Treffen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Windhuk startet

Beim Eröffnungsgottesdienst predigte Pfarrerin Dr. Elena Bondarenko von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland
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Zum Auftakt der Zwölften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in der namibischen Hauptstadt Windhuk am Vormittag sind die Delegierten daran erinnert worden, dass das Überleben der Kirche trotz aller Bedrängnis die Erfüllung von Gottes Verheißung ist. Das teilten Vertreter des Lutherischen Weltbundes mit. In einer Presseerklärung sowie aktuellen Fotos aus Windhuk informierten sie über den Verlauf des Gottesdienstes:

»Gottes Verheißungen betreffen das Leben und das alltägliche Dasein, unser tägliches Brot und all unser Tun; Gottes Verheißungen eröffnen uns eine Wahrheit, dass nämlich alles Sinn macht; all unsere Taten und selbst Gedanken und Gefühle haben eine Bedeutung, und das letzte Ziel ist, dass wir, mit all unseren Gedanken und Taten, erlöst werden können.« Dies war die Botschaft von Pfarrerin Dr. Elena Bondarenko von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland in ihrer Predigt beim Eröffnungsgottesdienst am 10. Mai.

Der Gottesdienst, an dem etwa 800 Personen teilnahmen, wurde in einem Zelt auf dem Gelände des Safari Court Hotels und Konferenzzentrums in Windhuk gefeiert. Hier findet das von den drei Mitgliedskirchen in Namibia gemeinsam ausgerichtete Treffen des höchsten Entscheidungsgremiums des LWB statt. Ein Chor sowie Musiker aus den örtlichen Kirchen begleiteten den Gottesdienst musikalisch.

In ihrer Predigt zu Jesaja 61,Vers 1–4 appellierte Bondarenko an die aus der ganzen Welt zusammen gekommenen Mitglieder der Vollversammlung, auf Gott zu vertrauen. »Gottes Verheißungen sind wirklich in Erfüllung gegangen. 2000 Jahre lang hat die Kirche das Evangelium gelehrt und verkündet und die Heiligen Sakramente verwaltet. (…) die Kirche ist siegreich, weil Jesus es verheißen hat.«

Mit ihren Überlegungen zum Thema der Vollversammlung »Befreit durch Gottes Gnade« und zu den Teilthemen, bei denen es darum geht, dass Erlösung, Menschen und die Schöpfung »für Geld nicht zu haben« sind, stimmte Bodarenko die Delegierten zugleich auf das weltumfassende Gedenken des Reformationsjubiläums ein. Dieses wird am Sonntag, den 14. Mai, im Sam Nujoma-Stadion in Windhuk stattfinden.

Sie schlug vor, die Themen in die Reihenfolge »Schöpfung – Menschen – Gnade – Erlösung« zu bringen, weil es die Reihenfolge der biblischen Geschichte ist, aber auch eine Abfolge der wichtigsten Verheißungen Gottes. »Gottes Gaben sind für Geld nicht zu haben. Gott gibt uns Freiheit und Gnade in Fülle. Gott kommt, um uns in unserer Zeit zu retten. Und es ist an der Zeit, die alten Ruinen wieder aufzubauen und die lange verwüsteten Orte wiederherzustellen, es ist an der Zeit, Gott nach der Tradition anzubeten, aber auch mit unserem eigenen, neuen Lied«, fügte sie hinzu.

Mit ihren Überlegungen zum Thema der Vollversammlung »Befreit durch Gottes Gnade« und zu den Teilthemen, bei denen es darum geht, dass Erlösung, Menschen und die Schöpfung »für Geld nicht zu haben« sind, stimmte Bodarenko die Delegierten zugleich auf das weltumfassende Gedenken des Reformationsjubiläums ein. Dieses wird am Sonntag, den 14. Mai, im Sam Nujoma-Stadion in Windhuk stattfinden.

Sie schlug vor, die Themen in die Reihenfolge »Schöpfung – Menschen – Gnade – Erlösung« zu bringen, weil es die Reihenfolge der biblischen Geschichte ist, aber auch eine Abfolge der wichtigsten Verheißungen Gottes. »Gottes Gaben sind für Geld nicht zu haben. Gott gibt uns Freiheit und Gnade in Fülle. Gott kommt, um uns in unserer Zeit zu retten. Und es ist an der Zeit, die alten Ruinen wieder aufzubauen und die lange verwüsteten Orte wiederherzustellen, es ist an der Zeit, Gott nach der Tradition anzubeten, aber auch mit unserem eigenen, neuen Lied«, fügte sie hinzu.

Mit ihren Überlegungen zum Thema der Vollversammlung »Befreit durch Gottes Gnade« und zu den Teilthemen, bei denen es darum geht, dass Erlösung, Menschen und die Schöpfung »für Geld nicht zu haben« sind, stimmte Bodarenko die Delegierten zugleich auf das weltumfassende Gedenken des Reformationsjubiläums ein. Dieses wird am Sonntag, den 14. Mai, im Sam Nujoma-Stadion in Windhuk stattfinden.

