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Christen und Muslime feiern gemeinsam

Zum Tag der Deutschen Einheit treten in Dresden die Religionsgemeinschaften gemeinsam auf
Mandy Weigel
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Verschiedene Religionen – ein Statement: am Sonntag wird das »Dresdner Wort der Religionen« unterzeichnet und veröffentlicht.

Beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit am kommenden Wochenende in Dresden wird es einen gemeinsamen Auftritt von sechs sächsischen Religionsgemeinschaften geben. Unter dem Motto »Verschieden glauben – gemeinsam leben« werden Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Sikhs und Bahais sich in einem Zelt neben der Kreuzkirche präsentieren und Besuchern Rede und Antwort stehen.

»Wir wollen die religiöse Vielfalt in Sachsen zeigen und gleichzeitig ganz praktisch deutlich machen, dass ein Miteinander dieser Religionen möglich ist«, sagt Tabea Köbsch, die als Mitarbeiterin der Landeskirche zum Vorbereitungsteam gehört.

Gerade jetzt, wo in der Öffentlichkeit viel über das Verhältnis von Religion und Gesellschaft gesprochen werde, möchten die Religionsgemeinschaften mit den Bürgern ins Gespräch kommen. »Wir wollen miteinander und nicht übereinander reden. Nur in der persönlichen Begegnung und im Gespräch können Vorurteile und Trennendes überwunden werden«, so die Organisatoren. Ein friedliches Miteinander könne gelingen, wenn kulturellen und religiösen Unterschieden mit Respekt begegnet werde.

Damit dieses Anliegen weitreichende Beachtung findet, haben sich alle Beteiligten im Vorfeld auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt – das »Dresdner Wort der Religionen«. Dieses wird am Sonntag 13 Uhr auf der Bühne an der Kreuzkirche in einer öffentlichen Verlesung bekannt gegeben und unterzeichnet.

»Die Begegnung mit anderen Religionen, aber auch die Aufgabe, sich als Christen verschiedener Konfessionen einmal gemeinsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren, haben wir als eine große Bereicherung erlebt«, so Tabea Köbsch. »In der Vorbereitung unseres christlichen Standes haben wir überlegt, welche Fragen die Bürgerinnen und Bürger wohl an uns Christen stellen werden und welche Gemeinsamkeiten wir haben. Da ist natürlich die Bibel. Aber darüber hinaus ist es gar nicht so einfach, Materialien zu finden, die in einfacher Weise die christliche Religion und die einzelnen Konfessionen erklären.“ Aber dieses Erklären sei wichtig, weil in Ostdeutschland nicht nur das Wissen über andere Religionen, sondern auch das Wissen über das Christentum vielerorts fehle. Die Haltung zu Religion insgesamt sei hier kritisch, weshalb es notwendig sein, auf Grundsätze wie die Religionsfreiheit hinzuweisen.

Das »Dresdner Wort der Religionen« kann nach Veröffentlichung auch online unterzeichnet werden.

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