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so_01-2014

Nr. 1 vom 5. Januar 2014 2. Sonntag nach Weihnachten Sachsen 5 Das wird 2014 Dieses Jahr steht innerhalb der Lutherdekade unter dem Motto »Reformation und Politik«. In Sachsen ist das zen- trale Ereignis die 475. Wieder- kehr der Einführung der Refor- mation durch Herzog Heinrich den Frommen, der 1539 die Re- gierung in Dresden antrat. Was sonst im neuen Jahr geschieht: 4. Januar: Lange Nach der Krippenspiele in Dresden. 6. Januar: Eröffnung des Themenjahres »Reformation und Politik« für Sachsen in der Leipziger Nikolaikirche. 12. bis 19. Januar: Allianzge- betswoche. 25. Januar: 4. Lutherwegtag in Leipzig. 26. Januar: Wahl zur 27. Lan- dessynode Sachsens. 26. Januar: Bibelsonntag, 200 Jahre Sächsische Haupt­ bibelgesellschaft. 7. bis 23. Februar: Olympische Winterspiele in Sotschi (Russ- land). 24. März: 20 Jahre Evange- lischer Kirchenvertrag für Sachsen. 1. bis 4. Mai: Feiern zu 475 Jah- re Einführung der Reformation in Annaberg. 1. Mai bis 31. Oktober: »Eine starke Frauengeschichte«, Ausstellung zu 500 Jahre Refor- mation im Schloss Rochlitz. 16. bis 18. Mai: Festival der Reformation in Zwickau. 23. Mai bis 1. Juni: Straßen- sammlung der Diakonie. 25. Mai: 475 Jahre Einführung der Reformation in Leipzig. 25. Mai: Europa- und Kommu- nalwahl in Sachsen. 14. und 15. Juni: Konstituie- rende Sitzung der 27. Landes- synode. 25. bis 27. Juni: Landeskir- chen-Musiktage in Leipzig. 27. bis 29. Juni: Deutsches Chortreffen und sächsischer Landeskirchentag in Leipzig. 4. bis 6. Juli: Christliche Begeg- nungstage in Breslau. 6. Juli: 475 Jahre Einführung der Reformation in Dresden. 12. und 13. Juli: Elbekirchentag in Magdeburg. 28. Juli: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. 29. Juli: Einführung der Reformation vor 475 Jahren in Chemnitz. 31. August: Landtagswahl in Sachsen. 1. September: Vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. 14. bis 21. September: Kir- chenvorstandswahlen. 26. und 27. September: Ein- führung der Reformation vor 475 Jahren in Leisnig. 26. bis 28. September: Landes- erntedankfest in Zwönitz. 30. September bis 4. Oktober: Festwoche zu 300 Jahre Große Sibermannorgel in Freiberg. 8. und 9. Oktober: 25 Jahre Friedliche Revolution. 18. Oktober: Landesjugendtag der Evangelischen Jugend in Chemnitz. 31. Oktober: Gottesdienst im Meißener Dom am Ende des Themenjahres der Luther­ dekade. 5. November: 600. Jahrestag des Beginns des Konzils von Konstanz, bei dem Jan Hus als Ketzer festgenommen wurde. 9. November: 25. Jahrestag des Mauerfalls. 14. bis 17. November: Herbst- tagung der 27. Landessynode. 14. bis 23. November: Haus- und Straßensammlung der Diakonie. 30. November: Einführung der neuen Kirchenvorstände. 7. Dezember: Einweihung der neuen Universitätskirche in Leipzig. Kurz berichtet Förderung für Jugendliche geht weiter Radebeul (so) – Das Programm »Jugend stärken« des Bundesfamili- enministeriums kann weitergehen. Wie das Diakonische Werk Sach- sens mitteilte, sei die Förderung bis Mitte 2014 verlängert worden. »Das ist ein bisschen wie Weih- nachten und Ostern zusammen«, heißt es in der Mitteilung der Dia- konie. Mit dem Förderprogramm werden benachteiligte junge Men- schen am Übergang von Schule in Ausbildung und Beschäftigung un- terstützt. Das Programm sollte ur- sprünglich Ende 2013 beendet wer- den, ehe Mitte 2014 das Anschluss­ programm beginnt. Ab Dezember hätten in diesem Fall »3500 junge Menschen in der Luft gehangen, die bisher aufgebauten Strukturen wären zusammengebrochen und wir hätten wieder bei Null begin- nen müssen«, so Diakoniedirektor Christian Schönfeld. Die Mittel zur Weiterführung des Programms kommen aus dem Euro- päischen Sozialfonds (ESF). Jahr zu »Reformation und Politik« beginnt Leipzig/Dresden (epd) – Das The- menjahr »Reformation und Politik« wird für die sächsische Landeskir- che am 6. Januar in der Leipziger Nikolaikirche eröffnet. Erwartet werde dazu auch der evangelische Landesbischof Jochen Bohl, teilte die Kirchgemeinde in Leipzig mit. Sachsen feiert 2014 die Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen vor 475 Jahren. Das säch- sische Reformations-Jubiläum wird auch an anderen Orten des Freistaa- tes mit Gottesdiensten oder Sympo- sien gewürdigt, darunter in Anna- berg und Dresden. 