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Angebote zur Einkehr und Besinnung

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Klosterkirche St. Annen Kamenz
Klosterkirche St. Annen zu Kamenz von 1512, Mittelalterlicher Flügelaltar, von 1513, Predalla, Maria und Josef mit Jesus, umgeben von 4 Engeln © Oettel

Die sächsischen Kirchgemeinden laden in der Woche nach den Christtagen über den Jahreswechsel hinaus zu Konzerten und Gottesdiensten ein. Darauf macht das Landeskirchenamt Sachsens aufmerksam.

Hier eine Auswahl:

Mitternachtsandachten und Glockenklang geleiten ins Neue Jahr: Häufig werden in diesen Tagen bis ins Neujahr die letzten zwei oder drei Kantaten des Bachschen Weihnachtsoratoriums aufgeführt, so in der Trinitatiskirche in Riesa am 29. Dezember um 19.30 Uhr die Kantaten 4–6 sowie am 30. Dezember in der Leipziger Peterskirche um 17 Uhr mit den ersten drei Kantaten.

Viele Menschen möchten den Jahresübergang nicht alleine verbringen und verabreden sich zu Treffen bei Freunden und Verwandten. Gemeinschaft und Kontemplation sowie Anregungen für die Zukunft bieten einige Angebote kirchlicher Häuser. In das KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus im ostsächsischen Herrnhut lädt die Kirchliche Frauenarbeit vom 29. Dezember bis 2. Januar 2018 alleinlebende Frauen ein. Es sollen Zeiten der Erholung, BeSINNung und Neuorientierung für die Teilnehmenden sein. So gibt es Anregungen zu thematischen Gesprächen, zu Bibeltexten, Singen, Tanzen, Malen sowie zur kreativen Gestaltung des gemeinsamen Silvesterabend- und Neujahrfeierns. Spaziergänge und Museumsbesuche ergänzen das Programm.

Vom 29. Dezember bis 1. Januar 2018 bietet die Arbeitsstelle KINDER JUGEND BILDUNG in Freiberg eine Silvesterfreizeit für Jugendliche ab 14 Jahre an.

Altjahresabend: Der Jahreswechsel wird häufig von strahlender Bläsermusik begleitet und das Neue Jahr mit Gottesdiensten begrüßt. Vom Silvester-Nachmittag bis in den späten Abend des 31. Dezember finden klangvolle Konzerte sowie Jahresabschluss-Gottesdienste und Andachten statt. So wird in Leipzig beispielsweise schon um 13.30 Uhr die Silvestermotette in der Thomaskirche aufgeführt. Auf dem Programm stehen J. S. Bach die Kantate 3 »Herrscher des Himmels« aus dem Weihnachtsoratorium und »Dona nobis pacem« aus seiner h-Moll-Messe mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester.

In Leisnig kommen kommen um 16 Uhr in der St. Matthäikirche in Leisnig Auszüge aus den Kantaten 1, 4-6 des Bachschen Weihnachtsoratoriums durch die Kantorei unter Leitung von KMD Holger Schmidt zur Aufführung.

Um 17 Uhr erklingt in der Dresdner Kreuzkirche die Silvestervesper des Kreuzchores mit Johann Adolf Hasses »Te Deum« in D und Bachs Kantate V »Ehre sei dir, Gott, gesungen« aus dem Weihnachtsoratorium und »Dona nobis pacem« aus der Messe in h-Moll. Es musizieren Solisten, der Dresdner Kreuzchor die Sinfonietta Dresden unter Leitung von Roderich Kreile.

In Chemnitz-Hilbersdorf gibt es um 17 Uhr ein Silvesterkonzert in der Trinitatiskirche. Zum inzwischen zehnten Mal endet das Jahr musikalisch unter dem Motto »Mit Bach ins neue Jahr«. Um 18 Uhr erklingt in der Kreuzkirche ein Silvesterkonzert mit Sopran, Barocktrompete und Orgel mit Werken von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach u.a. unter Leitung von Steffen Walther (Orgel).

