Kritik an Missbrauch der friedlichen Revolution

(epd)
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Corona, Querdenken, Herbst 1989, Friedliche Revolution
© Peter von Bechen / pixelio.de

Vor der geplanten "Querdenken"-Großdemonstration in Leipzig wehrt sich die SPD gegen eine Vereinnahmung der friedlichen Revolution. Einer Gleichsetzung der DDR-Diktatur mit dem freiheitlichen Rechtsstaat werde vehement widersprochen, erklärte der Stadtvorsitzende der SPD Leipzig, Holger Mann, am Donnerstag. "Die DDR war eine Diktatur und keine Pandemie", betonte Mann.

Das Netzwerk "Querdenken" hat für Samstag in Leipzig eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit rund 20.000 Teilnehmenden angemeldet. Auch rechte Organisationen verbreiten einen diesbezüglichen Aufruf. Auf Flyern wirbt das Bündnis mit der Parole "Freiheit durch Einheit. Die zweite friedliche Revolution" für die Teilnahme und zieht dazu eine inhaltliche Parallele zu den Ereignissen im Herbst 1989 in Leipzig und der gesamten DDR.

Versammlungsfreiheit sei "zu Recht ein hohes, vom Grundgesetz geschütztes und garantiertes Gut", erklärte Mann. Versammlungen von Tausenden Menschen - wie die Dresdner "Querdenken"-Demonstration am vergangenen Wochenende - hätten allerdings nichts mit der friedlichen Revolution gemein. Wenn Teilnehmer und Teilnehmerinnen zudem den Mindestabstand ignorierten und keine Masken benutzten, gefährdeten sie Menschenleben.

Die geplante Großdemonstration stehe weder in Hinblick auf ihre Akteure noch ihre inhaltlichen Positionen in der Tradition vom Herbst 1989, erklärte Mann weiter. In Anlehnung an die Massendemonstration gegen das DDR-Regime plant die "Querdenken"-Bewegung einen Aufmarsch über den Leipziger Ring. Die Corona-Verordnung erlaubt jedoch nur ortsfeste Versammlungen.

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