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Mehrere Hundert Glocken vor 70 Jahren nach Sachsen zurückgekehrt

epd
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    Pirna Rathaus © Steffen Giersch

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    Marienkirche Pirna © Steffen Giersch

Die sächsische Landeskirche erinnert in diesem Jahr an die Rückkehr von kriegsbedingt abgenommenen Bronzeglocken nach 1945. Unter den derzeit 3841 Glocken evangelisch-lutherischer Kirchen in Sachsen sein 420 Bronzeglocken, die nach dem Zweiten Weltkrieg in einem norddeutschen Sammellager identifiziert wurden, teilte die Landeskirche am Donnerstag in Dresden mit. Die ersten Transporte aus dem »Glockenfriedhof« Hamburg seien im Mai 1948, vor mehr als 70 Jahren, mit dem Schiff in Dresden-Friedrichstadt angekommen.

Die Nationalsozialisten hatten in Sachsen den Angaben zufolge rund 1800 Bronzeglocken beschlagnahmt. Entweder wurden sie direkt eingeschmolzen oder kamen in ein Sammellager. Die Frei- und Übergabe der sächsischen Glocken nach dem Krieg erfolgte den Angaben zufolge bis 1951.

Unter den »Rückkehrern« sei auch eine Domglocke aus Meißen gewesen. Die Kirchgemeinde im ostsächsischen Bischofswerda habe sogar drei Glocken zurückerhalten, hieß es. Sie hätten bereits am 9. August 1948 wieder am angestammten Platz geläutet.

In vielen Kirchgemeinden hätten nach dem Krieg zumindest Teile der Geläute gefehlt, hieß es. Heute seien 61 Prozent (2335) der Glocken in evangelisch-lutherischen Kirchen in Sachsen aus Bronze. Zudem gibt es mehr als 1500 Eisenhartguss- und Stahlformgussglocken. Allein nach 1990 seien mehr als 600 Glocken in Bronze neu gegossen worden.

Das zahlenmäßig größte Geläut mit acht Glocken trägt die Dresdner Frauenkirche, die Kirche St. Marien in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) hat immerhin sieben Glocken, der Freiberger Dom sechs. Das schwerste Geläut mit einer Masse von 28 Tonnen hängt den Angaben zufolge in die Dresdner Kreuzkirche.

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