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Professur für Wissenschaft der Sozialen Arbeit neu besetzt

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© EHS/Baldauf

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) hat seit dem Herbstsemester die Professur für Wissenschaft der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Theorien und Geschichte der Sozialen Arbeit neu besetzt mit Nicole Rosenbauer. Das teilte die Hochschule in einer Pressemitteilung mit.

Nicole Rosenbauer studierte an der Universität Dortmund Erziehungs­wissenschaft und erwarb ihren Abschluss als Diplom-Pädagogin im Schwerpunkt Sozialwesen und Soziale Dienste. Im Anschluss promo­vierte sie zum Thema flexible, integrierte und sozialräumliche Erzie­hungshilfen, die als weitreichender praktischer Versuch der Umsetzung des Konzeptes Lebensweltorientierung gelten, heißt es weiter.

Nach einem Jahr Tätigkeit als Post-Doktorandin arbeitete Nicole Rosenbauer drei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni­versität Dortmund am Lehrstuhl Theorie und Empirie der Sozialpädago­gik. Nach ihrer akademischen Tätigkeit wechselte sie in die Berufspraxis und arbeitete u.a. als Sozialpädagogin in einer Wohn­gruppe für junge Menschen mit einer Essstörung, als Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) sowie mehrere Jahre im Praxisfeld der unabhängigen Ombudschaft beim Berliner Rechtshilfe­fonds Jugendhilfe e.V. (BRJ).

Rosenbauer unterrichtet, wie professioneller Hilfebeziehungen gestaltet werden können, Professionalität Sozialer Arbeit sowie Grundlagen öffentlicher Bildung und Erziehung. Weitere aktuelle Arbeitsschwer­punkte sind machttheoretische Perspektiven Sozialer Arbeit, Kinder­rechte und Kinderschutz sowie unabhängige Ombudschaft in der Ju­gendhilfe.


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7 Lesermeinungen zu Professur für Wissenschaft der Sozialen Arbeit neu besetzt
Britta schreibt:
28. Dezember 2017, 20:17

"Weitere aktuelle Arbeitsschwer­punkte sind machttheoretische Perspektiven Sozialer Arbeit, Kinder­rechte und Kinderschutz sowie unabhängige Ombudschaft in der Ju­gendhilfe.
"
Klingt irgendwie alles so richtig nach froher Botschaft - sind Sie sicher, daß es sich um die Evangelische Hochschule handelt?

Johannes schreibt:
30. Dezember 2017, 11:52

Liebe Britta,

Laut meinem Neuen Testament sagt Jesus: "Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir getan!" - Hast Du ein anderes Evangelium, in dem der Dienst für den Nächsten nicht zur Frohen Botschaft gehört? - Ich sag's mal unumwunden: Eine evangelische Hochschule, auf der keine Soziale Arbeit gelehrt wird, verdient diesen Titel nicht...

Mit guten Wünschen für das Neue Jahr
Johannes

Britta schreibt:
30. Dezember 2017, 15:28

Schön und gut, lieber Johannes, wo finde ich dann die Machttheorie der sozialen Arbeit in Deinem Neuen Testament?
Mit ebenfalls vielen guten Wünschen für das Neue Jahr
Britta

Johannes schreibt:
31. Dezember 2017, 10:52

Natürlich finde ich die nirgendwo in der Bibel. Sie antwortet nicht auf Fragen die erst im dritten Jahrtausend nach Niederschrift der Evangelien bewusst geworden sind. (Du weißt wohl, dass deine Frage absurd ist.) Aber für die Beurteilung der machttheoretischen Aspekte gibt Mt. 25 durchaus Kriterien. Das ist der Unterschied.
Johannes

Johannes schreibt:
31. Dezember 2017, 16:01

Damit niemand unter "machttheoretische Perspektiven" versteht: "Staatsmacht missbraucht soziale Arbeit zur Sanktionierung politisch unbotmäßiger Eltern" (wie hier in Kommentaren schon angedeutet wurde), sei z.B. verwiesen auf Das Buch "Kämpfe um soziale Ungleichheit -Machttheoretische Perspektiven" (Barlösius, Eva, 2004) und die kurze Inhaltsbeschreibung:
"Obschon die Ungleichheitssoziologie auf eine lange Geschichte zurückblickt, gibt es eine Reihe theoretischer Probleme, mit denen sie sich immer wieder neu beschäftigt und die trotzdem weitgehend ungelöst bleiben. Sie lassen sich auf zwei Grundfragen reduzieren: 1. Wie kommt die Abgestimmtheit zwischen "objektiven" Lebensbedingungen und "subjektiven" Lebensweisen zustande? 2. Welchen Regeln folgen die Repräsentationen sozialer Ungleichheit, d.h. sind sie bloße "Wiederspiegelungen", "diskursive Konstruktionen" oder folgen sie eigenen sozialen Regeln?"

Da bin ich durchaus der Meinung, dass diese Forschung mit der Nächstenliebe zu tun hat, obwohl "die Machttheorie der sozialen Arbeit in meinem Neuen Testament" logischerweise nicht vorkommt, schon allein, weil 2000 Jahre dazwischen liegen.
Johannes Lehnert

Beobachter schreibt:
01. Januar 2018, 15:22

Siehe unten. Irgendwo muß das Geld ja verbraten werden!

Beobachter schreibt:
31. Dezember 2017, 8:22

Ja, liebe Britta, irgendwo müssen die Gelder doch verschleudert werden, mit den man die Gemeinden kaputtspart!

Quelle
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