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Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht

Im Januar gab es ein Treffen mit den sächischen Bischöfen, nun folgte ein Gespäch mit jüdischen Vertretern
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Bischof Rentzing (Mitte) mit Heinrich Timmerevers (li.) und Ministerpräsident Kretschmer
© Steffen Giersch

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich in dieser Woche mit drei Gemeindevorsitzenden der jüdischen Gemeinden in Sachsen zu einem Gespräch in der Synagoge Dresden getroffen.

Mit dabei waren Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden und der Jüdischen Gemeinde Dresden, Ruth Röcher, Vorsitzende der Chemnitzer Gemeinde und Küf Kaufmann von der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig.

Ihnen habe er Unterstützung bei der Einführung jüdischen Religionsunterrichts zugesagt, bestätigte die Pressestelle der Staatskanzlei. Die Schülerzahl von mindestens acht Teilnehmern dafür steht möglicherweise zur Disposition – dazu werde es weitere Gespräche geben.

Weitere Termine mit Vertretern von Muslimen und Buddhisten sind geplant. Im Januar hatte es bereits Gespräche mit den sächsischen Bischöfen Rentzing und Timmerevers gegeben (siehe Foto).

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59 Lesermeinungen zu Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht
Manfred schreibt:
20. Februar 2018, 22:42

Da der Staat und DIE Religionen getrennt sind (sein sollen!), haben sie in staatlichen Einrichtungen nichts zu suchen. Es kann und sollte nicht sein, dass dieser Grundsatz außer Kraft gesetzt wird. Der Islam hat überhaupt nichts in Schulen zu suchen.
Johannes, in welchem Land auf dieser Erde, gibt es ein Demokratieverständnis, wie wir sie kennen UND indem der Islam als Staatsreligion die Macht hat?
Ich kenne nicht ein einziges!

Manfredbeobachter schreibt:
21. Februar 2018, 19:37

Um Himmels willen! Das Maß an Unkenntnis hier ist wirklich erschreckend. Von welchem Grundsatz reden Sie denn?
Daß Religionsunterricht öffentliches Lehrfach an staatlichen Schulen ist, wissen Sie nicht?! Lesen Sie GG Art. 7 Abs. 3! Also ein bißchen kundig machen sollte man sich schon, bevor man(fred) hier mitdiskutiert. Von christlichem Religionsunterricht steht dort übrigens auch nichts. Einem Islamunterricht steht also nichts im Wege.

Manfred schreibt:
22. Februar 2018, 10:31

@Manfredbeobachter, was schreiben SIE den!
Nein, Religionsunterricht ist eben nicht in allen Bundesländern ein Schulfach an staatlichen Schulen. Darum ging es mir!
Wenn jetzt noch das Judentum dazu kommen sollte oder auch der Islam, so geht diese Religionsfreiheit einfach zu weit.
Im GG ist die Religionsfreiheit garantiert, aber nicht, dass alle Glaubensrichtungen in den staatlichen Schulen zum Pflichtfach erhoben werden müssen/dürfen.
Ich hatte in der DDR auch keine Region in der Schule, sondern bin nach dieser in den Religionsunterricht in die Gemeinde gegangen.
Im GG Artikel 4 Absatz 2 heißt es:
Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Es steht nicht darin, dass der Staat für die Erlangung der Glaubensgrundlagen verantwortlich ist.

Johannes schreibt:
22. Februar 2018, 11:01

Werter Herr Manfred,

in welchen Bundesländern ist denn der Religionsunterricht kein Schulfach? Und: Wenn Sie Obenstehendes verfolgt haben, ging es nicht um Religion als Pflicht. Bei uns in Sachsen z.B. gibt es nur die Pflicht zu wählen zwischen Ethik oder Religion. Und was spricht denn nun (außer Berufung auf unsere Kultur) sachlich und juristisch dagegen, dass in diesem Kanon auch jüdischer oder muslimischer Religionsunterricht angeboten wird? - Bitte, ersparen Sie uns die Wiederholung des Arguments, dass muslimischer Religionsunterricht (anders als andere Religionen) die Unterwerfung unter den Willen Gottes verlange! Weil das so nicht stimmt...

Johannes Lehnert

Beobachter schreibt:
22. Februar 2018, 17:48

Herr Lehnert, Sie sollten nicht soviel auf Ihren speziellen Freund hören, sondern sich auch mal informieren! Was ist denn die Grundlage des Moslemglaubens anderes als Unterwerfung? Die Folgen davon sind Mißachtung unsereres Grundgesetzes!
Übrigens kann man sich ab 14 Jahren jederzeit (vorher durch die Eltern) vom Religionsunterricht abmelden!

