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Im Osten sinkt die Lust zu spenden

epd
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Spendendose
© Günther Richter/pixelio.de

Das politisch unsichere Jahr 2017 schlägt sich laut Experten auch im Spendenverhalten der Deutschen nieder. »Die Kultur des Gebens ist weiterhin nicht so fest verankert wie in anderen Ländern«, heißt es in einer Mitteilung zum aktuellen Spendenmonitor, die am Mittwoch in Berlin verbreitet wurde. Die Spenderquote stieg demnach nur leicht auf 40 Prozent, während insbesondere im Osten ein Rückgang der Spendenbereitschaft auffällig sei (West: plus fünf Prozent, Ost: minus sieben Prozent).

Laut Spendenmonitor bewegt sich das gesamte Spendenvolumen weiterhin auf einem hohen und der guten wirtschaftlichen Lage entsprechenden Niveau. Durchschnittlich spendet jede Person rund 143 Euro pro Jahr, wie aus der vom Deutschen Fundraising Verband und Kantas TNS vorgelegten Erhebung hervorgeht. Frauen (53 Prozent) geben mehr als Männer (47 Prozent), Ältere mehr als Junge, und ein gesichertes Einkommen verstärkt die Spendenbereitschaft.

»Doch obwohl die Wirtschaft und das verfügbare Einkommen wachsen, steigt der Spendenwille nicht sonderlich an«, bedauerte Verbandsgeschäftsführer Arne Peper. Dennoch sei »das Bewusstsein für sinnvollen Spendeneinsatz« gewachsen.

Zudem haben den Angaben zufolge sehr große Spenden deutlich zugenommen. Auch habe sich der Schwerpunkt der Spendenzwecke von Hilfe für Kinder wieder in Richtung Nothilfe verschoben, was der medialen Aufmerksamkeit für die aktuellen Flüchtlingskatastrophen etwa in Afrika geschuldet sei, hieß es.

Für den Spendenmonitor werden jährlich 4000 zufällig ausgewählte Personen ab dem Alter von 14 Jahren befragt. Die persönlichen Interviews finden immer im Oktober und November statt.

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1 Lesermeinungen zu Im Osten sinkt die Lust zu spenden
Thomas aus Leipzig schreibt:
20. Dezember 2017, 21:40

Bei mir hat noch niemand nachgefragt, aber egal, ich spende nun schon einige Zeit der Aktion "Helfende Hände". Das ist die Schwester Hatune Stiftung. Auf deren Seite im WWW kann man sehen, wie wenig Geld erforderlich, damit Menschen überleben können. Ich müßte es anders ausdrücken: Mit wie wenig Geld man vielen Menschen helfen kann!
Herzliche Grüße aus Leipzig

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