Sie schlug vor, die Themen in die Reihenfolge »Schöpfung – Menschen – Gnade – Erlösung« zu bringen, weil es die Reihenfolge der biblischen Geschichte ist, aber auch eine Abfolge der wichtigsten Verheißungen Gottes. »Gottes Gaben sind für Geld nicht zu haben. Gott gibt uns Freiheit und Gnade in Fülle. Gott kommt, um uns in unserer Zeit zu retten. Und es ist an der Zeit, die alten Ruinen wieder aufzubauen und die lange verwüsteten Orte wiederherzustellen, es ist an der Zeit, Gott nach der Tradition anzubeten, aber auch mit unserem eigenen, neuen Lied«, fügte sie hinzu.

Als Kirchendekanin, die mitten in der Krimkrise an der Versöhnungsarbeit mit Gemeinden in der Ukraine beteiligt war, merkte Bondarenko an, dass das 500-Jahr Jubiläum der Reformation auch mit dem 100. Jahrestag zweier russischer Revolutionen zusammenfällt, die dort zu Christenverfolgungen geführt haben. 

Sie bat die anwesende Gemeinde, sich vorzustellen, wie es gewesen sein muss, fast 90 Jahre lang in Russland unter der offiziellen Ideologie des Atheismus zu leben, »ohne unseren Glauben an Gott« und »ohne die Schönheit der Heiligen Schrift und der kirchlichen Liturgie, ein Leben ohne Gottes Führung und Halt im Chaos der Zeiten.«

Sie betonte, dass Gottes Verheißungen in Erfüllung gehen, und sagte: »Als alles getan war, um die Kirche zum Schweigen zu bringen und auszulöschen, war es wie ein wirkliches Wunder, dass die Braut Christi, die Kirche, überlebte.«

Ihre Botschaft für die heutigen Christen und Christinnen, die sich mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen müssten und mit Fragen, auf die sie vielleicht nicht viele Antworten haben, lautet: »Lasst uns demütig unsere Unwissenheit bekennen und auf Gott unseren Schöpfer vertrauen. Was in unserer Macht steht, ist aufrichtig zu sein und aufrichtig Gottes Gnade zu verkünden und zu predigen, dass die Schöpfung und Erlösung nicht für Geld zu haben sind. Das war die Grundlage der Reformation vor 500 Jahren, das ist das Prinzip, das wir heute auf moderne Weise erneuern.«

Bischof Ernst Gamxamub leitete die Abendmahlsfeier, bei der das Abendmahl an verschiedenen Stellen des Zeltes verteilt wurde. Andere liturgische Teile des Gottesdienstes standen unter der Leitung von Bischof Dr. G. Raja Socrates Sathyachandar von der Lutherischen Kirche Arcot in Indien und von Helga Haugland Byfuglien, der Leitenden Bischöfin der Norwegischen Kirche und LWB-Vizepräsidentin für die Region Nordische Länder.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Teilnehmenden vom Zelt zur Plenumshalle des Konferenzzentrums, wo die Sitzungen der Vollversammlung ihren Anfang nahmen. Heute geht es dabei insbesondere um die Ansprache des LWB-Präsidenten sowie um die Präsentation der Botschaften der Vorbereitenden Konsultationen für Frauen und Jugend.

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1 Lesermeinungen zu Treffen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Windhuk startet
Gert Flessing schreibt:
13. Mai 2017, 11:31

Es ist gut, sich daran erinnern zu lassen, das Gottes Gaben keine Handelsware sind.
Gnade ist nicht käuflich. Sie ist Gottes Geschenk an uns Sünder. Den Preis hat er selbst bezahlt.
Freiheit ist auch etwas, was Gott uns schenkt. Es ist eine Freiheit, die uns Raum gibt und uns gleichzeitig, in der Liebe, an den Mitmenschen weist und bindet.
Frau Dr. Bodarenko weist auch zu Recht auf jene Zeit hin, in der in jener Weltregion, in der sich die öffentliche Gewalt atheistisch nannte, versucht worden ist, das christliche Zeugnis der Gnade und Liebe, auszulöschen.
Diese Zeit hat, auch in uns und unserer Kirche und Theologie, Spuren hinterlassen, bis hin zu der Frage, ob Kreuz und Auferstehung Jesu wirklich noch Mitte der Verkündigung sind.
Ich habe mich verschiedentlich zu einigen Fragen, die deutsche Vergangenheit in Namibia betreffend, kritisch geäußert. Dazu stehe ich. Gleichzeitig aber weiß ich, eben, weil wir unter der Gnade stehen und in der Liebe Verantwortung füreinander tragen, es unsere Aufgabe ist, die Nöte der Menschen dort zu sehen. Sie zu lindern und nach Wegen zu einem guten Miteinander zu suchen, sollte nicht als eine neue Form des Ablasses missverstanden werden. Es sollte viel mehr als ein neues, geschwisterliches Miteinander begriffen werden, wo wir, um der Liebe Jesu willen und unter seinem Kreuz, beginnen neue Wege zu gehen.
Gert Flessing

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