Bischof Bilz: Weihnachten entfaltet auch im Chaos seine Kraft

(epd)
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Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz vertraut auf die Kraft der christlichen Weihnachtsbotschaft trotz aller Einschränkungen in Corona-Zeiten. "Ich empfinde einen Schmerz im Blick auf alles das, was nicht sein kann", sagte Bilz dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dresden. Andererseits sei er "voller Zuversicht, dass das, was das Weihnachtsfest ausmacht, trotzdem zum Zuge kommen wird." Die Geschichte von der Geburt Christi habe "alles, was Menschen berühren kann, die gerade in Schwierigkeiten stecken". An der biblischen Weihnachtsgeschichte sei nichts romantisch. "Vieles von dem, was wir aus Weihnachten gemacht haben, finden wir dort nicht", sagte der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Zugleich appellierte der Bischof, auch in schwierigen Zeiten zuversichtlich zu bleiben. "Ich möchte die Menschen ermutigen, die Situation anzunehmen und zu sagen: Es ist jetzt so, wie es ist. Lasst uns schauen, das zu tun, was jetzt notwendig ist." Die Menschen sollten "in eine positive Grundhaltung hineinkommen und das Leben, auch das Gemeindeleben, unter schwierigen Umständen gestalten.

Vor dem Hintergrund der Pandemie gelte es in diesem Jahr, "den Kern der Weihnachtsgeschichte auf vielfältigen, alternativen Wegen zu den Menschen zu bringen". Das sei auch eine "riesengroße Chance". So sollten zum Beispiel Gemeindemitglieder vor die Altenheime und Krankenhäuser ziehen und dort - unter Einhaltung der Corona-Regeln - die Weihnachtsbotschaft überbringen. Auch die medialen Möglichkeiten wie etwa Livestream-Gottesdienste würden genutzt. Das MDR-Fernsehen überträgt unter anderem am 24. Dezember eine ökumenische Christmette aus dem Dresdner Universitätsklinikum. "Wenn man mit den Menschen zusammenkommen will, muss man dorthin gehen, wo sie sind und Möglichkeiten eröffnen, dass sie Gott begegnen können", sagte Bilz. "Was wir aber auch brauchen ist, dass die Menschen zu uns kommen können", fügte er hinzu. Die Kirchen müssten daher geöffnet sein. "Die Gelegenheit zum Gebet wollen wir geben", betonte der Bischof, "das muss unbedingt möglich sein." Er selbst wünsche sich, "dass von Weihnachten in dieser schwierigen Situation Ermutigung ausgeht". Wegen der Pandemie finde das Fest "vor einem etwas dunkleren Hintergrund" statt. Er sei aber überzeugt, dass "mitten im Chaos Weihnachten seine Kraft entfaltet".

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