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Erinnerung an jüdisches Leben in Dresden

»Denkzeichen« wird enthüllt
epd
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Denkzeichen
Übersichtstafel der Denkzeichen in Dresden © CC-BY-NC-SA, Stadtwikidd.de, Renhau/cj-dresden.de

Am früheren Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde in Dresden wird am Dienstag (7. November) ein sogenanntes Denkzeichen enthüllt. An der Feier werde neben der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Nora Goldenbogen, teilnehmen, teilte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Donnerstag in Dresden mit.

»Denkzeichen« sollen an Orte in Dresden erinnern, die mit jüdischem Leben und Leiden verbunden sind. Sie sollen die Vorübergehenden im Alltag erreichen, Anstöße vermitteln und zum Wahrnehmen anregen.

Zehn Erinnerungsorte dieser Art konnten bisher mit Spenden realisiert werden. Das jüdische Gemeindehaus ist den Angaben zufolge das elfte in Dresden. Das Wohnhaus gehörte von 1920 an Louis und Henriette Schrimmer. Die jüdischen Unternehmer betrieben im Hinterhaus eine Fabrik für Schuhcreme und chemische Produkte.

1937 kaufte die Israelitische Religionsgemeinde Dresden das Gebäude. Von April 1940 an wurde das Haus eines der sogenannten Judenhäuser, in denen jüdische Familien zwangsweise wohnen mussten. Das Ehepaar Schrimmer wurde am 25. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam dort um.

Die jüdische Gemeinde erhielt das Haus im Mai 1945 zurück und konstituierte sich im November desselben Jahres dort neu. Bis zum Jahr 2001 befanden sich in dem Gebäude in der Dresdner Neustadt die Gemeinderäume und -verwaltung sowie die Jüdische Wohlfahrtspflege.

Die feierliche Enthüllung des Denkzeichens für das Haus der Jüdischen Gemeinde findet am 7. November, 11 Uhr statt.

Spenden für weitere Denkzeichen unter: Kennwort: Denkzeichen, IBAN: DE66 3506 0190 1611 6700 16, BIC: GENODED1DKD

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