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Anmeldungen sollen Gottesdienstbesuche steuern

Trotz Lockerungen keine Veranstaltungen in Thomas- und Frauenkirche
epd
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Frauenkirche Dresden
© Steffen Giersch

Sächsische Kirchgemeinden reagieren sehr unterschiedlich auf die seit Montag geltenden Corona-Lockerungen für Gottesdienste. In der Leipziger Thomaskirche werden erst einmal weiter keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert. Auch die Dresdner Frauenkirche bleibt für die Öffentlichkeit geschlossen. Dagegen planen die Kreuzkirche und die Martin-Luther-Kirche in Dresden an den nächsten beiden Sonntagen Gottesdienste mit Anmeldungen, wie die Gemeinden am Dienstag mitteilten. Damit sollen die Besucherströme reguliert werden.

Etliche Gemeinden setzen auf Kurzgottesdienste, und zwar mehrere hintereinander. Religionsgemeinschaften dürfen sich in Sachsen seit Montag wieder mit bis zu 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern versammeln. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 3. Mai. Die großen Kirchen in Sachsen zählen an Sonntagen mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher.

In der Dresdner Kreuzkirche am Altmarkt soll es für die 15 erlaubten Personen Einladungslisten geben, sagte Pfarrer Holger Milkau dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es werde "eine Reihe von Namen der Menschen zusammengestellt, die ganz fest und treu an den normalen Gottesdiensten teilnehmen". Bevorzugt würden Alleinstehende. Es werde im Voraus eine telefonische Abfrage erfolgen. Falls die angefragte Person von einem Gottesdienstbesuch absieht, gebe es Nachrücker auf der Liste.

Die Dresdner Martin-Lutherkirche im Stadtteil Neustadt plant an Sonntagen drei aufeinanderfolgende Kurzgottesdienste. Um Wartezeiten sowie Ansammlungen von Menschen zu vermeiden, sollten sich Interessierte im Vorfeld anmelden, sagte Pfarrer Eckehard Möller dem epd in Dresden. In der Regel kommen sonntags zwischen 60 bis 120 Menschen in die Lutherkirche, bei Taufen und an kirchlichen Festtagen weit mehr.

Auch in der Lukaskirche im Dresdner Süden werden drei aufeinanderfolgende Kurzgottesdienste angeboten. Sie sollen etwa 20 Minuten dauern. Es werde zudem darüber nachgedacht, kurze Formate in den Dresdner Kirchen auch unter der Woche anzubieten, sagte Milkau. Zudem planen am Sonntag Gemeinden in den Regionen Kurzgottesdienste, etwa in Bischofswerda, Schmölln und Putzkau.

Für die Leipziger Thomaskirche sind Gottesdienste mit nur 15 Teilnehmern dagegen keine Option. "Selbst wenn wir zehn Gottesdienste hintereinander anbieten, riskieren wir vor der Tür einen Ansturm der Risikogruppen und werden dennoch Menschen abweisen müssen", sagte Thomaskirchenpfarrerin Britta Taddiken. Die Gemeinde erarbeite daher aktuell ein Konzept, mit dem sich alle Abstands- und Hygieneregeln einhalten ließen. Dieses solle bei den Behörden eingereicht werden. Ziel sei es, demnächst zwei oder drei verkürzte Sonntagsgottesdienste feiern zu können.

Auch die Dresdner Frauenkirche konzentriert sich bis auf weiteres nur auf digitale Angebote. Die derzeitige Regelung sei nicht für Citykirchen wie die Frauenkirche gedacht, sagte der Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, Sebastian Feydt. "Wir setzen daher derzeit weiterhin auf soziale Medien und senden Grüße und Impulse", fügte er hinzu.

Allerdings soll Mitte Mai eine Trauung in der Frauenkirche stattfinden - wenngleich im vermutlich kleinsten Kreis von 15 Personen. Sobald es die gesundheitliche Lage zulasse, werde die Frauenkirche ihre Türen für die Öffentlichkeit wieder öffnen, sagte Feydt.

Internet:
www.kirchspiel-dresden-neustadt.de

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