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Wittenberg muss warten

Uwe Naumann
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Waren Sie zum Reformationsjubiläum schon in Wittenberg? Ich noch nicht. Den großen Abschlussgottesdienst zum Kirchentag habe ich im Fernsehen verfolgt. Und die Weltausstellung Reformation sowie andere Ausstellungen wie das Wittenberg-Panorama oder zeitgenössische Kunst haben mich bislang noch nicht so gereizt.

Dass auch viele andere Menschen noch kein übermäßiges Interesse am sogenannten Reformationssommer in Wittenberg hatten, muss nicht erst die aktuelle Halbzeitbilanz der Organisatoren zeigen. Von Massenaufläufen abseits der historischen Stätten hat noch niemand berichtet, weder an den Kassen der Veranstalter noch in den sieben Torräumen der Weltausstellung. Vielmehr beklagt der Jubiläumsverein »r2017« das Gegenteil, obwohl Woche für Woche extra Konzerte und Diskussionen geboten werden.

Warum sollte es im Reformationssommer von Wittenberg auch anders sein als bei den Kirchentagen auf dem Weg in Mitteldeutschland? Auch dort gab es viele gute Veranstaltungen, die aber mangels Gästen in die Kritik gerieten. Das Angebot fand kaum Nachfrage.

Die Weltausstellung hat jedoch einen Vorteil. Sie zieht sich über Wochen und die Veranstalter können noch reagieren. So haben sie mittlerweile das Kombiticket eingeführt für günstigeren Eintritt zu mehreren Attraktionen. Eine Werbung zusammen mit den historischen Lutherstätten wäre auch nicht schlecht. Dann würde mancher Tourist von den üblichen Reiseführer-Pfaden auch mal abweichen. Und schließlich sollten die Veranstalter ihre Erwartungen herunterschrauben.

Das Kombiticket und ein schönes Konzertangebot haben mich jedenfalls jetzt angestachelt. Lange muss Wittenberg nicht mehr auf mich warten.

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