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Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht

Im Januar gab es ein Treffen mit den sächischen Bischöfen, nun folgte ein Gespäch mit jüdischen Vertretern
so
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Bischof Rentzing (Mitte) mit Heinrich Timmerevers (li.) und Ministerpräsident Kretschmer
© Steffen Giersch

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich in dieser Woche mit drei Gemeindevorsitzenden der jüdischen Gemeinden in Sachsen zu einem Gespräch in der Synagoge Dresden getroffen.

Mit dabei waren Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden und der Jüdischen Gemeinde Dresden, Ruth Röcher, Vorsitzende der Chemnitzer Gemeinde und Küf Kaufmann von der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig.

Ihnen habe er Unterstützung bei der Einführung jüdischen Religionsunterrichts zugesagt, bestätigte die Pressestelle der Staatskanzlei. Die Schülerzahl von mindestens acht Teilnehmern dafür steht möglicherweise zur Disposition – dazu werde es weitere Gespräche geben.

Weitere Termine mit Vertretern von Muslimen und Buddhisten sind geplant. Im Januar hatte es bereits Gespräche mit den sächsischen Bischöfen Rentzing und Timmerevers gegeben (siehe Foto).

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59 Lesermeinungen zu Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht
Klartexter schreibt:
23. Februar 2018, 20:26

Ganz falsch. (Im übrigen hat er Sie schon ganz richtig verstanden.)

Erstens ist es eine infame Unterstellung (und mittlerweile redundant dazu) zu behaupten, wer für eine Zulassung (jüdischen oder) islamischen RU sei, betreibe oder fördere Götzendienst. Das ist nun wirklich billig -- als ob ein Christ damit gezwungen würde, etwas über Allah zu lernen oder zu ihm zu beten.

Zweitens scheint (auch mit Blick auf so manche politische Gruppierung) klargestellt werden müssen, daß hier nicht der Blickwinkel der jeweiligen Religionsgemeinschaft (selbst da stellen Sie ja eher eine Einzelmeinung dar!), sondern einzig der der Verfassung ausschlaggebend ist. Wer das nicht akzeptiert, stellt sich gegen das GG (und weder die Bibel noch der Koran stehen über der Verfassung.)

Drittens gibt es hier schon recht viele länger Lebende (und zwar mehrere Millionen), die muslimischen Glaubens sind. Und die bleiben auch hier. Die Ausführungen (wiederum redundant) haben also mit dem Ihrerseits so beliebten Flüchtlingsthema letztlich überhaupt nichts zu tun.

Ich frage mich zunehmend, wie groß die eigene Angst (vor dem Islam) sein muß, um fast täglich solche Beiträge einzustellen. Also von einem in Christus gefestigten Glauben kann da ja wohl keine Rede sein?

Schließlich: Ich halte christlichen Religionsunterricht für richtig und wichtig. Das ist auch eine Errungenschaft von 89. Dann sollte dieses Recht verfassungsgemäß aber auch anderen Religionsgemeinschaften zugestanden werden.

Johannes schreibt:
24. Februar 2018, 17:32

99,5% Übereinstimmung. Wenn Sie statt des Fragezeichens ein Ausrufezeichen setzen, sind wir eens!

Johannes schreibt:
24. Februar 2018, 18:15

Lieber Klartexter; die Redundanz wird er sicher bestreiten, auch wenn er andererseits behauptet, dass ich es nie begreifen werde... Aber wer sich seine eigene Sicht durch Wiederholung ständig bestätigen muss, schreibt nun mal so...

