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Lutherhaus vermeldet Tagesrekord

Besucheransturm zum Reformationsfest in Wittenberg
epd
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Lutherhaus
© Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Thomas Bruns

Der Abschluss des Jubiläumsjahres zu 500 Jahren Reformation hat der Lutherstadt Wittenberg nochmal einen Besucheransturm beschert. Beim historischen Marktspektakel in den Straßen und auf den Plätzen der Altstadt seien am Montag und Dienstag insgesamt 60 000 Besucher gezählt worden, sagte Projektmanager Jörg-Peter Pajak von der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH am Mittwoch. Am ersten Tag des bunten Markttreibens seien 20 000 Besucher, am einmalig bundesweiten Feiertag, dem Reformationstag, seien 40 000 Gäste gezählt worden.

Pajak sagte: »Die Stadt war voll, die Atmosphäre sehr gut.« Auffällig sei der hohe Anteil ausländischer Besucher gewesen, aus den USA, Südkorea, Lateinamerika und Skandinavien. Zudem seien mehr Reisegruppen als sonst unterwegs gewesen. In den vorangegangenen Jahren waren beim Reformationsfest, das traditionell in der Stadt gefeiert wird, am 31. Oktober meist rund 30 000 Besucher gezählt worden.

Auch die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt meldete einen Rekord: Mit Blick auf die Besucherzahlen sei der Reformationstag der erfolgreichste Tag in der Geschichte des Lutherhauses und des Augusteums in Wittenberg gewesen, hieß es. In der Dauerausstellung des Lutherhauses sowie in der nationalen Sonderausstellung »Luther! 95 Schätze – 95 Menschen« konnte am Dienstag mit insgesamt 2466 Gästen an einem Tag ein neuer Besucher-Rekord erreicht werden, wie eine Sprecherin der Stiftung am Mittwoch in Wittenberg mitteilte.

Auf dem Lutherhof bildeten sich zeitweise lange Warteschlangen. Auffallend viele Gäste seien auch aus dem Ausland gekommen, um diesen Tag an dem authentischen Ort zu feiern, wo Martin Luthers Thesen geschrieben worden seien. Auf der Freifläche des Lutherhauses hätte sich auch spontan eine brasilianische Gemeindegruppe mit ihrer Musikband versammelt und evangelische Lieder gesungen, teilte die Sprecherin weiter mit. Zudem informierten sich den Angaben zufolge 498 Besucher am Festtag im Melanchthonhaus über Luthers engsten Weggefährten.

Noch bis zum Sonntag kann die nationale Sonderausstellung in Wittenberg besucht werden. Am vergangenen Freitag wurde der 200 000. Besucher in der seit 12. Mai geöffneten Schau im Augusteum begrüßt.

In Wittenberg soll Martin Luther (1483–1546) am 31. Oktober 1517 seine 95 kirchenkritischen Thesen an die Thesentür der Schlosskirche angeschlagen haben. Das 500. Reformationsjubiläum wurde am bundesweit einmaligen Feiertag in Wittenberg mit einem Festakt, Gottesdiensten und einem Stadtfest groß gefeiert. Die Gottesdienste in der Schlosskirche, der Stadtkirche und im Hof der Leucorea waren ebenfalls sehr gut besucht. Der Andrang war überall trotz eher nasskaltem Wetter groß. Allein bei dem Festgottesdienst mit der EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann am Dienstagvormittag war die Schlosskirche mit 450 Menschen schnell bis auf den letzten Platz gefüllt, während draußen noch Menschen in der Schlange anstanden.

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