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Sorben sind bei „500 Jahre Reformation“ mit eigenen Projekten vertreten

Andreas Kirschke
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© Foto: Andreas Kirschke

Zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ wollen sich die Sorben intensiv einbringen. Das teilten die Veranstalter, die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien auf einer Informationsveranstaltung am Mittwoch in Görlitz mit. „Wir organisieren vom 26. März bis 27. August 2017 die Ausstellung »Fünf Jahrhunderte. Die Sorben und die Reformation«. Fachlicher Berater ist der sorbische Superintendent Jan Malink. Mit gleichem Titel werde der Domowina-Verlag am 26. März 2017 pünktlich zur Buchmesse in Leipzig ein Buch vorstellen. Vom 24. bis 26. November 2017 folgt eine Fachkonferenz des Sorbischen Instituts zum Thema Reformation und Konfessionsbildung bei den kleinen Völkern Europas“, unterstrich Andrea Paulik, Kuratorin im Sorbischen Museum Bautzen für die Bereiche Kulturgeschichte und Literatur, bei dem Treffen in Görlitz.

„Für unsere Ausstellung wollen wir intensiv mit den Schulen zusammenarbeiten. Und das für verschiedene Altersgruppen“, verdeutlichte Andrea Paulik. „Einen Teil der Ausstellung gestalten Schüler. Wir wollen auch zielgerichtet zweisprachige Arbeitsblätter erstellen.“ Zeigen soll die Ausstellung die existentiellen Auswirkungen der Reformation auf die Sorben. Diese Folgen, so Andrea Paulik, waren tiefgreifend. So bildeten sich infolge der Reformation das sorbische Schriftwesen, eine sorbische Bildungsschicht aus Pfarrern und Lehrern sowie das sorbische Schulwesen heraus.

Außer den Sorben widmen sich 2017 viele weitere Gruppen dem Reformationsjubiläum in der Region. Offizielle Eröffnung im Freistaat Sachsen und in der Landeskirche Sachsens ist am 6. Januar im Bautzener Dom. Zu den Ehrengästen wird Ministerpräsident Stanisław Tillich (CDU) gehören. Die Städtischen Museen Zittau organisieren die Ausstellung „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“. Vom 30. Juni 2017 bis 7. Januar 2018 wird diese zu sehen sein. Es geht um religiöse Toleranz und Offenheit der Oberlausitz.

Die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien hatte Lehrer für Religion, Geschichte, Ethik aller Schularten sowie kirchliche Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Interessierte zum Informationsaustausch eingeladen. Rund 25 Teilnehmer kamen ins Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz.

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(Matthäus 19,17)

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