehn Jahre später, erscheint die Bilanz dieses Militäreinsatzes als desaströs. </p>
<p>Mehr als 100.000 Soldaten sind heute dort im Einsatz. Die meisten davon Amerikaner. Aber auch rund 5.000&#xA0;Bundeswehrangehörige. Über 2.700 Soldaten sind getötet worden, darunter 53&#xA0;deutsche, dazu drei deutsche Polizisten. </p>
<p>Über die Opfer unter der Zivilbevölkerung gibt es nur Schätzungen. Sie schwanken zwischen 2.700 und 4.000&#xA0;Toten pro Kriegsjahr. Schätzungsweise 140&#xA0;Milliarden US-Dollar kostet der Einsatz jährlich. Die Bundesrepublik gab 2010 etwa 935&#xA0;Millionen Euro dafür aus. </p>
<p>Immerhin, die Taliban regieren das Land nicht mehr. Doch die Sicherheitslage hat sich nach Ansicht von Experten eher verschlechtert. Dieses Land durch Truppeneinsatz zu befrieden, hat sich als Irrtum erwiesen. </p>
<p>Das Fatale ist: Die NATO-Soldaten und ihre Verbündeten sind mittlerweile selbst Teil des Problems geworden. Sie haben neue Anlässe für neue Konflikte geschaffen. Auch das erschwert nun den bis 2014 geplanten Abzug aller ausländischen Truppen. </p>
<p>Operation gescheitert&#xA0;– dieses Eingeständnis könnte endlich zur Erkenntnis führen, dass Militäreinsätze allenfalls für einen Moment Schlimmeres verhindern können, doch nie langfristig befrieden. Das kann nur aus dem Inneren des Landes geschehen. Für die Unterstützung von Kräften in Afghanistan, die zivile Konfliktlösungen anstreben, wären die Militärmilliarden allemal sinnvoller ausgegeben worden. </p>
<p>Gelegentlich wurden all jene in den Kirchen, die dafür stritten, als blauäugig belächelt. Angesichts der Kriegsbilanz aber haben sie sich als die eigentlichen Realisten erwiesen. </p>
<p><em>Tomas Gärtner</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/10/06/zehn-jahre-krieg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Besuch vom fremden Papst</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/28/besuch-vom-fremden-papst/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/28/besuch-vom-fremden-papst/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 10:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen im Priesteramt]]></category>
		<category><![CDATA[homosexuelle Partnerschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Papstbesuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4532</guid>
		<description><![CDATA[er Papst war da und hatte kein Geschenk mit. Egal, Millionen freuten sich auch so wie beim Besuch eines selten gesehenen Vaters. 
Auch Protestanten konnten sich dem nicht ganz verschließen, als Benedikt in Erfurt der Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, leise nickend zuhörte, als er Luther lobte und sich vom EKD-Ratsvorsitzenden Schneider fast umarmen ließ. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_4541" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/09/papst2.jpg" rel="shadowbox[post-4532];player=img;"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/09/papst2.jpg" alt="Papst Benedikt XVI. bei der Verabschiedung auf dem Flughafen&#xA0;Lahr<br />
(Quelle:&#xA0;Staatsministerium&#xA0;Baden-Württemberg)" title="papst" width="300" height="376" class="size-full wp-image-4541" /></a><p class="wp-caption-text">Papst Benedikt XVI. bei der Verabschiedung auf dem Flughafen&#xA0;Lahr<br />
(Quelle:&#xA0;Staatsministerium&#xA0;Baden-Württemberg)</p></div>Der Papst war da und hatte kein Geschenk mit. Egal, Millionen freuten sich auch so wie beim Besuch eines selten gesehenen Vaters. </p>
<p>Auch Protestanten konnten sich dem nicht ganz verschließen, als Benedikt in Erfurt der Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, leise nickend zuhörte, als er Luther lobte und sich vom EKD-Ratsvorsitzenden Schneider fast umarmen ließ. Aber eben nur fast.</p>
<p>So wie diese Geste hatte vieles von dem, was der Papst in Deutschland tat und sprach, etwas Indirektes, Verschlüsseltes – letztlich etwas zutiefst Distanziertes. Dabei vermischt sich der Habitus des schüchternen Gelehrten mit seiner Theologie: Dass das Wort Gottes etwas Unzeitgemäßes, Unbequemes und Fremdes ist. </p>
<p>Das provoziert – auch die evangelische Kirche. Gut so. Denn bei aller berechtigten Kritik können auch die Protestanten von ihm lernen: Das Unbequeme und Fremde der Botschaft Gottes auszuhalten und zu verkünden. </p>
