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Diakonie Sachsen: Mehr Schwangere beraten, aber auch mehr Abbrüche

epd
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© Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Knapp 1.900 schwangere Frauen haben im vergangenen Jahr das Beratungsangebot der Diakonie Sachsen in Anspruch genommen. Damit stieg die Zahl der Beratungen zu Konflikten in der Schwangerschaft erstmals seit 2003 wieder an, wie die Diakonie Sachsen am Mittwoch in Radebeul mitteilte. In den landesweit 19 Beratungsstellen wurden 2016 insgesamt 2.033 Gespräche geführt. 2015 hatte die Diakonie rund 1.670 Schwangere in gut 1.800 Gesprächen betreut.

Zudem stieg laut Diakonie die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche von 5.083 im Vorjahr auf 5.368 im Jahr 2016. Bundesweit sei sie dagegen im gleichen Zeitraum von knapp 99.250 auf rund 98.720 gesunken. Eine eindeutige Erklärung für den gegenläufigen Trend im Freistaat gebe es nicht, sagte Wilfried Jeutner von der Diakonie Sachsen. »Was unsere Beraterinnen signalisieren, deutet auf komplexe Ursachen hin«, betonte er.

So führten etwa die Ansprüche, was man einem Kind bieten müsse, zur Überforderung der eigenen Möglichkeiten. »Andererseits reichen die seelischen Ressourcen nicht aus«, sagte Jeutner. Auch werde ein drittes oder viertes Kind bisweilen als Überforderung empfunden.

Im vergangenen Jahr nannten die Frauen in Sachsen den Angaben zufolge psychische oder physische Überforderung als Hauptgrund für eine Beratung (43 Prozent). Damit wurden finanzielle Probleme (32 Prozent) als bislang häufigster Beratungsanlass abgelöst. 40 Prozent der Frauen gaben als Beratungsgrund an, aktuell keinen Kinderwunsch zu haben, für ein Drittel waren Probleme in der Partnerbeziehung Anlass zur Beratung. Mehrfachnennungen waren möglich.

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1 Lesermeinungen zu Diakonie Sachsen: Mehr Schwangere beraten, aber auch mehr Abbrüche
Britta schreibt:
20. April 2017, 20:08

Einfach furchtbar, dieser Kindermord. Überhaupt nicht aus gesundheitlicher oder sozialer Indikation, schon gar nicht wegen Vergewaltigungen etc. Einfach nur wegen dem anerzogenen Bewußtsein, daß es völlig normal ist, sein Kind, was eben gerade nicht in die eigene Lebensplanung paßt, umzubringen. Da würde ich mir auch mehr Bewußtseinsbildung seitens der Kirchen wünschen, statt entsprechende Veranstaltungen wie den Marsch für das Leben zu boykottieren (s. Kirche Berlin-Brandenburg-schles. Oberlausitz). Aber, ja, die Kirche hat andere Sorgen: daß ja alle genuinen und modernen Geschlechtervorstellungen berücksichtigt werden, und daß ihr Kreuz keine Haken hätte. Frohe Botschaft? Fehlanzeige, Ostern war vorvorgestern!
Herr vergibt ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

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(Johannes 10,9)

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