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	<title>⇒ DER SONNTAG [Sachsen] &#187; Tomas Gärtner</title>
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	<description>Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens</description>
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		<title>Organspende ist keine Pflicht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 14:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Barmer GEK]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Organspende]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Gärtner]]></category>

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&#xA0;
Eigentlich könnten die Befürworter der Organspende frohlocken: Zwei Drittel der Deutschen wären bereit, einem schwer Erkrankten ein Organ zu überlassen, wie die Bertelsmann-Stiftung und die Krankenkasse Barmer GEK in einer Studie ermittelt haben. Rund 12 000 Patienten warten der Deutschen Stiftung Organtransplantation zufolge in der Bundesrepublik auf eine Niere, eine Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2011/12/hospital.jpg" alt="Hospital" title="Hospital" width="580" height="435" class="alignnone size-full wp-image-5135" /><br />
&#xA0;<br />
Eigentlich könnten die Befürworter der Organspende frohlocken: Zwei Drittel der Deutschen wären bereit, einem schwer Erkrankten ein Organ zu überlassen, wie die Bertelsmann-Stiftung und die Krankenkasse Barmer GEK in einer Studie ermittelt haben. Rund 12 000 Patienten warten der Deutschen Stiftung Organtransplantation zufolge in der Bundesrepublik auf eine Niere, eine Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse. Gemessen daran ist die Zahl jener, die einen Spenderausweis besitzen, zu gering. </p>
<p>Mehr als 1100 Patienten sind im vergangenen Jahr gestorben. Verständlich also, wenn Politiker wie Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Druck machen. Scheint nun ein Hoffnungsschimmer für die schwer Erkrankten auf?</p>
<p>Nein, noch kann davon keine Rede sein. Denn&#xA0;– auch dies hat die Studie gezeigt: Die Unsicherheit bleibt groß, eine Entscheidung anspruchsvoll. Setzt sie doch voraus, dass man sich mit solch komplizierten Grenzfragen wie der nach dem Hirntod beschäftigen muss&#xA0;– jenem Zeitpunkt also, an dem Organe entnommen werden könnten. Bedenken bleiben: Kann man von einem Menschen, dem dies widerfährt, würdig Abschied nehmen? Und sind die Erfolgsaussichten, mit einem Spenderorgan auf Dauer zu überleben, nicht zu gering?</p>
<p>Die Position der Evangelischen Kirche in Deutschland ist eindeutig: Sie ermutigt zur Organspende. Sie könne ein Akt der Nächstenliebe über den Tod hinaus sein. Aber sie erklärt das nicht zur Christenpflicht. Sie lehnt daher auch die Widerspruchsregelung ab, bei der jedem, der nicht ausdrücklich ablehnt, Zustimmung unterstellt wird. Angesichts des hohen Bedarfs ist Information nötig&#xA0;– keineswegs moralischer Druck.</p>
<p><em>Tomas Gärtner</em></p>
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		<title>Beten und Helfen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 12:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Gärtner]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgebetstag]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässe, über den eigenen Tellerrand zu schauen, sollten uns Christen willkommen sein. Mit dem »Weltgebetstag«, der am 5. März in 170 Ländern gefeiert wird, steht ein solcher Anlass bevor. Die Liturgie des Gebetstages wird von Frauen vorbereitet, in diesem Jahr von Frauen aus dem afrikanischen Kamerun. Eingeladen aber sind auch Männer, Kinder, Jugendliche. Die Situation von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässe, über den eigenen Tellerrand zu schauen, sollten uns Christen willkommen sein. Mit dem <a href="http://www.weltgebetstag.de/">»Weltgebetstag«, der am 5. März in 170 Ländern gefeiert wird</a>, steht ein solcher Anlass bevor. Die Liturgie des Gebetstages wird von Frauen vorbereitet, in diesem Jahr von Frauen aus dem afrikanischen Kamerun. Eingeladen aber sind auch Männer, Kinder, Jugendliche. Die Situation von Frauen steht zwar im Mittelpunkt, aber es geht um die großen Zusammenhänge in der Welt – und die gehen alle an, weil alle in sie verflochten sind. </p>
<div id="attachment_1584" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2010/02/1122915_24103000.jpg" alt="Foto: Lionel Titu (sxc.hu)" title="Betende Hände" width="560" height="420" class="size-full wp-image-1584" /><p class="wp-caption-text">Foto: Lionel Titu (sxc.hu)</p></div>
