Verdienstorden für früheren Synodalpräsidenten Guse

Margitta Rosenbaum/epd
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Otto Guse, Landessynode, Synodalpräsident
Otto Guse lacht gern. © privat

Wenn am kommenden Dienstag im Dresdner Residenzschloss neun Personen von Ministerpräsident Michael Kretschmer mit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt werden, dann ist darunter auch ein Mann aus dem Vogtland. Otto Guse lebt mit seiner Familie seit 1993 in Auerbach. Fast 20 Jahre lang gehörte er der Landessynode an. Dieses Gremium ist die Vertretung der Kirchgemeinden und trägt die Verantwortung für alle Angelegenheiten der Landeskirche von der Gesetzgebung bis zur Bischofswahl.

Der 61jährige war zwölf Jahre lang ehrenamtlich Präsident der Landessynode. Der 61jährige war zwölf Jahre lang ehrenamtlich Präsident der Landessynode. „Er verlieh der Kirche eine in der Gesellschaft wahrnehmbare und wichtige Stimme. Unter seiner Leitung beschloss die Synode während der Flüchtlingskrise 2015 ein Sofort-Hilfsprogramm zur Hilfe für geflüchtete Menschen und zur Unterstützung von Projekten in den Kirchgemeinden“, heißt es in der Begründung für seine Auszeichnung. „Über sein kirchliches Engagement hinaus wirkte er unter anderem im Präsidium des DRK-Kreisverbandes Auerbach mit. Zudem unterstützt er als Mitglied des Freundes- und Förderkreises der Telefonseelsorge Südwestsachsen e.V. sowie in weiteren kirchlichen Initiativen und Vereinen vor Ort vor allem Menschen in schwierigen Situationen und Lebenslagen“, heißt es weiter.

Mit Guse werden acht weitere Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden geehrt, darunter auch Nadja Grigorenko aus Plauen, die sich seit vielen Jahren für die Integration von Spätaussiedlern einsetzt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) überreicht die Auszeichnungen am Dienstag (6. Juli) im Dresdner Residenzschloss. Der Sächsische Verdienstorden ist die höchste staatliche Auszeichnung des Freistaates.

Geehrt werden Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben. Bereits an diesem Freitag erhalten der Dresdner Theologe Harald Bretschneider und der frühere Landeskonservator Gerhard Glaser den Orden.

 

Mehr dazu im nächsten SONNTAG.

Lesen Sie hier ein Interview mit Otto Guse anlässlich seiner Verabschiedung im Juni 2020 (für Abonnenten):

https://www.sonntag-sachsen.de/2020/26/ich-habe-humor-gebraucht

Quelle
VERÖFFENTLICHT AM 02.07.2021 Artikel drucken

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