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Bischof Rentzing ermahnt zu Verantwortung jedes Einzelnen

Freundlichkeit, Menschenliebe und Zugewandtheit wichtig
so
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Landesbischof Rentzing
© W. Sturm

Am Sonntag, dem 11. November, startet in den Kirchgemeinden die Friedensdekade, die sich jährlich mit den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beschäftigt. 2018 steht sie unter dem Motto »Krieg 3.0«. Zeitgleich wird auch an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing hat zu diesem Anlass ein Mahnwort an die Gemeinden der Landeskirche gesandt, das am 11. November sachsenweit in allen Gottesdiensten verlesen wurde. Er ruft darin Christen zu Freundlichkeit und Menschenliebe im Sinne Jesu und gegen Hetze auf: »Freundlichkeit und Menschenliebe zeigen sich nicht nur in der Zugewandtheit zu unseren Nächsten, sondern auch im Umgang mit politisch-gesellschaftlichen Vorstellungen, die uns persönlich fremd sind.«

Menschenliebe zeige sich »im Umgang mit denen, die Hilfe nötig haben«, so Rentzing. »Zu ihnen gehören Kranke und Einsame oder Menschen mit Behinderungen ebenso wie die sozial Benachteiligten.« Auch jene, »die vor Not und Gewalt aus ihrer Heimat in unser Land fliehen, um hier Schutz und ihr Glück zu suchen.«

Er erinnere gerade jetzt daran, weil aktuelle »Äußerungen von Menschenfeindlichkeit und Boshaftigkeit« die »Herzen und die Welt, in der wir leben, bedrohen«. Gerade die Zeit zum Ende des Kirchenjahres sei für Christen »eine besondere Zeit der Selbstprüfung«. Sie suchten nach »Wegweisung« und blickten auf »Christus, den Orientierungsgeber unseres Lebens«, heißt es in dem Text. In Christus sei »Gottes Freundlichkeit und Menschenliebe in unserer Welt erschienen. »Eine Haltung, die im Fremden nur den Feind und nicht den Menschen sieht, ist nicht mit der christlichen Haltung der Freundlichkeit und Menschenliebe vereinbar, zu der wir in der Nachfolge Christi aufgefordert sind«, so der Bischof.

Er ermutigte dazu, von »dieser Haltung der Freundlichkeit und Menschenliebe nicht abzulassen und sie überall in das Leben und in die Gesellschaft, zu der wir gehören, einzutragen.« In Christus sei Gottes Freundlichkeit und Menschenliebe in die Welt gekommen. »In der Nachfolge Christi kann für uns beides Wirklichkeit werden.« Darin liege »Segen für unser Land«, so der Landesbischof.

Der gesamte Wortlaut der Kanzelabkündigung, die am 11. November 2018 in den Gottesdiensten verlesen wurde, ist hier zu finden.

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