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Landesbischöfin: Zeichen des Klimawandels ernst nehmen

epd
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Umweltschutz
© Lupo/pixelio.de

Angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit hat die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, dazu aufgerufen, die Zeichen des Klimawandels ernst zu nehmen. In diesen Tagen werde deutlich, dass Regen kein »schlechtes Wetter« sei, sondern für alle Geschöpfe elementar notwendig, sagte Junkermann am Freitag in Erfurt. Derzeit nehmen in Mitteldeutschland die Wald- und Feldbrände zu, Land- und Forstwirte haben extreme Einbußen und in einigen Regionen wird bereits das Trinkwasser knapp.

Junkermann sagte: »Während der Klimawandel in anderen Teilen der Welt längst zur Überlebensfrage geworden ist, spüren nun auch wir immer öfter seine besorgniserregenden Auswirkungen.« Es sei höchste Zeit, die für viele Menschen schon heute katastrophale Entwicklung zu stoppen, die wir mit unserem grenzenlosen Handeln anrichteten. »Unser Wohlstandsprogramm, immer mehr und noch mehr haben zu wollen, ist zur Gefahr für die Menschheit geworden. Nur mit einer ›Ethik des Genug‹ können wir den zunehmenden Problemen begegnen.«

Zudem sollten auch die Denkweisen überprüft werden, so die Landesbischöfin. Regen gelte für viele Menschen als schlechtes Wetter. Dies zeige, »wie wenig verbunden wir mit dem Kreislauf der Natur sind, wie wenig verwurzelt mit der Erde und wie egoistisch in unseren Ansprüchen«.

Sigrun Höhne, Beauftragte der EKM für den Dienst auf dem Land, verwies auch auf die extremen Ernteausfälle mit hohen wirtschaftlichen Einbußen für die Landwirte. »Solch eine Dürre ähnelt zumindest in den ökonomischen Auswirkungen der Dramatik von Hochwasser«, sagte sie. EKM-Forstreferentin Susann Biehl fügte hinzu, es habe noch nie so viele Wetterextreme mit enormen Schäden gegeben wie in den vergangenen Jahren. Neben der Waldbrandgefahr kämen Schäden durch Stürme, der Ausfall jung gepflanzter Bäume durch Trockenheit, die Massenvermehrung von Schadinsekten und der Trockenstress für die Bäume hinzu.

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6 Lesermeinungen zu Landesbischöfin: Zeichen des Klimawandels ernst nehmen
Marcel Schneider schreibt:
06. Juli 2018, 19:49

Ich freue mich sehr über diese Verlautbarung der EKM und würde mir wünschen, dass sich auch unser Landesbischof mal dazu zu Wort meldet, statt in der Welt umherzureisen.
Dass der Klimawandel da ist, dürfte doch nun auch für den größten Skeptiker klar sein: trockenster April seit Beginn der Wetteraufzeichnung, seit Juni größte Trockenheit seit Beginn der Wetteraufzeichnung...die negativen Superlative häufen sich. Seit der Jahrhundertflut 2002 und 2013 verdüstern sich die Aussichten immer mehr.
Wir wollen kein unbegrenztes Wirtschaftswachstum mehr, keine schamlose Ausbeutung der Natur und unserer Ressourcen.
Gott hat uns diesen wunderschönen Planeten gegeben, ihn zu bewahren und sorgsam mit ihm umzugehen. Außerdem haben wir eine Verantwortung für die Generationen nach uns. Wie wird erst das Klima sein, wenn unsere Kinder groß sind, fragen wir uns voller Sorge.
Und vor allem: was können wir noch tun außer regional und bio zu kaufen, auf Flugreisen zu verzichten, Müll ordentlich zu trennen, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, Strom und Wasser zu sparen...? Uns gehen da langsam die Ideen aus. Vielleicht kann der SONNTAG da mal was anstoßen?

Beobachter schreibt:
10. Juli 2018, 13:13

Ach Herr Schneider wollen Sie jetzt Ihrem Landesbischof vorschreiben, wie, wann, wo und womiter seine Verantwotung wahrnimmt? Warum soll er denn der "Verschwörungstheorie Klimawandel" seiner (Noch)Kollegin, die zum Glück nur noch als Auslaufsmodell handelt, hinterherhecheln?
Nein, Bruder Rentzig macht seinen Job schon recht verantwortlich!

Johannes schreibt:
16. Juli 2018, 11:10

Ich finde es beleidigend, wenn man eine noch amtierende Landesbischöfin mit "zum Glück nur noch... Auslaufmodell" beschreibt. Christlich ist etwas anderes.

Johannes Lehnert

Beobachter schreibt:
16. Juli 2018, 18:56

Wenn sie es definitiv ist, darf man es doch wohl auch so nennen? Ihr "vertrag wurde nun mal nicht "verlängert" und das hat Gründe!

Johannes schreibt:
16. Juli 2018, 22:30

Lieber Bruder in Christus,

ein Mensch ist zuerst mal Gottes Geschöpf. Und wenn Sie von einer Frau im Dienste der Kirche sprechen, sogar Ihre Schwester in Christus. Ob sogenannte Fakten dazu reichen, diese Schwester menschenverachtend als "Auslaufmodell" zu bezeichnen, möchte ich arg bezweifeln. - Sicher haben Sie soviel Phantasie sich auszumalen, was man aus Fakten über Sie an menschenverachtenden Aussagen zusammenreimen könnte? Und das alles mit dem Brustton der Überzeugung: Wenn es aber definitiv so ist! Ob man es dann allerdings vor Gott verantworten kann, ist fraglich.

Ihr Bruder in Christus
Johannes

Thomas aus Leipzig schreibt:
22. August 2018, 13:31

Sehr geehrter Herr Schneider,
nur mal so zu meiner Bildung: Wann war der Beginn der Wetteraufzeichnung? Und zu Ihrer Information: Der Winter 1806 war so warm, daß in Ulm eine Bauersfrau ihrem Pfarrer im Dezember Erdbeeren schenkte.

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