<p>Die spannende Frage wäre dann nur: Wo liegt der Kern dieses irritierenden&#xA0;– man könnte auch sagen: heiligen&#xA0;– Wortes Gottes? Liegt er in der Ablehnung von Frauen im Priesteramt, in der Verurteilung homosexueller Partnerschaften, in der Trennung beim Abendmahl? Oder liegt er in der bedingungslosen Liebe Gottes zu allen Menschen&#xA0;– in einem Ja, das zum Nein werden muss für menschenfeindliche Regeln überall, auch in den Kirchen? </p>
<p>Schade, dass Benedikt nicht bereit war zu einem wirklichen Gespräch, zum Zuhören und Ringen um die Wahrheit. Es wäre eines Gelehrten würdig gewesen&#xA0;– und erst recht eines Vaters.                    </p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/28/besuch-vom-fremden-papst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehr Demut wagen</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/21/mehr-demut-wagen/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/21/mehr-demut-wagen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 12:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt XVI.]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche und Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Papstbesuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4495</guid>
		<description><![CDATA[Der Papst spricht im Bundestag – und schon zuvor ist die Aufregung so groß, als stünde Deutschland knapp vor der Einführung eines Gottesstaats. Rund 100&#160;Abgeordnete kündigen ihr Fehlen bei der Rede Benedikts XVI. an, 20.000&#160;Menschen werden zu einer Gegendemonstration erwartet. 
Wohlgemerkt: Der Papst wurde vom Bundestagspräsidenten eingeladen, er ist Gast der deutschen Volksvertreter&#160;– man könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/09/papst1.jpg" alt="papst" title="papst" width="590" height="345" class="alignleft size-full wp-image-4502" />Der Papst spricht im Bundestag – und schon zuvor ist die Aufregung so groß, als stünde Deutschland knapp vor der Einführung eines Gottesstaats. Rund 100&nbsp;Abgeordnete <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786717,00.html">kündigen ihr Fehlen bei der Rede Benedikts XVI. an</a>, 20.000&nbsp;Menschen werden zu einer Gegendemonstration erwartet. </p>
<p>Wohlgemerkt: <a href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_09/2011_336/01.html">Der Papst wurde vom Bundestagspräsidenten eingeladen</a>, er ist Gast der deutschen Volksvertreter&nbsp;– man könnte es als Ehre sehen, beiderseits. Doch Chri­sten tun gut daran, angesichts der Kritik nicht in einen beleidigten Ton zu verfallen, wie er dieser Tage von katholischer Seite oft zu hören ist. Das ist onkelhaft und von oben herab gesprochen&nbsp;– und genau das ist das Problem. </p>
<p>Auch die verbohr­testen Religionskritiker wissen&nbsp;– wenn auch nur unscharf&nbsp;– von dem Wanderprediger Jesu, der zu Fuß bei einfachen und belächelten Menschen einkehrte. Der Papst hingegen fliegt mit großem Gefolge ein, schüttelt die Hände von Kanzlerin und Ex-Kanzler, trifft religiöse Führer und zelebriert prachtvolle Massen-Messen. Obdachlose, Flüchtlinge, Arbeitslose spricht er nicht an.</p>
<p>Wem das zu gefühlig ist, der vergisst, dass das Evangelium kein Dogmatik-Lehrbuch ist. Gott spricht zu den Herzen der Menschen. Doch in den <a href="http://www.sonntag-sachsen.de/2010/10/29/»schwer-zu-verstehen«/">Debatten um die richtige Nähe oder Distanz von Kirche und Staat</a> haben katholische wie evangelische Bischöfe zu oft die ungläubigen Zweifler belehrt und zurechtgewiesen&nbsp;– das kann nur schiefgehen. </p>
<p>Würden sie in Demut für die Sache Jesu arbeiten, auf Augenhöhe, mit Verständnis oder Liebe gar zu ihren Kritikern – auch den härtesten Atheisten würde das nicht unbeeindruckt lassen. Wer weiß, vielleicht wartet der eine oder andere von ihnen sogar darauf. Es würde mehr über die Gegenwart Christi sagen als ein Stadion-Gottesdienst.  </p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/21/mehr-demut-wagen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pflege nur noch für Reiche?</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/15/pflege-nur-noch-fur-reiche/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/15/pflege-nur-noch-fur-reiche/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 08:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bahr]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Pflegeversicherung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4436</guid>
		<description><![CDATA[Im Streit um die Zukunft der Pflegeversicherung bahnt sich eine Grundsatzentscheidung an. Politiker wie Bundesgesund­heits­mi­nister­ Daniel Bahr (FDP) setzen auf eine private Zusatzversicherung. 
