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Sächsische Bischöfe starten gemeinsam ins Reformationsjubiläumsjahr

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich feierte mit Landesbischof Carsten Rentzing, Heinrich Timmerevers und Gästen im Bautzener Dom Gottesdienst
epd/SONNTAG
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  • v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

    v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

  • v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

    v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

  • v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

    v.l.n.r.: Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, Landesbischof Carsten Rentzing und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

  • Mit dabei waren auch zahlreiche Gäste aus Kirche und Politik

    Mit dabei waren auch zahlreiche Gäste aus Kiche und Politik

  • Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers

    Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers

  • Besucher des Gottesdienstes zu Epiphanias in Bautzen

    Besucher des Gottesdienstes zu Epiphanias in Bautzen

  • Die Predigt hielt Dietrich Brauer, Erzbischof aus Moskau

    Die Predigt hielt Dietrich Brauer, Erzbischof aus Moskau

  • Fürbitten: v.l.n.r.: Staatsminister Martin Dulig, Pfarrer Christian Tiede, Pfarrerin Dr. Maria Heinke-Probst, Pfarrerin Dr. Cornelia v. Ruthendorf-Przewoski, Ministerpräsident Stanislaw Tillich

    Fürbitten: v.l.n.r.: Staatsminister Martin Dulig, Pfarrer Christian Tiede, Pfarrerin Dr. Maria Heinke-Probst, Pfarrerin Dr. Cornelia v. Ruthendorf-Przewoski, Ministerpräsident Stanislaw Tillich

  • Musikalische Begleitung: Evangelische Kantorei St. Petri, Ensemble mit historischen Instrumenten, KMD Michael Vetter

    Musikalische Begleitung: Evangelische Kantorei St. Petri, Ensemble mit historischen Instrumenten, KMD Michael Vetter

  • Carsten Rentzing (li.) erhält von Christoph Seele, Beauftragter der evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen, die aktuelle Reformationsbroschüre überreicht

    Carsten Rentzing (li.) erhält von Christoph Seele, Beauftragter der evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen, die aktuelle Reformationsbroschüre überreicht

Am 6. Januar haben die Evangelische Landeskirche und der Freistaat in den St.-Petri-Dom nach Bautzen eingeladen. Gemeinsam mit Landesbischof Carsten Rentzing, dem katholischen Bischof Heinrich Timmerevers, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sowie weiteren Vertretern aus der Landespolitik wurde das diesjährige Reformationsjubiläum eröffnet. Die Predigt hielt Erzbischof Dietrich Brauer aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland.

Den Predigttext finden Sie hier.

Die sächsischen Bischöfe Carsten Rentzing und Heinrich Timmerevers haben zu diesem Anlass ein gemeinsames Wort zum diesjährigen Reformationsjubiläum verfasst. In der am Freitag in Dresden verbreiteten Erklärung betonen sie, dass 500 Jahre Reformation von den evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland gemeinsam als "Christusfest" begangen würden. Rentzing ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Timmerevers hat das Bischofsamt des Bistums Dresden-Meißen inne.

Ebenso verbinde sich "mit der 500-jährigen Reformationsgeschichte aber auch eine Trennungsgeschichte, welche die Christenheit bis heute tief verwundet", heißt es weiter. Dieser stünden jedoch in der jüngeren Vergangenheit "intensive ökumenische Bemühungen gegenüber". So sei in den vergangenen Jahrzehnten "den evangelischen und katholischen Christen bewusstgeworden, dass uns der Glaube an Jesus Christus, das Hören auf Gottes Wort in der Heiligen Schrift und das sakramentale Band der Taufe zutiefst miteinander verbinden", erklärten die beiden Bischöfe.

Mit den Feierlichkeiten zum Jubiläum 2017 solle die Öffentlichkeit daran erinnert werden, "worum es dem christlichen Glauben geht: um die menschgewordene Liebe Gottes in seinem Sohn Jesu Christus", heißt es in der Erklärung der beiden Bischöfe. Martin Luther sei es "um nichts anderes gegangen". Er habe "neu auf Christus hinweisen wollen, auf seine gute Botschaft".

In einer Region, in der weit über 70 Prozent der Menschen keiner Kirche angehören, sei die "religiöse Sprachunfähigkeit gravierend", heißt es in der Erklärung weiter. Eine "große Orientierungslosigkeit" zeige sich auch im Umgang mit anderen Religionen.

Für Sachsen wurde am Freitagabend das Reformationsjubiläum 2017 auch offiziell eröffnet. An dem ökumenischen Festgottesdienst im Bautzener Dom nahmen Rentzing und Timmerevers gemeinsam teil. Der Dom St. Petri gilt als älteste Simultankirche Deutschlands. Seit 1524 nutzen katholische und evangelische Christen diese Kirche gemeinsam. In und um Bautzen liegt das Siedlungsgebiet der katholischen Sorben.

Hier finden Sie den Text der gemeinsamen Erklärung.

Fotos: © Bernd Heinze

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