Johannes schreibt:
22. Februar 2018, 23:39

Nein, falsch: Zumindest in Sachsen kann man als religionsmündiger Schüler sich nicht von Religion abmelden, sondern nur auf Ethik ummelden. Das geht aber auch nur am Beginn des 9. Schuljahres, weil beide Fächer regulärer Unterricht und damit Prüfungsfächer sind.

Manfred schreibt:
22. Februar 2018, 20:14

Lieber Johannes, es könnte in einem Fach "Weltanschauungen" alle Religionen behandelt werden. Aber ein gesonderter Unterricht für einen einzigen Glauben wäre doch nicht sinnvoll oder?
Alle Glauben sollten gemeinsam behandelt werden, um zu verstehen, wo sie verbindend und wo sie trennende sind. Im Übrigen müssten dieser Unterricht ja wohl von den jeweiligen Glaubensgemeinschaften organisiert und durchgeführt werden. Ich kann nicht verstehen, was der nicht von den Sachen gewählten Präsident, mit seinem Vorschlag bezweckt?
Es fehlen Lehrer ohne Ende, da ist in der Praxis kein Licht am Tunnel zu erkennen!

Johannes schreibt:
23. Februar 2018, 10:17

Lieber Manfred, wenn ich Ihnen gestehe, dass ich das Modell "Lebenskunde, Ethik, Religion" für ganz gut befinde, werde ich hier zwar der Gleichgültigkeit gegenüber der Frohen Botschaft bezichtigt werden. Aber sei es drum! Wir hatte in einer Schule sogar die Idee, dual zu verfahren: Die Ethikthemen über nimmt die Ethiklehrerin, die religiösen Themen übernehme ich. Wir hatten auch das Plazet der Schule. Leider hat das Schulamt keine Genehmigung gegeben. - Zum LER gehört für mich allerdings, dass die religiöse Abteilung von einem kirchlich Beauftragten unterrichtet wird.
Das mit dem Vorschlag des Präsidenten verstehe ich nicht. Worauf beziehen Sie sich da? Ich habe hier ein richtiges Black out.
Mit freundlichem Gruß
Johannes

Britta schreibt:
23. Februar 2018, 17:57

Lieber Johannes, verstehe mich bitte nicht absichtlich falsch. Dir scheint die Implantation des Islamunterrichts und die Förderung des Islams wichtiger zu sein als die frohe Botschaft Deines eigenen Herrn. Es wird nämlich in der Bibel an mehreren Stellen deutlich, was der HERR von dem Zulassen von Götzendienst, also vom Zulassen der Verehrung fremder Götter sowie des Aufstellens derer Heiligtümer hält. Wenn man nun dies alles unter der Überschrift "Religionsfreiheit" negiert, frage ich mich, wie blind muß man sein - zumal ja sogar der "gemäßigte Islamunterricht" zu Dshihadisten führt. Es ist die Förderung einer "Religion", die unverhohlen Weltherrschaftsansprüche hegt und die Durchsetzung dieser mit allen Mitteln (damit gewissen sozialistischen Lehren sehr ähnlich ist) erlaubt. Lies einfach Koran, Hadithen, Fatawa. Und auch bei den ach so friedlichen Ahmadiyya ist das Ziel ganz offen die Weltherrschaft. Wer diesen Ansinnen Vorschub leistet, widerspricht der biblischen Lehre und versündigt sich ganz nebenbei an unseren Nachfahren und allen Opfern, die dieses Gesellschaftsexperiment fordert (s.u.) Das ist ganz sicher nicht mit Religionsfreiheit gedeckt (man bedenke das berühmte Zitat des Herrn Erdogan).
Zudem muß doch kein Islamunterricht bei uns eingeführt werden, wenn nach geltenden Gesetzmäßigkeiten und Völkerrecht verfahren wird, dann müßten nämlich die echten Flüchtlinge nach Wegfall des Fluchtgrundes in ihre Heimat zurück - echte christliche Nächstenliebe wäre dann, sie dort beim Wiederaufbau zu unterstützen und nicht, sie durch Familiennachzug gänzlich zu entwurzeln. Die meisten anderen sind illegal hier und da sollte auch wieder Recht und Gesetz angewendet werden, falls uns noch etwas an unserem Rechtsstaat liegt.

Beobachter schreibt:
23. Februar 2018, 19:26

Wie Du siehst, ahaben bestimmte Leute da ganz schnell Black out.s! Es gibt da Leute, die offenbar so verblendet sind (durch ihren grünrroten Ahmadiyyakonvertitfreund!), daß sie selbst am liebsten die "Religion" des Wüstendämon unterrichten würden. Kaum zu glauben, daß die mal eine solide evangelisch-theologische Ausbildung genossen haben und jahrelang für christliche Kinder-und Jugendarbeit angestellt waren!

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