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Osterbotschaft der sächsischen Bischöfe

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Wandgemälde in Maxen
Wandgemälde in Maxen © Steffen Giersch

Die beiden Dresdner Bischöfe, Carsten Rentzing und Heinrich Timmerevers, haben das Osterfest als »großes Hoffnungszeichen« und »Alternative zu mancher Hoffnungslosigkeit« gewürdigt. »Als Christen müsse uns aus der Botschaft des Osterfestes bewusst sein, welch großes Hoffnungszeichen darin sichtbar wird«, erklärte der evangelisch-lutherische Landesbischof Carsten Rentzing am Sonntag in Dresden.

Angesichts der Not in der Welt und »der sich möglicherweise daraus abgeleiteten Mut- und Hoffnungslosigkeit« könne Hass und Gewalt entstehen. Dem stehe »Gottes Zeichen der Auferstehung mit der Botschaft des Friedens und des Lebens« entgegen, betonte Rentzing.

Gerade zu Ostern gelte es auch »dankbar zu sein für die bisherige positive Entwicklung, in der wir hier leben dürfen«, sagte der sächsische Landesbischof. Auch daraus leite sich für ihn der Wunsch ab, »sich nicht die Hoffnung rauben zu lassen, nicht mutlos und verzagt zu sein, sondern fröhlich in die Zukunft zu gehen«.

Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers betonte: »Ostern ist die endgültige Zusage, dass Gott unser Leben zum Gelingen führen will.« Das Fest der Auferstehung Jesu sei »die Alternative zu mancher Hoffnungslosigkeit unserer Zeit«, sagte Timmerevers.

Auferstehung beginne im übertragenen Sinn dort, »wo wir uns aus unserem Egoismus und Selbstbezogenheit öffnen für Gerechtigkeit und Frieden, wo wir Streit und Hass überwinden, für Vergebung und Neuanfang wirken und Brücken zueinander bauen«, betonte er.

Evangelische und katholische Christen in Sachsen haben am Sonntag das Osterfest mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Vielerorts wurde zu Osternachtfeiern und morgendlichen Ostermetten sowie vor allem zu Festgottesdiensten eingeladen. Auch für Montag sind festliche Gottesdienste geplant.

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. In der frühen Christenheit gab es oft Taufen an diesem Tag.

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1 Lesermeinungen zu Osterbotschaft der sächsischen Bischöfe
Gert Flessing schreibt:
19. April 2017, 9:55

Hoffnungslicht
Die Sonne steigt am Horizont empor. Das Grab ist leer.
Der vorgestern am Holz alles verlor, liegt hier nicht mehr.
Die Frauen die zum Grabe gehen, die können den Verstorbenen nicht sehen.
Sie sehen dort allein nur Gottes Boten.
„Was sucht den Lebenden ihr, bei den Toten?“
Was ist geschehen, dort im ersten Tageslicht?
Wir hören manches. Wissen tun wir`s nicht.
Hat denn die Erde bebend sich gebäumt, als Gottes Engel den Stein weg geräumt?
Hat er, dem Blitze gleich, die Wachen hingestreckt?
Was immer auch, Gott hat sich nicht versteckt.
Er, der sich in den Tod gegeben, er gibt uns allen Hoffnung, und lässt uns neu leben.
„Was sucht den Toten ihr? Jesus ist ja am Leben und er wird euch ganz neue Hoffnung geben.“
So reden Engel und so redet Gott. Was hören wir? Die Welt ist voller Spott.
„Was erst begraben ist, das bleibt auch in des Grabes Nacht. Noch nie hat einer den, der tot, zurück gebracht.“
Ach? Rief der Herr nicht Lazarus aus seiner Gruft hervor? Damit Martha den Bruder nicht verlor?
Oh, es gibt manches, was man sagen kann, doch kommt es wirklich auf diese Geschichten an?
Die Frauen jedenfalls sind, so, wie wir, erschrocken und nicht sofort zur Hoffnung hin zu locken.
Sie fliehen voller Furcht vom leeren Grab.
Der Engel ihnen einen Auftrag gab.
„Geht hin, sagt seinen Jüngern, das er lebt. Verkündet doch der Tod behielt ihn nicht. Verkündet neuen Lebens helles Licht.“
Wie schwer ist es, dem Neuen zu vertrauen.
Wie leicht, nach dem Gewohnten aus zu schauen.
Die Jünger haben seinen Leib davon getragen, so wird man bald von jener Stunde sagen.
Doch der, der lebt, begegnete den Seinen und ließ das Licht der Hoffnung ihnen scheinen.
Er trug die Male seines Sterbens und der Qual und Pein.
Sie würden Zeichen dieser Hoffnung sein.
Das Kreuz, es ist damit nicht aus der Welt.
Es ist Realität zu jeder Zeit.
Doch wo es seither Menschen aufgestellt, ist Gottes Liebe, Gottes Gnade, trotz der Pein, bereit.
Denn er ist denen, die ihm lieb, begegnet.
Er ließ sich sehen, ja wohl auch berühren.
Er hat die, die ihn liebten auch gesegnet.
Selbst wir können den Segen heute spüren.
Die Botschaft geht von Ostern in die Weite, das Gott aus Todesnot die Welt befreite.
Auch heute ist er noch in unsrer Mitte.
Wo zwei und drei in seinem Namen sich vereinen, und nach der Liebe trachtet ihre Bitte, wird ihnen seiner Gnade Licht erscheinen.
Die Sonne sinkt am ersten Ostertage.
Doch wird sie morgen wieder neu erstehen.
Setzt Freude gegen alle Not und Klage!
Der Herr, er lebt und er wird mit den Seinen gehen. G.F.
Allen eine gesegnete Osterzeit.
Gert Flessing

Tageslosung

Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.

(Jesaja 54,4)

Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.

(Hebräer 11,27)

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