Mehr Eigeninitiative – das mag manchem als berechtigte Forderung erscheinen. Doch setzt sich diese Position durch, wird damit der Weg in eine Zwei-Klassen-Pflege eingeschlagen: Rundum-Betreuung für die Reicheren, Minimalversorgung für alle, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/09/799752_55746228.jpg" alt="Foto" title="Foto" width="260" height="336" class="alignright size-full wp-image-4442" />Im Streit um die Zukunft der Pflegeversicherung bahnt sich eine Grundsatzentscheidung an. Politiker wie <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/pflegeversicherungsreform-gesundheitsminister-bahr-rechnet-mit-hoeheren-beitraegen-1719087.html">Bundesgesund­heits­mi­nister­ Daniel Bahr (FDP) setzen auf eine private Zusatzversicherung</a>. </p>
<p>Mehr Eigeninitiative – das mag manchem als berechtigte Forderung erscheinen. Doch setzt sich diese Position durch, wird damit der Weg in eine Zwei-Klassen-Pflege eingeschlagen: Rundum-Betreuung für die Reicheren, Minimalversorgung für alle, die im Berufsleben wenig beiseitelegen konnten. </p>
<p>Dass sich etwas verändern muss, soll die Pflege immer mehr Älterer finanzierbar bleiben, steht außer Zweifel. Doch am solidarischen Grundprinzip darf es keine Abstriche geben. Ob jemand im Alter auf fremde Hilfe angewiesen sein wird, kann er durch eigene Leistung nicht beeinflussen. Ihn angemessen zu pflegen, ist eine Frage der menschlichen Würde, nicht seines Jahresgehalts. Der <a href="http://www.diakonie-sachsen.de/presse/archiv211/pm26_2801.htm">Vorschlag der Diakonie</a>, bei der Beitragsberechnung neben dem Arbeitseinkommen auch Kapital- und Mieterträge zu berücksichtigen, ist der richtige Weg. </p>
<p>Die Strategie, durch mehr Wettbewerb die Pflegekosten zu minimieren, hat sich als Irrweg erwiesen. Angemessene Pflege hat ihren Preis. Wer Anreize zum Kostendumping schafft, kann nicht auf der anderen Seite die Einhaltung hoher Qualitätsstandards und Bezahlung der Pflegekräfte nach Tarif fordern. </p>
<p>Klare Kriterien dafür, was ein Pflegebedürftiger braucht, sind nötig. Sie sollten Maßstab für die Finanzierung sein. Reduziert werden muss dafür der bürokratische Aufwand, der Pflegekräfte von ihrer eigentlichen Arbeit abhält. Gebraucht werden künftig auch neue Formen: Netzwerke der Hilfe, die pflegende Angehörige, Ehrenamtliche und die Ressourcen von Pflegeheimen effektiv miteinander verbinden. </p>
<p><em>Tomas Gärtner</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/09/15/pflege-nur-noch-fur-reiche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tanz ums goldene Kalb</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/25/tanz-ums-goldene-kalb/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/25/tanz-ums-goldene-kalb/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 15:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Geldgier]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsverschuldung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4317</guid>
		<description><![CDATA[
»Geld regiert die Welt« heißt es im Sprichwort. Was das wirklich bedeutet, merken wir jetzt&#xA0;– und zwar nicht erst seit den jüngsten Schuldenkrisen. 
Der Normalbürger kann sich die Milliarden und Billionen gar nicht mehr vorstellen, die da als Staatsschulden und Anleihen durch den Weltmarkt, die Börsen und die Nachrichten geistern. 
