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Albtraum Missbrauch

Von Mandy Weigel
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Missbrauch – Symbolbild
© Foto: Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de

Ein Jugendlicher steht im Verdacht, eine sexuelle Grenzverletzung an einem Mitschüler vorgenommen zu haben. Der Vorfall ereignete sich beim Leipziger Thomanerchor – der Mitschüler ist noch keine 14 Jahre alt. Wenige Wochen zuvor wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter der Dresdner Parkeisenbahn über Jahre hinweg mindestens einen Jungen missbraucht hat. Die Eltern merkten erst spät davon und erstatteten Anzeige – der Täter nahm sich das Leben. In einem evangelischen Kindergarten in Brandenburg verging sich ein männlicher Erzieher an schlafenden Kindern, er wurde vom Landgericht Frankfurt/Oder verurteilt. Die Reihe könnte weiter fortgesetzt werden. Die Frage bleibt: Was können wir tun? Wie können wir Kinder besser schützen?

Nicht jede Tat ist aus juristischer Sicht strafbar, aber jede sexuelle Gewalt verletzt Mädchen und Jungen. Sexueller Missbrauch findet in etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle durch Männer und männliche Jugendliche statt – häufig im familiären Umfeld. Tätern sieht man ihre Absichten nicht an. Aber sie gehen gezielt vor. Sie nutzen ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten eines Kindes zu befriedigen. Das darf nicht sein.

Die Landeskirche betont in ihrer Handreichung, nicht nur die Aufarbeitung zu unterstützen, sondern Mitarbeitern auch Hilfen zur Erkennung und Umgang mit möglichen Opfern zu geben. Das kann jeder nutzen. Ganz gleich ob Gemeindepädagoge, Kirchvorsteher oder Großeltern – jeder kann etwas tun. Aufmerksamer und respektvoller Umgang mit Kindern und Jugendlichen hilft und ist notwendig, Gespräche und Zuwendung auch. Opfer brauchen Unterstützung und auch potentielle Täter können vorbeugen und sich Hilfe suchen.

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Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.

(Jesaja 54,4)

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(Hebräer 11,27)

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