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Von Renate Haller
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Jahrelang waren die Schlagzeilen erfreulich, der Hunger in der Welt wurde weniger. Der Welthungerindex 2018 sieht nun aber eine Umkehr. Er nennt 821 Millionen Menschen auf der Welt, die hungern. Das sind 26 Millionen mehr als noch vor drei Jahren. Die Gründe für das Elend sind vielfältig und oft kompliziert. Neben Krieg und Vertreibung spielen Handelsbeziehungen eine Rolle, etwa subventionierte Lebensmittel aus Europa, die afrikanische Märkte kaputt machen. Oder monopolisierte Märkte für Saatgut, die Kleinbauern in den Ruin treiben.

Ein weiteres, gravierendes Problem ist die Klimaerwärmung. Dürren und Flutkatastrophen vernichten Ernten, der Anstieg des Meeresspiegels nimmt Menschen fruchtbares Ackerland und ihre Heimat. Vergangene Woche haben Forscher die aktuelle Bestandsaufnahme zur Veränderung des Klimas vorgelegt. Das Ergebnis: Die Begrenzung der Erderwärmung um 1,5 Grad ist theoretisch möglich, bedarf praktisch aber sofortiger und großer Anstrengungen. So muss etwa bis 2050 der Kohlendioxidausstoß auf Null gesunken sein.

Klimaflüchtlinge gibt es schon heute, und alle Prognosen weisen auf die Zunahme ihrer Zahl hin. Gelingt es aber, die Erwärmung des Planeten einzudämmen, hat das auch Folgen für die Flüchtlingsbewegungen. Bei einer Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles können Millionen Menschen mehr in ihren Dörfern und Städten bleiben als bei einem Anstieg um zwei Grad. Eine Aussicht, die zum Handeln motivieren sollte: Zum Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle, zum Umstieg auf erneuerbare Energien, zu einer klimaneutralen Landwirtschaft, zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Langfristig müssen globale Entwicklungen dazu führen, Kriege zu vermeiden und die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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