Dabei hatte doch das System [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/08/geld.jpg" alt="geld" title="geld" width="590" height="312" class="aligncenter size-full wp-image-4324" /></p>
<p>»Geld regiert die Welt« heißt es im Sprichwort. Was das wirklich bedeutet, merken wir jetzt&#xA0;– und zwar nicht erst seit den jüngsten Schuldenkrisen. </p>
<p>Der Normalbürger kann sich die Milliarden und Billionen gar nicht mehr vorstellen, die da als Staatsschulden und Anleihen durch den Weltmarkt, die Börsen und die Nachrichten geistern. </p>
<p>Dabei hatte doch das System von Kreditaufnahme und Schuldenrückzahlung einst nur den einen Zweck: Firmen, die Geld brauchten, um eine Produktion aufzubauen, dies zu ermöglichen. Mit dem erwirtschafteten Erlös wurden dann die Schulden abbezahlt. </p>
<p>Doch auch Staaten machen Schulden, ja planen diese fest in ihre Haushalte ein. Die Bürger würden schon die nötigen Gewinne erwirtschaften, um mithilfe der Steuereinnahmen Kredite zurückzahlen zu können. </p>
<p>Doch die Schulden haben in manchen Ländern eine Höhe erreicht, die durch das eigene Steueraufkommen nie und nimmer getilgt werden kann. </p>
<p>Dazu kommt die Gier: Aus den an Börsen gehandelten Anleihen sollen immer mehr und mehr Gewinne erzielt werden. Imaginäres Geld wandert durch Computer, um irgendwo als Gewinn zu erscheinen, der auf dem Konto des Anlegers landet. Und Anleger gibt es viele. </p>
<p>Wir sind alle dabei: erhoffen Gewinnausschüttungen bei Lebensversicherungen oder Investmentfonds. </p>
<p>Und so wächst mit der Gier die Angst, dass mit dem Kartenhaus der Schulden auch die Hoffnung auf ein dickeres Bankkoto schwindet. </p>
<p>Deshalb sollten wir uns nicht wundern, wenn das Geld die Welt regiert, weil wir alle mit um das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Kalb">goldene Kalb</a> tanzen. </p>
<p>Zum Segen wird es erst, wenn wir nicht nur an uns, sondern auch an die Mitmenschen denken, die es besser gebrauchen könnten. </p>
<p>Gelegenheit ist in diesen Tagen auch dazu genug.</p>
<p><em>Christine Reuther</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/25/tanz-ums-goldene-kalb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abschottung ist keine Lösung</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/12/eingemauert/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/12/eingemauert/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 04:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Pollack]]></category>
		<category><![CDATA[evangelische Kirche in der DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Mauerbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4253</guid>
		<description><![CDATA[So wurde es uns in der Schule begründet: Die Sicherung der Staatsgrenze zum Westen musste erfolgen, weil in der DDR gut ausgebildete Fachkräfte das Land verließen. Dass heute noch jeder zehnte Berliner – wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa herausfand – die Teilung der Stadt richtig findet, lässt erschrecken. Vor allem innerhalb der Linkspartei hält sich diese abstruse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/08/Bundesarchiv_Bild_B_145_Bild-P061246.jpg" alt="Bundesarchiv_Bild_B_145_Bild-P061246" title="Bundesarchiv_Bild_B_145_Bild-P061246" width="590" height="383" class="aligncenter size-full wp-image-4254" />So wurde es uns in der Schule begründet: Die Sicherung der Staatsgrenze zum Westen musste erfolgen, weil in der DDR gut ausgebildete Fachkräfte das Land verließen. Dass heute noch jeder zehnte Berliner –<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/mauerbau-forsa-berlin/353317.php"> wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa herausfand</a> – die Teilung der Stadt richtig findet, lässt erschrecken. Vor allem innerhalb der Linkspartei hält sich diese abstruse Begründung politischen Handelns. </p>
<p>Menschen, die unter der Teilung gelitten haben, sind entsetzt. </p>
<p>Es gab nach Angaben des Museums am Checkpoint Charlie über 1000 Tote an dieser Grenze, ungezählte Familiendramen, willkürliche Inhaftierungen, Bespitzelung.</p>
<p>Mit Gewalt hält man keine Freunde, in der Enge kann kein Miteinander gedeihen. Denn viele verließen die DDR, weil sie sich nicht entfalten konnten und Kreativität im Keim erstickt wurde. </p>