Eine Stunde später beginnt in der Schloßkirche das Silvesterkonzert »Trompeten, Pauken & Orgel« mit Werken von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann u.a.

Neben vielen weiteren Konzerten am Nachmittag und frühen Abend öffnen am 31. Dezember um 17 oder 18 Uhr die sächsischen Kirchgemeinden ihre Türen zu Jahresabschlussgottesdiensten oder zu Gottesdiensten zum Altjahresabend, in denen meist gemeinsam Abendmahl gefeiert wird. Sie bieten Gelegenheit, noch einmal in Ruhe an das zurückliegende Jahr zu denken, an Erlebtes, an Gutes wie auch Schuldhaftes. Viele stellen auch Wünsche oder Vorhaben für das neue Jahr 2018 unter Gottes Geleit und es wird im Gebet an andere gedacht.

Silvesterabend: In Dresden beginnt das traditionelle Silvesterkonzert in der Kreuzkirche um 21 Uhr wieder mit 8 Trompeten, Pauken und Orgel. Es musizieren das Dresdner Trompeten Consort der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Kreuzorganist Holger Gehring an der Orgel. In der Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt gibt es Virtuose Orgelmusik zum Jahreswechsel.

Ebenfalls um 21 Uhr beginnen in der Silvesternacht Konzerte in der Nikolaikirche und in der Thomaskirche. In St. Nikolai ist das Ensemble TOP zu hören und in St. Thomas musiziert Ullrich Böhme an der Orgel. Um 21.30 Uhr gibt es in der Gnadenkirche Leipzig-Wahren ein Orgelkonzert mit dem Leipziger Sebastian Heindl mit Werken von J. S. Bach, M. Reger, C. Franck sowie eigenen Improvisationen. In der Taborkirche Kleinzschocher erklingt um 22 Uhr ein Silvesterorgelkonzert im Kerzenschein.

Zu später Stunde um 23 Uhr heißt es im ostsächsischen Crostau »Vom Himmel hoch, da komm ich her« mit einem Orgelkonzert mit Kirchenmusiker Lucas Pohle. In Chemnitz beginnt um 23.15 Uhr »Musik & Meditation zum Jahresausklang« in der Schloßkirche und in der Leipziger Michaeliskirche gibt es noch um 23.30 Uhr von Kirchenmusiker Veit-Stephan Budig Orgelmusik zum Jahresausklang. Mit dem Glockengeläut von allen sächsischen Kirchen geht es dann ins Neue Jahr.

Neujahrstag: Die Neujahrsgottesdienste am Montag, 1. Januar 2018, finden entweder zur gewohnten Zeit am Vormittag, oder sie sind auf den späten Nachmittag oder Abend gelegt. Im Festgottesdienst zu Neujahr in der Dresdner Kreuzkirche um 9.30 Uhr wird Landesbischof Carsten Rentzing predigen. Musikalisch wird der Sakramentsgottesdienst von Bläsern der Sächsischen Posaunenmission unter Leitung von Tilman Peter gestaltet.

Der traditionelle Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche wird um 10.15 Uhr wieder live als ZDF-Fernsehgottesdienst bundesweit übertragen. Er nimmt Bezug auf die Jahreslosung »Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst« (Offenbarung 21,6). Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (Ev.-Luth. Kirche Bayerns), Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird predigen. Der Kammerchor der Frauenkirche und ensemble frauenkirche unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert gestaltet den Gottesdienst musikalisch. Die landeskirchliche Kollekte ist in Sachsen am Neujahrstag für die gesamtkirchlichen Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland bestimmt.

In Leipzig wird im Gemeinde- und Universitätsgottesdienst um 11 Uhr in der Nikolaikirche Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werks, predigen.