Britta schreibt:
24. Februar 2018, 18:09

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." (Tayyip Erdogan, 6. Dezember 1997, auf einer Wahlveranstaltung; zitiert nach dem Dichter Ziya Gökalp; Die Welt vom 22. September 2004)
Dies faßt im Wesentlichen den Kern des Islams, und wie wiederholt festgestellt, halten selbst ehemalige Verfechter des Euroislam (Bassam Tibi) diesen für unmöglich, praktischer Beweis die Islamschile der "Islamexpertin" Lamya Kaddor, die bereits 5 Dschihadisten in den heiligen Krieg ziehen ließ. Alles völlig konform mit Koran (jüngere, kriegerische Medina-Suren sind im Zweifelsfalle gültig!), Hadith ("Allahu akbar", welches heute stereotyp bei jedem islamischen Verbrechen erschallt, wurde bereits von Mohammed und seinen Anhängern bei dem Massaker an den Juden gerufen) und den Fatawa, den AKTUELLEN islamischen Rechtsgutachten, welche z.B. auf der Seite des Islaminstitutes der ev. Akademie zu finden sind. DAS wird im Islamunterricht zwangsläufig unterrichtet werden, denn DAS IST der Islam! Wer es immer noch nicht glaubt, sollte betrachten, was aus den ersten christlichen Ländern, nämlich Kleinasien/Levante und Nordafrika/Maghreb geworden ist. Warum muß jeder prominente Islamkritiker um sein Leben fürchten und oft in der Anonymität sein Dasein fristen? Islam und GG sind unvereinbar, das haben selbst führende Muslime eingeräumt, ebenso wie der Islam mit der UN-Menschenrechtskonvention unvereinbar ist. (s. diesbezüglich Kairoer Konvention!)
Ja, ich bleibe dabei, die Forderung aus christlichen Kreisen, Islamunterricht zu implantieren, ist Götzendienst i.S. der Verführung des Salomon. Es würde z.B. niemals eine Linda W. oder andere Kinder, manche sogar aus christliche, Hause, in den islamischen Dshihad ziehen, wenn ihnen der Islam nicht als erstrebenswerte Geistliche Heimat vorgegaukelt worden wäre. Das ist der Sinn, den unser HERR hatte, als er in Israel sämtliche Götzenheiligtümer zu zerstören verlangte und den Umgang mit Götzenanbetern verbot (Umgekehrt wird das i.d.R. sehr streng befolgt!).
Ceterum censeo, der Islam gehört nicht zu Deutschland und schon gar nicht zu Mitteldeutschland, denn noch sind dort nicht Millionen (zumeist illegal eingedrungene) Muslime wohnhaft. Das soll auch so bleiben! Auch wenn Harvard-Professoren schon siegessicher im öR vom großen Bevölkerungsexperiment und den damit zusammenhängenden "Verwerfungen" sprechen!
Was sagen Sie eigentlich zur Akzeptanz islamischer Vielehe neuerdings in unserem Land - wird hier nicht der Rechtsstaat auch ausgehebelt? Achja, ich vergaß, wenns konkret wird, bekomme ich ja von Ihnen nie eine konkrete Antwort...

Beobachter schreibt:
24. Februar 2018, 22:34

Wie Du siehst, kommt auch jetzt wieder nichts Konkretes und stichhaltiges. Nur ausweichendes Geschwafel. Er ist inzwischen von seinen neuen Freunden so verblendet, daß er offenbar nicht mehr klar denken kann. In seiner Rage ist er nicht mal mehr fähig wahrzunehmen, auf welchen anderen (zum Beispiel Klartexter) hiesige Mitdiskutanten reagieren!
Es ist gut, daß Du, liebe Britta, ihm, Intellekt weit überlegen, immer wieder klar in die Parade fährst!
Wir sollten ihm seinen Unsinn nicht unwidersprochen durchgehen lassen, solange wir dazu noch in der Lage sind und Gelegenheit dazu haben!

Johannes schreibt:
23. Februar 2018, 22:19

Statt Dich immer wieder auf die Hebräische Bibel zu berufen, lies doch mal im 2. Testament, wie Paulus mit Andersgläubigen auf dem Areopag umgeht. Da wird niemand als Götzendiener eines heidnischen Wüstengottes verunglimpft...

