Kretschmer: Kontakte reduzieren und impfen

(epd)
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© Tim Reckmann/pixelio.de

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor dem Hintergrund der dramatischen Corona-Situation ein entschlossenes und gemeinsames Vorgehen aller Bürgerinnen und Bürger gefordert. „Wir brauchen den solidarischen Zusammenhalt - vom 'ich' zum 'wir“ ist jetzt das Gebot der Stunde", sagte Kretschmer am Donnerstag im sächsischen Landtag in Dresden. Zugleich rief er erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. Der Landeschef verwies darauf, dass in Sachsen rund 1,2 Millionen Menschen noch nicht geimpft sind, darunter 300.000 über 60-Jährige. Diese Menschen würden in den nächsten Wochen und Monaten erkranken.

Trotz vielfältiger Aufklärungsaktionen sei die Impfquote mit 57 Prozent bundesweit am niedrigsten, die Infektionsrate am höchsten. Laut Robert Koch-Institut lag der Inzidenzwert am Donnerstag in dem Bundesland bei 761,4. Es brauche dringend jetzt ein Eingreifen und ein deutliches Reduzieren der Kontakte um 60 Prozent. Die Koalition in Sachsen sei bereit, einen „harten und klaren Wellenbrecher“ für zwei oder drei Wochen zu organisieren, sagte Kretschmer. Es sei auch eine Entscheidung darüber, „wie viele Menschen weniger sterben werden“. Der CDU-Politiker ging damit auf die Äußerungen von Wissenschaftlerinnen und Ärzten ein, die vor einer Überlastung der Krankenhäuser und vielen weiteren Toten warnen, wenn nicht schnell und entschlossen gehandelt werde. Bereits jetzt sei die Situation in Sachsens Krankenhäusern teilweise dramatisch, sagte er. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Donnerstag bei 336,9.

Was jetzt gilt: In Sachsen greifen ab Freitag verschärfte Corona-Maßnahmen. Alle Angebote und Einrichtungen, die bisher ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 die 3G-Regel anwenden mussten, dürfen ab dem 19. November nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte. Das gelte unter anderem für die Innengastronomie, Veranstaltungen und Feste in Innenräumen, nicht medizinisch notwendige körpernahe Dienstleistungen oder Sport im Innenbereich. Das bereits während der Vorwarnstufe bestehende Zutrittsverbot für ungeimpfte und nicht genesene Personen zu Großveranstaltungen bleibt demnach auch während der Geltung der Überlastungsstufe bestehen.

Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr und Personen, die von der Stiko keine Impfempfehlung erhalten haben, seien von der 2G-Pflicht ausgenommen. Des weiteren sind private Treffen im öffentlichen und privaten Raum nur noch zwischen einem Hausstand und einer weiteren ungeimpften Person erlaubt. Geimpfte , Genesene und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr werden nicht mitgezählt.

Versammlungen sollen ausschließlich an einem Ort und mit maximal zehn Personen stattfinden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von einem „letzten Warnschuss“: „Jeder und jede muss sich an die Corona-Regeln halten, sonst kommen wir nicht durch den Winter.“

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