4. Lutherweg-Tag findet im Januar statt Leipzig (epd) – Zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Tourismus treffen sich am 25. Januar in Leip- zig, um sich zum vierten Mal über die Entwicklungen rund um den Lutherweg auszutauschen. Ziel ist eine bessere Zusammenarbeit der einzelnen Stationen am Lutherweg, der als Pilger- und Wanderpfad durch Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Hessen führt. Diskutiert werden soll unter anderem eine Verlängerung des Weges bis nach Magdeburg sowie die Eröffnung von Wegabschnitten in Brandenburg. Der Lutherweg wurde bereits 2008 eröffnet und hat inzwischen eine Strecke von insge- samt rund 1500 Kilometern. Evangelische Hochschulen laden ein Dresden/Leipzig (so) – Wenn am 9.  Januar die Universitäten und Hochschulen Sachsens ihre Türen öffnen, stellen auch die evange- lischen Ausbildungsstätten ihre Studienfächer vor. Gymnasiasten der elften und zwölften Klassen, die sich für einen Beruf in Kirche und Diakonie mit akademischer Ausbil- dung interessieren, können sich an diesem Tag über die Studienmög- lichkeiten informieren. Wie die Landeskirche mitteilte, haben geeignete Bewerber hervor- ragende Berufsperspektiven in Kir- che und Diakonie, da in den näch­ sten Jahren viele kirchliche Mitar- beiter, Religionslehrerinnen und -lehrer sowie Pfarrerinnen und Pfar- rer in den Ruhestand treten. Offene Türen gibt es bei der Theo- logischen Fakultät an der Universi- tät Leipzig, im Institut für Evangeli- sche Theologie an der Philosophi- schen Fakultät der TU Dresden, in der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, im Kirchenmusikalischen Institut Leipzig sowie in den Evan- gelischen Hochschulen Dresden und Moritzburg (Seite 7). Ausblick Geburtstag der Landeskirche Vor 475 Jahren wurde im albertinischen Sachsen die Reformation eingeführt Im ernestinischen Teil Sachsens, das mit der Kurwürde verbunden war und die Regionen vom Vogtland bis Torgau sowie Teile Thüringens um- fasste, waren die Lehren Martin Lu- thers schon früh eingezogen. Kurfürst Friedrich der Weise war ein Förde- rer und Unterstützer des Reformators, versteckte ihn sogar vor dem Bann des Papstes auf der Wartburg. Sein Vetter in Dresden, Herzog Ge- org, der über die albertinischen Ge- biete herrschte, die den größten Teil des heutigen Freistaats umfassten, war entschiedener Gegner aller reforma- torischen Bestrebungen. Als er im Ap- ril 1539 starb, übernahm sein Bruder Heinrich–späterderFrommegenannt – die Herrschaft. Heinrich hatte zuvor in Freiberg gelebt. Dort wurden er und – viel intensiver noch  – seine Ehefrau Katharina schon seit etwa 1524 zu Für- sprechern der Reformation, indem sie evangelische Prediger nach Freiberg riefen. Mit ihrem Machtantritt führte das Herzogspaar Heinrich und Kathari- na evangelische Gottesdienste mit Pre- digten nach der lutherischen Lehre in Dresden ein, zunächst in der Schlosska- pelle. Mit einem Gottesdienst am 6. Juli 1539 in der Dresdner Kreuzkirche, bei dem das Abendmahl in beiderlei Ge- stalt gereicht wurde und der Kreuz- chor sang, wurde schließlich die Refor- mation auch für diesen Teil Sachsens eingeführt. Christine Reuther Erinnert Am Altar der Dresdner Kreuzkirche ist die erste Abendmahlsfeier am 6. Juli 1539 dargestellt. Heinrich Erpler hat sie im Jahr 1900 geschaffen. Foto: Steffen Giersch In Sachsen werden 475 Jahre Reformation gefeiert – und in Europa 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs. Ein Ausblick auf Ereignisse des Jahres 2014. Von Christine Reuther E s werden 475 Kinder gesucht. Nicht irgendwelche, sondern Kinder, die singen können und beim Schlussgottesdienst des Lan- deskirchentags im Juni im Leipziger Stadion mitwirken wollen. 