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Stiftung Friedliche Revolution will Freiheitsdenkmal in Leipzig

epd
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Blick über Leipzig
© Foto: Stadt Leipzig

Die Stiftung Friedliche Revolution in Leipzig plädiert mit Nachdruck für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal auch in der sächsischen Messestadt. In einem "Ruf aus Leipzig", der am Mittwoch verbreitet wurde, macht sie sich für korrespondierende Denkmäler in Berlin und Leipzig stark. Die Koalitionsfraktionen hatten am Dienstag grünes Licht für das Einheitsdenkmal in Berlin gegeben.

"Wir appellieren an den Deutschen Bundestag, bei den weiteren Verhandlungen und Entscheidungen an der 2008 beschlossenen Absicht festzuhalten, in Berlin als auch in Leipzig an die Friedliche Revolution und die Wiedererlangung der staatlichen Einheit in Deutschland mit je einem eigenen Denkmal zu erinnern", heißt es in dem Aufruf. Dabei schließe sich die Stiftung "gern dem Vorschlag an, das thematische Gewicht in Leipzig auf den Aspekt der Freiheit und in Berlin auf den Aspekt der Einheit zu legen".

Ein Leipziger Denkmal sollte den Mut und die Zivilcourage aller Bürger würdigen, die sich 1989 für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzten, erklärte die Stiftung. Es solle eine breite demokratische Öffentlichkeit erreichen, vor allem aber zukünftige
Generationen.

Als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Leipzig "sind wir bereit, uns gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft e.V. in Berlin an der Konzeption und Realisierung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Leipzig intensiv zu beteiligen", hieß es zudem.

Für den Bau des Berliner Denkmals, einer gigantischen begehbaren "Bürgerwippe", sind 15 Millionen Euro veranschlagt. Als möglicher Termin für die Einweihung wurde der 30. Jahrestag der friedlichen Revolution 2019 genannt. Für das Denkmal hatte sich unter anderen auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ausgesprochen.

Nach einem missglückten Architekturwettbewerb, der sogar die Justiz beschäftigte, hatte Leipzig im Juli 2014 die Pläne für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal vorerst auf Eis gelegt. Im April 2016 kippte der Haushaltsauschuss des Bundestags dann auch das geplante Pendant auf dem Berliner Schlossplatz. Nach massiven Protesten soll die "Bürgerwippe" jetzt doch realisiert werden.

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4 Lesermeinungen zu Stiftung Friedliche Revolution will Freiheitsdenkmal in Leipzig
Helmut Taube schreibt:
18. Februar 2017, 11:42

Die neue Initiative für ein Freiheitsdenkmal ist gut und wichtig. Mit der Zeit werden die Montagsdemo-
stranten immer weniger nach über 27 Jahren, die sich gegen Willkür, Gewehre und Panzerwagen
gestellt haben und mit ihren Mut deutsche Geschichte geschrieben haben. Nur wer die Geschichte
ehrt, kann die Zukunft meistern. Das die Linken nun schon wieder dagegen schießen ist klar,
denn ihr Weltbild wurde zerstört. Als Teilnehmer vom 9.10.89 (damals 48 heute 75) möchte ich es
noch erleben, daß der Mut der vielen Sachsen von 1989 ein würdiges Denkmal gesetzt wird unter
Mitwirkung der Bürger für Standort und Denkmal bis 2024. Ich schließe mich gern der Stiftung
Friedliche Revolution an. Die 70000 von damals sind aufgerufen- Schließt Euch an !

Gert Flessing schreibt:
20. Februar 2017, 6:50

Ein Denkmal ist etwas zum Nachdenken. Denk mal.
Wenn ich mal denke und meine Gedanken sich mit dem befassen, was wir "friedliche Revolution" nennen, dann sehe ich, das ich mich mit etwas, was 15 Millionen Euro kosten soll, nicht anfreunden kann. Warum so monströs? Damit wieder einmal irgend ein "Stararchitekt" sich an dem Gedenken eine goldene Nase verdient?
Ein Denkmal, das an den Mut der Bürger erinnert und um das juristisch gezankt wird, weil, nun ja, Kunst auch fragwürdig zu sein scheint?
Irgendwie hatten es frühere Zeiten wohl einfacher.
Ein Denkmal in Leipzig, das an das Geschehen damals erinnert? Wie wäre es mit einer Kerze? Sie darf auch etwas größer sein. Vielleicht sogar aus Bronze. Sie sollte aber nicht 15 Millionen kosten.
Sie sollte auch nicht zum Zankapfel werden. Denn dann wäre es besser, gar kein Denkmal zu errichten.
Gert Flessing

Helmut Taube schreibt:
21. Februar 2017, 18:06

Herr Flessing,
danke für Ihren Kommentar zu meinen Artikel, aber wie kommen Sie auf 15 Millionen, wo doch
schon seit über 10 Jahren fest steht 5 Millionen am Etat für Leipzig und 15 Millionen für Berlin.

Gert Flessing schreibt:
22. Februar 2017, 6:37

Lieber Herr Taube,
ich hatte Berlin im Blick. Die Summe hat mir ein wenig die Sprache verschlagen und die Idee dazu auch.
Obwohl auch fünf Millionen ein ziemlicher Happen sind und wenn ich mir ansehe, was dann, recht oft, als "Kunstwerk" dabei heraus kommt...
Tut mir leid, aber warum müssen es denn oft so monströse Ideen sein? Was ist daran Kunst und hilft wirklich nach zu denken und wirkt nicht eher, wie Klamauk?
Gert Flessing

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Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.

(Hiob 9,8.9)

Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

(Offenbarung 14,7)

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