<p>In dem am Montag im ZDF ausgestrahlten Spielfilm <a href="http://195.226.188.5/index.php?id=2054&amp;tx_asproduction_pi1[production]=6204&amp;cHash=344308f067">»An der Grenze« (2007)</a> fragen die Protagonisten: »Wenn man keine Wahl hat, woher weiß man, dass man auf der richtigen Seite steht?« Nur der freie Mensch kann sich für oder gegen etwas entscheiden.</p>
<p>Die evangelische Kirche in der DDR nahmen viele während der Teilung als schützendes Dach wahr. Hier dachte man über die verordnete Enge hinaus. Ihre Verdienste, den Kontakt zwischen Ost und West auch auf der Ebene von Gemeinden zu halten, und der Einsatz für Gruppen und Einzelne, sind nicht hoch genug zu schätzen. </p>
<p>Doch bleibt ein fader Beigeschmack, wie der <a href="http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2011/aug/News_Mauerbau_hat_Widerstand_erstickt.html">Religionssoziologe Detlef Pollack</a> gegenüber dem Evangelischen Pressedienst äußert: Die Kritik der Kirchen am Mauerbau sei sehr verhalten ausgefallen. Ein geschlossener und klarer Protest aber wäre das richtige Zeichen gegen staatliche Willkür gewesen. Weil es um Menschen ging&#xA0;– und auch um die plötzlich geteilte Kirche.<br />
<em><br />
Dietlind Steinhöfel</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/08/12/eingemauert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Angst des Attentäters</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/07/26/die-angst-des-attentaters/</link>
		<comments>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/07/26/die-angst-des-attentaters/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlinterpretation von Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen-Attentat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonntag-sachsen.de/?p=4153</guid>
		<description><![CDATA[n den ersten Stunden nach den Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya am vorigen Freitag waren die Rollen noch klar verteilt: Islamisten mussten die Täter gewesen sein, verkündeten selbsternannte Experten&#xA0;– und viele glaubten es gern. Um so irritierender dann die Nachricht: Der Mörder von 76&#xA0;Menschen bezeichnet sich selbst als »konservativ«, ja sogar »christlich«. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_4154" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/07/Anders_Behring_Breivik.jpg" alt="Der mutmaßliche Attentäter Anders Behring Breivik" title="Anders_Behring_Breivik" width="300" height="300" class="size-full wp-image-4154" /><p class="wp-caption-text">Der mutmaßliche Attentäter Anders Behring Breivik</p></div>In den ersten Stunden nach den Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya am vorigen Freitag waren die Rollen noch klar verteilt: Islamisten mussten die Täter gewesen sein, verkündeten selbsternannte Experten&#xA0;– und viele glaubten es gern. Um so irritierender dann die Nachricht: Der Mörder von 76&#xA0;Menschen bezeichnet sich selbst als »konservativ«, ja sogar »christlich«. </p>
<p>Eine christliche Tat? </p>
<p>Nichts weniger als das&#xA0;– sie ist es genauso wenig, wie die Untaten von al-Qaida muslimisch sind. Doch die qualvollen Bilder aus Norwegen zeigen auch die Möglichkeit einer brutalen Fehlinterpretation von Religion&#xA0;– so wie der 11.&#xA0;September&#xA0;2001. </p>
<p>Der Attentäter von Oslo und Utøya meint ganz so wie die Islamisten, die eigene Welt vor der Moderne und dem Fremden beschützen zu müssen. Beide greifen dafür zu apokalyptischen Motiven und Taten. </p>
<p>Dies nur als Wahn abzutun, hieße unbequeme Fragen an uns selbst zu unterdrücken. Denn auch hierzulande gibt es die Angst vor einer immer unübersichtlicher werdenden Welt, in der sich die Kulturen mischen. </p>
<p>Das christliche Abendland werde von Muslimen, Einwanderern und Kommunisten bedroht&#xA0;– solche Meinungen sind weit verbreitet in manchen Milieus, auch in christlichen. Es ist eine Angst, die den Keim der Gewalt in sich tragen kann.</p>
<p>Der Täter von Oslo hat diese Furcht mit Kälte und Irrsinn zu einem monströsen Massenmord zugespitzt.</p>
<p>»In der Welt habt ihr Angst«, sagte Jesus, »aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!« Christen und ihre Kirche sollten die Überwindung der Angst predigen&#xA0;– und zu leben versuchen. </p>
<p>Hunderttausende Norweger haben das in bewundernswerter Weise begriffen.</p>
<p><em>Andreas Roth</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonntag-sachsen.de/2011/07/26/die-angst-des-attentaters/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

