Gedenken an erste Deportationen vor 80 Jahren

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Deportation, Gedenken, Holocaust
© Timo Klostermeier/pixelio.de

Zur Erinnerung an die ersten Deportationen von Juden und Jüdinnen aus Dresden vor 80 Jahren lädt ein zivilgesellschaftliches Bündnis für den 20. Januar ein. Die Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Wann. Wie viele. Wohin“ finde am Alten Leipziger Bahnhof statt, teilte die Initiative am Donnerstag in Dresden mit. Von dem ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt begannen in der NS-Zeit die Deportationen.

Der erste Transport verließ Dresden am Morgen des 21. Januar 1942. An diesem Tag wurden den Angaben zufolge vermutlich 224 Männer, Frauen und Kinder in Sonderzügen der Deutschen Reichsbahn auf einer vier Tage und Nächte dauernden Fahrt ins Ghetto Riga transportiert – zusammen mit 561 Menschen aus Leipzig. Diesem ersten Transport folgten weitere Deportationen aus Dresden und anderen deutschen Städten über den Alten Leipziger Bahnhof in Dresden.

Das Bündnis sowie jüdischen Einrichtungen appellieren, den ehemaligen Güterbahnhof als Gedenkort zügig auszubauen. Bisher erinnert eine Gedenktafel direkt am Eingang des Neustädter Bahnhofs an die Deportationen. Im Frühjahr 2021 hatte der Stadtrat beschlossen, am Alten Leipziger Bahnhof einen Gedenkort zu schaffen, der an die Vernichtung der Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit erinnert. Für den 21. Januar, den 80. Jahrestag der ersten Deportationen in Dresden, wird zum individuellen Gedenken aufgerufen. Dabei sollen Kerzen abgestellt werden.

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