<p>In Kamerun zum Beispiel werfen europäische Hersteller massenhaft Hähnchenteile und Milchpulver zu niedrigen Preisen auf den Markt. Einheimische können vom Verkauf ihrer eigenen Produkte kaum noch leben. Das ist eine ökonomische, keine reine Frauenfrage. Wenngleich die Leidtragenden zumeist Frauen sind. Denn sie bilden die Mehrheit jenes Dreiviertels der Bevölkerung, das in der Landwirtschaft beschäftigt ist. </p>
<p>Die Projekte, die mit Spendengeldern des Weltgebetstages unterstützt werden, stärken die Position von Frauen. Und sie leisten Hilfe, die langfristig Wirkung zeigt.</p>
<p>Doch der Weltgebetstag ist mehr als eine reine Hilfsaktion. Die Liturgie der Frauen setzt unserer westlich-europäischen, auf Probleme und Hilfe orientierten Perspektive eine andere entgegen. Erfahren können wir in diesem Jahr zum Beispiel, dass es den schwer arbeitenden Frauen in diesem armen Land wichtig ist, Gott zu loben. Auch wenn uns das schlicht und fromm erscheinen mag – den Frauen in Kamerun hilft das, gerade in schweren Zeiten. </p>
<p>Und der Weltgebetstag erinnert uns daran, dass ebenso wichtig wie Spendengelder die geistige Haltung ist, die hinter all dem steht: Ein informiertes, seinen Horizont erweiterndes Christentum, für das Beten und Handeln zusammengehören. </p>
<p><em>Tomas Gärtner</em></p>
<p><a href="http://www.weltgebetstag.de/">Weltgebetstag im Internet</a></p>
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		<title>Isoliert</title>
		<link>http://www.sonntag-sachsen.de/2009/12/03/isoliert/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 16:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion DER SONNTAG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Babyklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesfamilienministerin Kristina Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Ethikrat]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Gärtner]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Babyklappe ist keine zufriedenstellende Lösung. Zumindest in dieser Hinsicht haben die Mitglieder des Ethikrates recht. Jedes Kind sollte als Jugendlicher zumindest die Möglichkeit haben zu erfahren, wer seine Eltern sind. Natürlich sind Babyklappe oder anonyme Geburt stets nur Notlösungen, die Schlimmeres verhindern wollen. Wenn sie auch nur das Leben eines einzigen Kindes retten, haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1142" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2009/12/1243536_71180447.jpg" alt="Foto: Katerina Chuchuva, sxc.hu" title="1243536_71180447" width="560" height="373" class="size-full wp-image-1142" /><p class="wp-caption-text">Foto: Katerina Chuchuva, sxc.hu</p></div>
<p>Die Babyklappe ist keine zufriedenstellende Lösung. Zumindest in dieser Hinsicht haben die <a href="http://www.ethikrat.org/de_presse/pm2009_006.php">Mitglieder des Ethikrates recht</a>. Jedes Kind sollte als Jugendlicher zumindest die Möglichkeit haben zu erfahren, wer seine Eltern sind. Natürlich sind Babyklappe oder anonyme Geburt stets nur Notlösungen, die Schlimmeres verhindern wollen. Wenn sie auch nur das Leben eines einzigen Kindes retten, haben sie ihre Berechtigung – solange es keine bessere Alternative gibt. </p>
<p>Doch die Diskussion darüber sollte um eine viel wichtigere ergänzt werden: Wie lässt sich verhindern, dass junge Frauen in jene Notlagen geraten, in denen sie ihr Kind aussetzen oder, schlimmer noch, es umbringen? In all diesen Fällen sind sie während der Niederkunft, in einem Moment, in dem sie so bedürftig nach dem Beistand anderer Menschen sind wie sonst nie, allein gelassen. Da sind Affekthandlungen nicht auszuschließen. </p>
<p>Ein jeder solcher Extremfälle ist Symptom für ein Versagen der Mitwelt, die diese Isolation nicht hat verhindern kann. Oft hängt die mit Arbeitslosigkeit und Armut zusammen. Nehmen die zu, werden sich immer mehr ganze Familien isolieren. Deswegen wäre es fatal, wenn beim geplanten Betreuungsgeld nicht differenziert vorgegangen und damit sozialen Problemfamilien der Rückzug aus Betreuungsangeboten für ihre Kinder noch geebnet wird. Die Skepsis der neuen Bundesfamilienministerin Kristina Köhler hierbei ist berechtigt und sollte Anlass sein, eine sorgfältigere gesetzliche Regelung zu schaffen. </p>
<p>Einer Studie der Stiftung »Pro Kind« zufolge helfen schon regelmäßige Hausbesuche in sozial benachteiligten Familien, drohende Entwicklungsstörungen bei Kindern zu vermeiden. Vielleicht auch Schlimmeres.</p>
<p><em>Tomas Gärtner</em></p>
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