475 sollen es sein, weil das die Zahl der Jahre ist, die seit Einführung der Reforma- tion in Sachsen vergangen sind – und weil dieses Jubiläum Anlass für den Landeskirchentag vom 27. bis 29. Juni ist. An diesen Tagen werden zugleich 10 000 Sängerinnen und Sänger zum Deutschen Evangelischen Chorfest in Leipzig erwartet. Für Kirsten Hanson ist die Kombi- nation von Chorfest und Landeskir- chentag »eine sehr befruchtende Sa- che«. Kirsten Hanson ist die Koordina- torin in Leipzig. In ihrem Büro laufen alle Fäden zusammen. Zur Zeit startet sie die Quartier- suche bei den Leipzigern für die vie- len sangesfreudigen Gäste aus ganz Deutschland. Diese werden die drei Tage nicht nur mit Leben, sondern die Stadt mit Gesang füllen. So können Chöre auf den Bühnen der Innenstadt auftreten. »Die Chöre können bei der Ameldung vermerken, ob sie ein eige- nes kleines Programm bieten wollen«, sagt Kirsten Hanson. Und alle Chor- sänger können auch an den Veranstal- tungen des sächsischen Kirchentages teilnehmen. Dessen Zentrum ist das Leipziger Evangelische Schulzentrum. Doch weil rund um das Thema »Hier stehe ich« über 50 Workshops angebo- ten werden, müssten neben Kirchen si- cher noch Hörsäle angemietet werden, wenn nach dem 15. Februar feststeht, wie viele Teilnehmer sich am Chorfest angemeldet haben, sagt Hanson. Das Familienzentrum des Kirchen- tages wird sich im Bildermuseum be- finden. In der Philippuskirche wird es ein Gehörlosenzentrum geben. Für die vielen geplanten Gesprächsgrup- pen werden noch Leiter gesucht. Die Ehrenamtsakademie wird sie vor dem Kirchentag schulen. Wer nach den drei Tagen Kirchen- tag und Chorfest noch nicht genug hat von Christentreffen, der kann eine Woche später nach Breslau (Wrocław) fahren. Dort finden vom 4. bis 6. Juli die Christlichen Begegnungstage statt. Sie stehen unter dem Motto »Frei in Christus« und nehmen Bezug auf die 25  Jahre, die seit dem Fall des »Ei- sernen Vorhangs« vergangenen sind. Seit 1991 treffen sich Christen aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Un- garn, Österreich, Sachsen und Bayern zu Begegnungstagen. Sie wollen den Glauben teilen, gemeinsam Gott loben und die Einheit der Christen in Euro- pa stärken. Auch hier werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet. Um das Thema Freiheit geht es auch bei der »Peace Academy« über Pfingsten an der Dresdner Frauenkir- che. Dort werden sich 500 Jugendliche aus Deutschland und der Welt mit demThema»Gewissensfreiheit.Ris­kier was!« befassen. Damit solle deutlich gemacht werden, »dass es Mut und Kraft bedarf, selbstbestimmt durchs Leben zu gehen, Entscheidungen zu treffen und beherzt zu handeln«, heißt es in der Einladung. 8 www. leipzig2014.de 8 www.wroclaw2014.net 8 www.peace-adademy.de 2014:  Was im neuen Jahr im evangelischen Sachsen so alles gefeiert und begangen wird Sie will zum Chorfest und hat noch kein Bett: »Sängerin sucht Sofa« heißt der Slogan für die Quartiersuche zum Chorfest in Leipzig. Karten mit diesem Bild werben bei den Leipzigern dafür. Foto: Andreas Lamm Sängerin sucht Sofa 014 en en en ezu hen ,1) ich bei in! cht, mit t. bie- nis en ue auf ah- eit, ng, nn tei- Be- alb eit, sei- klar au- bei ne eg. oth ekt- ien- and stli- Foto:ChristianMüller–fotolia.com

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