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Evangelische Hochschule Dresden forscht zu Senioren-Wohngruppen

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© Richard von Lenzano / pixelio.de

Der Freistaat Sachsen unterstützt ein Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Dresden zum gemeinsamen Wohnen im Alter. Untersucht werde, wie Seniorinnen und Senioren innerhalb einer gemeinschaftlichen Wohngruppe sozial eingebunden sind, teilte das sächsische Wissenschaftsministerium am Mittwoch in Dresden mit. Das Projekt wolle auch unterschiedliche Anforderungen und die Bedürfnisse der Beteiligten an Gemeinschaft aufzeigen.

Damit entstehe eine wissenschaftliche Basis für die Weiterentwicklung von Wohnformen im Alter, die verschiedenen Lebenslagen gerecht werden sollen. Zudem soll das Projekt Vorschläge für Pflegekräfte in gemeinschaftlichen Wohnformen erarbeiten. Die Fördersumme beträgt nach Angaben des Ministeriums 333.000 Euro.

Die Forscherinnen und Forscher wollen jeweils über mehrere Tage den Alltag in Wohngemeinschaften und Hausgemeinschaften begleiten und beobachten, wie sich das soziale Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet. Wie Lilo Dorschky als eine der Projektverantwortlichen mitteilte, werden auch Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt.

"Das Leben in der Gemeinschaft entspricht einem zutiefst menschlichen Bedürfnis, auch und besonders im Alter", erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Eine Rolle spiele zudem das erhöhte Sicherheitsbedürfnis insbesondere bei Menschen mit Demenz.

Gegenstand des Forschungsvorhabens sind den Angaben zufolge zwei vergleichsweise neue gemeinschaftliche Wohnformen. Darunter fallen zum einen stationäre Hausgemeinschaften mit acht bis zwölf Personen, für die zum Beispiel ein gemeinsamer Wohn-, Ess- und Kochbereich eingerichtet werde. Zum anderen werden ambulant betreute Wohngemeinschaften mit vier bis elf Plätzen untersucht.

In Sachsen liegt nach Ministeriumsangaben der Anteil der über 65-Jährigen derzeit bei mehr als 25 Prozent. Außerdem ist im Freistaat mit einer voraussichtlich überdurchschnittlich hohen Zunahme der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2035 zu rechnen. Damit wird ein großer Bedarf an Wohn- und Versorgungsangeboten für ältere und zunehmend auch hochaltrige und von Demenz betroffene Menschen erwartet.

Internet:
Zur Pressemitteilung: https://medienservice.sachsen.de/medien/news/226632?page=1

Quelle
VERÖFFENTLICHT AM 03.07.2019 Artikel drucken

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