Beobachter schreibt:
25. Februar 2018, 12:56

Journalist: Was in deutschen Moscheen gepredigt wird

Der ARD-Fernsehmoderator Constantin Schreiber (Hamburg) berichtete über seine Erfahrungen in deutschen Moscheen. Schreiber spricht fließend Arabisch und ist Autor des Bestellers „Inside Islam. Was in deutschen Moscheen gepredigt wird“. Es sei ihm darum gegangen, den Alltag in einer durchschnittlichen Moschee zu beschreiben. Er sei über die Predigten erstaunt gewesen. Es habe problematische Inhalte gegeben, etwa dass man nicht Muslim und zugleich Demokrat sein könne. Teilweise hätten die Imame auf ihre Zuhörer eingeschrien. Eine Moschee habe ein Buch verkauft, in dem Demokratie als „westliche Krankheit“ bezeichnet wurde.
Im "Unterricht" ist es ganz sicher nicht anders! Wer anderes vorgibt unterstützt soetwas noch oder ist einfach nur naiv!

Manfred schreibt:
22. Februar 2018, 11:15

Nachtarg:
@Manfredbeobachter, einfach einmal Religionsunterricht in Berlin und Brandenburg eingeben. Dort gibt es totale Abweichungen. In Berlin gibt es den Religions- und Weltanschauungsunterricht, indem die meisten Religionen beschrieben werden. Dieses Fach ist kein „Pflichtfach“ und wird auch nur von ca. 50% wahrgenommen.

Johannes schreibt:
22. Februar 2018, 19:06

Mit dem Schuljahr 2006/07 wurde in Berlin zusätzlich ab Jahrgangsstufe 7das Fach „Ethik“ als ordentliches Unterrichtsfach (Pflichtfach) eingeführt. Der Status des freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterrichtes bleibt dadurch unberührt.
Und was spricht dann gegen die sächsische Regelung, dass die Teilnahme Pflicht ist, man aber entscheiden kann zwischen Religion oder Ethik? Anbieter des Religionsunterrichts sind die Kirchen, die Lehrkraft braucht eine kirchliche Lehrerlaubnis. Anbieter des Ethikunterrichts sind ordentliche Lehrkräfte, die eine prüfungsbewehrte Ausbildung für das Fach Ethik haben. -Ist das wirklich so antidemokratisch? Und wenn Sie mal die vom Kultusministerium herausgegebenen Lehrpläne anschauen: Der Religionsunterricht ist eine bekenntnisorientierte, aber keine missionarische Veranstaltung. Und so müsste es allerdings auch bei jüdischem, muslimischem oder buddhistischem Unterricht sein. Was spricht, außer dem Wunsch, anderen Religionen dieses Recht nicht einzuräumen, wirklich dagegen?

Manfred schreibt:
23. Februar 2018, 10:17

Lieber Johannes.
Es kann auch ein Fach Ethik für alle Schulen in Deutschland festgelegt werden. Da spielt doch der Name für ein solches Fach keine Rolle.
Es gibt inzwischen so viele Strömungen eines Glaubens in Deutschland, da sollte es den „Unwissenden“ möglich gemacht werden, wo die Unterschiede liegen.
Aufklärung der Menschen sollte im Vordergrund stehen und nicht eine einzige Richtung.
Das Judentum sollte auch erklärt werden. Dieses steht aber in einer Linie mit der Christenheit (und auch im Wiederspruch).
Beim Islam wird es ganz, ganz schwierig, weil es sehr viele Richtungen gibt.
Genauso ist es beim Hinduismus und Buddhismus.
Wenn wir einen oder zwei Glauben bevorzugen, diskriminieren wir bewusst die restlichen Religionen. Dies sollte nicht gewollt sein.
Im Übrigen gibt es noch die Ungläubigen, welche an die wissenschaftlichen Erkenntnisse „glauben“. Auch diese werden außen vor gelassen.
Warum?

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