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Katholische Bischöfe gegen "Ehe für alle"

epd
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Ehe Homosexuelle
© Esther Stosch/pixelio.de

Die deutschen katholischen Bischöfe lehnen eine "Ehe für alle" ab. Entsprechende Pläne der SPD stoßen bei den Geistlichen offenbar auf deutlichen Widerspruch. "Die deutschen Bischöfe sprechen sich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus", sagte der Berliner Erzbischof Heiner Koch der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). Koch ist Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenpz.

Die katholische Kirche teile die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen eine einfachgesetzliche Einführung einer Ehe für alle vorgetragen werden, sagte Koch weiter. Die Bischöfe hätten in ihren Stellungnahmen zur eingetragenen Lebenspartnerschaft stets betont, dass sich diese von der Ehe unterscheidet.

Anders als die Ehe könne die eingetragene Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen, sagte der Berliner Erzbischof weiter. In diesem Sinne habe auch Papst Franziskus festgehalten, dass Partnerschaften von Personen gleichen Geschlechts nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden können, weil ihnen die Weitergabe des Lebens verschlossen sei, die die Zukunft der Gesellschaft sichere.

Die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe wird am Mittwoch auch ein Spitzentreffen der Koalition in Berlin beschäftigen. Die SPD dringt erneut auf die "Ehe für alle". Die Union lehnt das allerdings ab.

In den vergangenen Jahren hatte der Gesetzgeber homosexuelle Paare, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, schrittweise in Bezug auf Rechte und Pflichten mit Eheleuten gleichgestellt. Nach wie vor aber ist es homosexuellen Paaren zum Beispiel nicht erlaubt, gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Die Debatte um die "Homo-Ehe" spaltet die Koalition.

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3 Lesermeinungen zu Katholische Bischöfe gegen "Ehe für alle"
Beobachter schreibt:
29. März 2017, 16:26

Wiedereinmal sind die katholischen Geschwister und die Evangelikalen Vorbildlich und bibeltreu!
Nur die EKD hält sich vornehm zurück und beharrt, wie in vielen anderen Fällen, auf unbiblischem Kurs!
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), hatte bereits 2015 erklärt, er würde es begrüßen, wenn auch schwule und lesbische Partner heiraten dürften: „Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.“
Man fragt sich, welche "Bibel" der Mann liest?

Thomas aus Leip... schreibt:
29. Juni 2017, 16:54

Nun, ich würde sagen, er hat die ihn störenden Seiten aus der Bibel entfernt. Er hat also eine "halbseidene" Bibel.

Leserin schreibt:
13. Juli 2017, 11:21

Bitte konkretisieren auf römisch-katholische KIrche. Auf die altkatholische trifft das nicht zu!

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