Leipziger Stiftung lädt zu »Revolutionale« ein

epd
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Runde Ecke in Leipzig
»Runde Ecke« in Leipzig © Stadt Leipzig

Anlässlich des 30. Jahrestags der entscheidenden Leipziger Montagsdemonstration in diesem Jahr wird in der Messestadt ein Internationaler Runder Tisch ausgerichtet. Zu dem Debattenforum »Revolutionale« sind von 5. bis 9. Oktober Vertreter von Menschenrechtsorganisationen aus 25 Ländern eingeladen, wie die Stiftung Friedliche Revolution am Dienstag in Leipzig mitteilte. Diskutiert werde über insgesamt zehn Themen, darunter Menschenrechtsverletzungen, der Klimawandel und die Werte der Revolution von 1989.

Ergänzt wird das Programm den Angaben nach von täglichen Kunstaktionen, die ab dem 5. Oktober in der Stadt veranstaltet werden sollen. Dazu zählen Performances, Videos, Hörspiele, Musik und Installationen in der Innenstadt, wie es hieß. Weitere Aktionen sind jeweils abends auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz geplant.

Ein zentrales Ziel der »Revolutionale« sei es, friedlich, aber entschlossen gegen den zunehmenden Rechtspopulismus zu agieren. »Wir haben nicht eine Diktatur überwunden, um nun zu erleben, wie wieder Menschen ausgegrenzt, bedroht und diffamiert werden«, erklärte Stiftungsvorstand Gesine Oltmanns. Unter Bezug auf die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano ergänzte die frühere DDR-Bürgerrechtlerin: »Erinnern heißt Handeln«.

Die »Revolutionale« soll nach Angaben der Stiftung den Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit mit internationalen Partnern in den kommenden Jahren bilden. »Wir verabreden konkrete Ziele und kommen künftig alle zwei Jahre zusammen, um zu sehen, was wir in der Zwischenzeit erreicht haben und wie es weitergeht«, sagte Oltmanns.

Leipzig war im Wendeherbst 1989 einer der zentralen Schauplätze der friedlichen Revolution. Am 9. Oktober 1989 waren von der Nikolaikirche aus rund 70.000 Menschen auf die Straße gegangen und hatten gewaltlos gegen das SED-Regime protestiert. Das Datum gilt als entscheidende Wegmarke der friedlichen Revolution in der DDR. Einen Monat später fiel die Berliner Mauer.

In Leipzig wird seit zehn Jahren jeweils am 9. Oktober mit einem Lichtfest, einem Friedensgebet und einer Rede zur Demokratie an die Ereignisse erinnert. In diesem Jahr wird als Redner Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Weitere Details zum Programm sollen am Donnerstag vorgestellt werden.

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