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Die Schule ruft

Sachsen nimmt Schulbetrieb schrittweise auf
(epd)
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Unterricht Schulpflicht Corona
© Tim Reckmann/pixelio.de

Sachsen hebt nach einem Kabinettsbeschluss generelle Ausgangsbeschränkungen von Montag an wieder auf. Allerdings gebe es wegen der Corona-Pandemie weiter Kontaktbeschränkungen, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwochabend in Dresden. Wie bislang ist es erlaubt, das Haus mit den Mitgliedern aus dem eigenen Hausstand oder einer weiteren Person zu verlassen.

"Durch kluges Agieren haben wir es geschafft, dass die Zahl der Infektionen nicht weiter gestiegen ist", sagte Kretschmer. Das Virus sei aber "nach wie vor in der Welt". Weiter betonte Kretschmer: "Wir sind auf einem dünnen Eis." Daher müsse maßvoll gehandelt werden.

Von Montag an werden laut Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die Schulen in Sachsen schrittweise wieder öffnen. Zunächst sollen demnach die Abiturienten an den Gymnasien unterrichtet werden, von Mittwoch an auch die Abschlussklassen an den Berufsschulen und Oberschulen. Nach zwei bis drei Wochen soll über weitere Klassenstufen entschieden werden.

Ein regulärer Unterricht finde nächste Woche aber noch nicht statt, sagte Piwarz, lediglich die Prüfungsvorbereitungen würden ermöglicht. Allerdings könnten die Schülerinnen und Schüler wegen der Schutzmaßnahmen nicht im klassischen Klassenverband zusammenkommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesländer hatten sich zuvor auf die weitere Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens größtenteils bis mindestens 3. Mai verständigt. Ein schrittweiser Schulstart in den Ländern soll vom 4. Mai an erfolgen. Schon von Montag an dürfen aber Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen.

Das Gebot zum Halten von Abstand zu anderen Personen im öffentlichen Raum soll weiter eingehalten werden. Zudem empfehlen Bund und Länder das Tragen einfacher Schutzmasken insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es bisher nicht.

Großveranstaltungen werden dem Bund-Länder-Beschluss zufolge bis 31. August verboten. Grundschulen und Kitas bleiben demnach vorerst geschlossen. Die Verbote für Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen sollen zunächst bestehen bleiben. Über die Folgen der Einschränkungen des religiösen Lebens in der Krise will das Bundesinnenministerium am Freitag mit Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften sprechen. Bund und Länder wollen sich zudem am 30. April über mögliche weitere Lockerungen verständigen.

Die derzeitigen Corona-Einschränkungen gelten bis zum Sonntag (19. April). Wissenschaftler der Nationalen Akademie Leopoldina in Halle hatten eine baldige Rückkehr zum Schulbetrieb sowie eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Behörden empfohlen.

Bis Mittwoch waren laut Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in Sachsen nachweislich mehr als 4.000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

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