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Leipziger Buchmesse mit Literatur aus Rumänien

epd
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Piata Romana Bukarest
© StockSnap/Pixabay

Meinungsfreiheit, Jugend, Europa: Das sind einige der Hauptthemen der Leipziger Buchmesse 2018 Mitte März. Buchmesse-Direktor Oliver Zille sagte bei der Vorstellung des Programms am Donnerstag in Leipzig, der letztmalig veranstaltete Schwerpunkt »Europa 21« werde die europäischen Werte auf den Prüfstand stellen. Ein weiterer Fokus liege auf der politischen und auf der Medienbildung junger Leute. Die Buchmesse dauert vom 15. bis zum 18. März.

Nach den teilweise tumultartigen Protesten auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober hob Zille den Wert der Meinungsfreiheit hervor. Die Buchmesse habe ein humanistisches Weltbild und stehe für Vielfalt, Offenheit und Meinungsaustausch, sagte er. Jeder Aussteller, der sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewege, habe die Möglichkeit, sich auf der Messe zu präsentieren, so Zille weiter: Jeder habe es in der eigenen Hand, »dass es eine besonnene Debatte wird und bleibt«.

Zu dem Frühjahrstreffen der Buchbranche haben sich rund 2600 Aussteller angekündigt. Schwerpunktland ist Rumänien. Das traditionelle, stadtweite Lesefest »Leipzig liest« verzeichnet mit seinen 3600 Veranstaltungen auf 550 Bühnen bereits vor Messebeginn einen neuen Rekord. Wie gewohnt hat auch die Comicmesse »Manga-Comic-Con« ihren Platz auf der Publikumsmesse. Hinzu kommt ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm.

Das Gastland Rumänien bezeichnete Zille als ein ethnisch und sprachlich »extrem vielfältiges Land«. Durch den Messeschwerpunkt »Zoom in« hoffe er auf einen differenzierteren Blick auf das Land, das in Deutschland häufig einseitig und verkürzt dargestellt werde. Auch könne Rumänien zu der Debatte um Toleranz und Vielfalt »einen etwas anderen Blick auf Europa« beisteuern und habe überdies eine »starke Literatur«.

Luminita Corneanu vom rumänischen Kulturministerium betonte, in der rumänischen Bevölkerung sei die Zustimmung zur EU mit am höchsten. Gerade dort, wo verschiedene ethnische und religiöse Gruppen zusammenlebten, sei die Toleranz am größten, fügte sie hinzu.

Zu den prominenten Messegästen zählen aus dem deutschsprachigen Raum den Angaben nach die Schriftsteller Friedrich Christian Delius, Bernhard Schlink, Juli Zeh, Robert Menasse und Lukas Bärfuss. Als nicht-deutschsprachige Autoren werden etwa die Türkin Asli Erdogan, der Brasilianer Bernardo Carvalho und Jaroslav Rudis aus Tschechien erwartet.

Als Sachbuchautoren begrüßt die Messe demnach zum Beispiel den slowenischen Philosophen Slavoj Zizek, den Politikwissenschaftler Herfried Münkler und den Publizisten und Historiker Gerd Koenen. Die »bunte Buchmesse« hat unter anderem die Politiker Gregor Gysi (Linke) und Joschka Fischer (Grüne), den serbischen Regisseur und Schauspieler Gojko Mitic sowie Entertainer und Multitalent Heinz Strunk aus Hamburg im Programm.

Wie in jedem Jahr werden auch auf der Messe 2018 zahlreiche Preise verliehen. Gleich zur Eröffnung am Vorabend des erste Messetages erhält die Norwegerin Åsne Seierstad den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Am ersten Messetag folgt die Verleihung des renommierten Preises der Leipziger Buchmesse in drei Kategorien. An den Folgetagen werden unter anderem der Kurt-Wolff-Preis und der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik vergeben.

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1 Lesermeinungen zu Leipziger Buchmesse mit Literatur aus Rumänien
Beobachter schreibt:
19. Februar 2018, 12:58

"Nach den teilweise tumultartigen Protesten auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober hob Zille den Wert der Meinungsfreiheit hervor. Die Buchmesse habe ein humanistisches Weltbild und stehe für Vielfalt, Offenheit und Meinungsaustausch, sagte er. Jeder Aussteller, der sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewege, habe die Möglichkeit, sich auf der Messe zu präsentieren, so Zille weiter: Jeder habe es in der eigenen Hand, »dass es eine besonnene Debatte wird und bleibt«."
Na, schaun wa ma!

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Medienbischof der EKD und Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung, besuchte auf Einladung des EMVD die Frankfurter Buchmesse 2018. Er stellte sein neues Buch »Digital Mensch bleiben« vor.

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