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Diktaturbeauftragte fordert Erhalt von BStU-Außenstelle

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© birgitH/pixelio.de

Die Brandenburger Diktaturbeauftragte Maria Nooke fordert den Erhalt der von Schließung bedrohten Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) in Frankfurt an der Oder. Für die Bildungsarbeit, aber vor allem auch für die Bürger Brandenburgs, die Einsicht in ihre Stasi-Akten oder die ihrer Angehörigen nehmen möchten, reiche es nicht aus, auf die Zentrale in Berlin zu verweisen. In dem Flächenland sei die BStU-Außenstelle in Frankfurt an der Oder einer der wichtigsten regionalen Partner bei der Aufarbeitung von SED-Unrecht, erklärte Nooke am Dienstag in Potsdam.

»Insbesondere die Bürgerinnen und Bürger an der Peripherie unseres Landes sollten nicht in dem Gefühl bestärkt werden, vom politischen Entscheidungsprozess verdrängt zu werden«, warnte Nooke. Brandenburg sei bereits jetzt das einzige der ostdeutschen Länder, dass nur eine BStU-Außenstelle habe, während in allen anderen Ländern zwei, beziehungsweise drei Einrichtungen bestehen. »Eine Außenstelle der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen muss im Land Brandenburg erhalten bleiben«, sagte Nooke.

Wegen der nachlassenden Nachfrage nach den Stasi-Akten soll die Stasi-Unterlagenbehörde in den kommenden Jahren verkleinert werden. Nach den Empfehlungen einer Experten-Kommission und einem entsprechenden Bundestagsbeschluss sollen die Akten unter das Dach das Bundesarchivs geführt werden und die Außenstellen in die jeweilige Gedenkstättenlandschaft eingebettet werden. Die Kommission hat dabei mindestens eine Außenstelle pro Bundesland vorgeschlagen.

Die nachlassende Nachfrage zeigt sich auch in Frankfurt an der Oder. So wurden 2016 dort nur 46 Aktennutzer registriert. Zugleich gibt es in jeder der Außenstellen immer noch zwischen 30 und 60 Mitarbeiter.

Quelle
VERÖFFENTLICHT AM 03.07.2018 Artikel drucken

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