In Chemnitz treffen sich die Innenstadtgemeinden um 17 Uhr in der St. Jakobikirche zu einem Abendmahlsgottesdienst mit den Pfarrerinnen Astrid Kühme, Dorothee Lücke und Dorothee Frölich-Mestars unter musikalischer Begleitung des Posaunenchores St.-Pauli-Kreuz und Steffen Walther (Orgel).

Neujahrskonzerte: Ein festliches Neujahrskonzert für Trompete und Orgel erklingt um 15 Uhr in der Kirche Panitzsch bei Leipzig und um 16 Uhr in Zwickau-Ebersbrunn mit Matthias Grünert, Kantor der Frauenkirche Dresden.

Mit einem Feuerwerk festlicher Musik für fünf Trompeten und Orgel eröffnen am Neujahrstag um 16 Uhr Kirchenmusikerin Daniela Vogel und das Dresdner TrompetenQuintett nun schon zum fünften Mal das musikalische Jahr in der St. Johanniskirche in Bad Schandau. Die Künstler wollen erneut hunderte von Zuhörern mit den traditionell dargebotenen Werken von Marc-Antoine Charpentier (»Prelude«) und Edward Elgars (Pomp and Circumstance March No. 1) verzaubern. Weitere musikalische Glanzpunkte bilden Bearbeitungen für Trompetenensemble und Orgel von Tielman Susato, Johann Sebastian Bach, Ronald Lo Presti sowie der »Boléro de Concert« von Louise Lefébure-Wely.

Um 17 Uhr werden in der Leipziger Thomaskirche die Kantaten 4–6 des Bachschen Weihnachtsoratoriums mit dem Bach Consort Leipzig und Solisten aufgeführt.

Ebenfalls um 17 Uhr ist in Lichtenstein/Erz. ein Konzert der Orgelakademie zu erleben mit mit Markus und Pascal Kaufmann (Orgel) und dem Bläserensemble Lutz Hildebrand in der Laurentiuskirche Lichtenstein.

Am Abend gibt es das traditionelle Neujahrskonzert aus der Frauenkirche um 20.30 Uhr mit Georg Friedrich Händels »Der Messias«. Es musizieren Solisten, die Hallenser Madrigalisten und die Virtuosi Saxoniae unter Leitung von Ludwig. Mit den Virtuosi Saxoniae gründete Ludwig Güttler 1985 ein Kammerorchester, das ihm durch die Vielseitigkeit und Qualität der instrumentalen Besetzung mannigfaltige Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Das Ensemble, vor allem aus führenden Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden bestehend, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke aus der Blüte der europäischen Musikkultur des 18. Jahrhunderts zu pflegen, wie sie sich vornehmlich in der Kapelle, am Theater und in der Kirchenmusik Dresdens widerspiegelt.

Epiphanias-Fest (Dreikönigstag): Bis zum Epiphanias-Fest am 6. Januar finden noch weitere Weihnachtskonzerte und Konzerte zum Jahresanfang statt. Auch die zu Weihnachten aufgeführten Krippenspiele sind vielfach in den Tagen nach Neujahr erneut zu sehen. Der Dreikönigstag am 6. Januar ist ein christlicher Feiertag, der dieses Jahr auf einen Sonnabend fällt. In drei anderen Bundesländern ist er ein staatlich geschützter arbeitsfreier Feiertag. In Sachsen wird die beginnende Epiphaniaszeit mit Gottesdiensten und Andachten am Nachmittag oder Abend begangen. Häufig finden an den Wochenenden noch Krippenspiele und Konzerte mit Aufführungen der letzten beiden Teile des Weihnachtsoratoriums statt.

Am Epiphaniasfest wird die landeskirchliche Kollekte in den gottesdienstlichen Veranstaltungen für das Evangelisch-Lutherische Missionswerk Leipzig gesammelt. Einige Kurrenden in Sachsen ziehen am Dreikönigstag singend von Haus zu Haus und sammeln ebenfalls Geld für ein Projekt des Leipziger Missionswerks. Im Rahmen der »Aktion Dreikönigstag 2018« sollen die Spenden wieder indischen Kindern zugutekommen.

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