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Vor Synode: Protest gegen Strukturreform

Die Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz sammelt Unterschriften für eine Eingabe an die Landessynode – und ruft zu einer Demonstration auf
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Transparent an der Hosterwitzer Kirche
© Foto: S. Giersch

Zur Tagung der Landessynode am 2. April ruft die Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz zu einem Protest gegen die Pläne der Kirchenleitung zur Strukturreform auf. „Wir wollen zahlreich als Ortskirchgemeinden unsere Stimmen erheben“, heißt es in dem Aufruf des Kirchenvorstandes.  „Kommen Sie in Familien mit Kindern, Konfirmanden, Junge Gemeinde und Senioren. Wir brauchen auch die Unterstützung von Kantoreien und Posaunenchören.“ Vor der Dresdner Dreikönigskirche soll ab 15 Uhr gesungen werden, um die Synodalen zu „ermutigen, noch einmal über das Strukturpapier „Kirche  mit Hoffnung in Sachsen“ nachzudenken“.

Zugleich ruft der Kirchenvorstand von Dresden-Loschwitz zur Unterzeichnung einer Eingabe auf. „Wir bitten die Landessynode zu beschließen, dass die Umsetzung von aus „Kirche mit Hoffnung“ abgeleiteten Maßnahmen ausgesetzt wird“, heißt es darin. „Bestehende Stellenpläne behalten solange ihre Gültigkeit und werden umgesetzt. Es wird eine Diskussion zur zukünftigen Struktur der Landeskirche unter Einbeziehung der relevanten Gruppen, insbesondere der Kirchgemeinden, durchgeführt. Die Synode fasst auf der Frühjahrstagung 2018 einen Beschluss zur zukünftigen Struktur.“

Die Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz ist mit der benachbarten Kirchgemeinde Dresden-Hosterwitz selbst von der Strukturreform betroffen (DER SONNTAG berichtete). In einem Positionspapier zur Eingabe an die Synode kritisiert der Kirchenvorstand die Entscheidung der Kirchenleitung als „autoritäres Vorgehen“,  das „mehr Angst vor eigener Reformunfähigkeit, ja Panik, und fehlendes Vertrauen in Gremien, Gemeinden und Mitglieder“ signalisiere.  „Eine derart grundlegende Entscheidung in einem kleinen Kreis vorzubereiten und durch die Kirchenleitung und nicht durch die Landessynode zu beschließen, ist der fundamentalen Bedeutung der Entscheidung nicht angemessen.“

Die Forderung der Dresdner Kirchvorsteher: Mehr Entscheidungsfreiheit und Spielraum für die Ortsgemeinden bei der Strukturreform. „Wir fordern, dass den Gemeinden im Ergebnis eines transparenten Prozesses auf Kirchenbezirksebene ein Personalschlüssel zugeteilt wird und es dann der Gemeinde in Stärkung ihrer Selbstverantwortung obliegt, über die Möglichkeit der Umsetzung, ob allein oder im Verbund mit anderen Gemeinden, zu entscheiden.“

Eine Unterzeichnung des Aufrufs ist möglich per E-Mail an <kirche-mit-hoffnung-in-sachsen@gmx.de> oder per Brief an die Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz, Pillnitzer Landstr. 8, 01326 Dresden.

Weitere Informationen im aktuellen SONNTAG unter https://www.sonntag-sachsen.de/2017/11/wer-hat-angst-vorm-kirchenkombinat

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1 Lesermeinungen zu Vor Synode: Protest gegen Strukturreform
Götz Boshamer P... schreibt:
29. März 2017, 18:28

Wir brauchen eine breite Sachinformation über Struckturentwicklungen der ev.Landeskirchen seit Luther, von der alten Parochie über die neue Parochie ,die funktional differenzierte Struktur und deren Analysen in Gelingen und Scheitern und konzepte wie "der Kirchenbezirk(Kreis) in der Netzwerkorganisation" für alle Synodalen in Landessynoden, Kreissynoden und GKR-Mitglieder unter angemessener Beteiligung der Gemeinden (Gemeindeversammlungen). Ausführliche Darstellung mit Sorgfältigen Analysen dazu bietet:: "Kirche als Organisation gestalten" Kybernetische Analysen und Konzepte zu Struktur undL eitung Ev.Landeskirchen.-Steffen Schramm.Lit Verlag,Münster 2015,2Bände

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