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Diakonie-Ausstellung macht Station in Chemnitz

epd
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© Website Diakonie

Die Wanderausstellung »Kunst trotz(t) Ausgrenzung« der Diakonie Deutschland kommt erstmals nach Ostdeutschland. Mit ihren gut 200 Exponaten ist sie vom 12. März bis 1. Mai in Chemnitz zu sehen, wie die Diakonie Sachsen am Dienstag in Radebeul mitteilte. Die Ausstellungsbeiträge von mehr als 50 Künstlern wendeten sich gegen Fremdenfeindlichkeit und jede Form von Ausgrenzung, hieß es.

Zu den beteiligten Künstlern zählen den Angaben zufolge Christo und Klaus Staeck sowie Literaturnobelpreisträger Günter Grass und »BAP«-Sänger Wolfgang Niedecken. Ausgestellt wird unter anderem die neun Tonnen schwere Skulptur »Odyssee« aus Metall, Holz und Tausenden Nägeln. Das Kunstwerk, das der hessische Künstler Georg-Friedrich Wolf gemeinsam mit Flüchtlingen geschaffen hat, symbolisiere ein gestrandetes Floß, hieß es.

»In den letzten Jahren haben rechtspopulistische Bewegungen enormen Aufschwung erlebt«, sagte Ausstellungskurator Andreas Pitz. Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag seien »rechte Parolen und völkische Ideologien hoffähig geworden«, erklärte er. Diesen Tendenzen zur Ausgrenzung wolle sich die Ausstellung entgegenstellen. Zeitgenössische Kunst sei ein ideales Medium, um »gesellschaftlich relevante Themen in der Öffentlichkeit aus einer neuen Perspektive in den Blick zu nehmen und in die Mitte der Gesellschaft zu tragen«, sagte Pitz.

Sachsens Diakonie-Direktor Dietrich Bauer bezeichnete die Schau als »nötige Zeitansage und ein Bekenntnis zu einer vielfältigen und inklusiven Gesellschaft«. Die Wahl des Ausstellungsortes sei indes »lange vor den Ereignissen, für die der Name Chemnitz jetzt leider steht«, getroffen worden, erklärte Bauer mit Blick auf die teilweise gewalttätigen rechten Proteste in der Stadt im August und September. Die Ausstellung wolle ein Zeichen setzen, »dass in Chemnitz auch Weltoffenheit, Toleranz und Respekt gelebte Wirklichkeit sind«, betonte Bauer.

Die Schau war den Angaben nach im Februar 2018 auf der Kunstausstellung »documenta« in Kassel eröffnet worden und anschließend in Braunschweig zu sehen gewesen. Nach der Station in Chemnitz soll sie nach Stuttgart weiterziehen. Sie ist Teil des Bundesprogramms »Demokratie leben!« und wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.

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