Ein Mittel gegen die Resignation der Ohnmächtigen

3. März 2012 von DER SONNTAG  
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Gott erweist uns seine Liebe darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch der Sündenmacht dienten.
Römer 5, Vers 8

Paulus beschäftigt sich mit der Frage: Wie können wir die Hoffnung auf eine Verwandlung dieser Welt, auf das Anbrechen der Neuen Welt Gottes bezeugen, obwohl täglich Gewalt und Unrecht unsere Welt beherrschen.

Antje Hinze ist Frauenpfarrerin der sächsischen Landeskirche.

Antje Hinze ist Frauenpfarrerin der sächsischen Landeskirche.

Paulus erlebte die unterdrückende Macht- und Unterwerfungspolitik des Imperium Romanum und litt mit vielen unter dieser totalitären Macht, für die manche Menschen überhaupt nichts wert waren. Gegen den Zweifel und die Resignation der Ohnmächtigen setzt Paulus die Erfahrungen der Liebe Gottes: Ihr habt doch erlebt, dass ihr standhalten konntet und habt euch darin gegenseitig gestärkt! So wirkt die heilige Geistkraft! Darin erweist sich die Liebe Gottes!

Das größte Zeichen dieser Liebe Gottes ist für Paulus Jesus Christus: Er starb für uns, als wir noch der Sündenmacht dienten. Er setzte sein ganzes Leben ein für Menschen, die keine Perspektive sehen, weil sie in die Strukturen dieser Welt verstrickt sind und sich daraus nicht befreien können. Jesu Hingabe war nicht umsonst. Also erinnert euch an eure eigenen Erfahrungen mit der Liebeskraft Gottes.

Ich selbst empfinde es immer mehr als Trost, wenn mir alte Frauen aufmunternd sagen: Ach, Frau Pfarrer, der liebe Gott hat mich damals bewahrt, so wird er auch Ihnen beistehen. In welche Sündenmächte sind Sie verstrickt? Welche Erfahrungen helfen Ihnen, trotzdem zu hoffen und anders zu leben?

Antje Hinze