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Mitteldeutsches Kirchenparlament startet Frühjahrsberatungen

Nachfolge von Bischöfin Ilse Junkermann steht Freitag an
epd
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Kloster Drübeneck im Harz
Kloster Drübeneck im Harz © Ole J. B. Klemm/pixelio.de

Die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist am Donnerstag im Kloster Drübeck im Harz zu ihrer Frühjahrstagung zusammengekommen. Zum Start der Beratungen gab es einen Gottesdienst in der Klosterkirche. Das Kirchenparlament entscheidet auf seiner dreitägigen Sitzung unter anderem über die Nachfolge von Bischöfin Ilse Junkermann. Die Wahl steht am Freitag auf der Tagesordnung der Synode.

Für das Amt des Landesbischofs oder der Landesbischöfin bewerben sich die Superintendentin des Kirchenbezirks Plauen, Ulrike Weyer (46), der Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, Friedrich Kramer (54), und Pfarrer Karsten Müller (53) aus Halle. Die Synode dauert bis Samstag.

Auf der Landessynode war im Laufe des Tages zunächst eine weitere Vorstellungsrunde der Kandidaten geplant. Am Abend sollten sich die zwei Bewerber und die Kandidatin in nichtöffentlicher Sitzung den Fragen des Kirchenparlaments stellen. Am Freitag entscheiden die Synodalen, die Dezernenten der EKM und die Regionalbischöfe über die Personalie. Wenn sich alle Wahlberechtigten beteiligen, sind 87 Stimmen zu vergeben.

Sollte die nötige Zwei-Drittel Mehrheit in den ersten beiden Wahlgängen nicht erreicht werden, scheidet der Kandidat oder die Kandidatin mit dem geringsten Stimmenanteil aus. Kommt die Zwei-Drittel Mehrheit auch in den Wahlgängen drei und vier nicht zustande, muss sie im fünften Wahlgang vom Bewerber oder der Bewerberin mit dem bis dahin größten Stimmanteil geschafft werden. Misslingt auch dies, gilt die Wahl als gescheitert. Dann muss der Bischofswahlausschuss erneut zusammentreten und nach Kandidaten oder Kandidatinnen für eine erneute Bischofswahl suchen.

Neben der Wahl beschäftigen das Kirchenparlament während seiner dreitägigen Sitzung weitere Themen. Dazu zählen laut vorläufiger Tagesordnung neben dem Bericht der Bischöfin auch die Beratung von Kirchengesetzen und Anträgen, beispielsweise zur Gleichstellung von eingetragenen Partnerschaften mit der Ehe, zum Tempolimit auf Autobahnen, zur Zukunft historischer Kirchenbibliotheken und zum Umgang mit der AfD.

Die EKM entstand zum 1. Januar 2009 aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen mit der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Der mitteldeutschen Kirche gehören etwa 700.000 evangelische Christen an; rund 450.000 davon in Thüringen und etwa 240.000 in Sachsen Anhalt. Die übrigen Mitglieder stellen Gemeinden in den Randgebieten von Brandenburg und Sachsen.

Internet:
www.ekmd.de

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