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Die SONNTAG-Leserreisen

Bei den SONNTAG-Leserreisen entdecken Sie gemeinsam mit anderen Christen und kompetenten Reisebegleitern neue Länder. Wir freuen uns, Ihnen unsere Reiseziele für 2022 hier vorstellen zu können. Es wird nach Südfrankreich, Italien und Dänemark gehen.

NEU: Als Kundin und Kunde der Reisemission Leipzig haben Sie die Möglichkeit, die unvermeidbaren Treibhausgase der Anreise/Rückreise, der Übernachtungen und der Mobilität vor Ort zu kompensieren und mit dieser Spende emissionsmindernde sowie armutsreduzierende Projekte in Entwicklungs- u. Schwellenländern zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie bei unserem Partner: klima-kollekte.de.

Unsere SONNTAG-Leserreisen sind ein Angebot des Reiseveranstalters ReiseMission.

ReiseMission

 

Leserreisen 2022:

 

»Kunst, Kirche, Kultur in Kopenhagen & Nordjütland« – Reise nach Dänemark vom 6.10.–11.10.2022

Dänemark Impressionen

Reisebegleitung: Sup. i. R. Andreas Stempel

Reisepreis: 1.450 € p. P. im DZ, EZ-Aufpreis 330 €

Flyer und Anmeldeformular hier herunterladen

Reiseprogramm:

1. Tag: Fahrt Fernreisebus nach Puttgarden und Fährfahrt bis Rødby. Busfahrt nach Kopenhagen, dort erste Orientierungsfahrt auf dem Weg zum Hotel, außerdem bietet sich die Gelegenheit zum Spaziergang. Zimmerbezug für 3 Nächte in wunderschönem Kopenhagen.
2. Tag: Kopenhagen. Stadtführung mit Besichtigungen ausgewählter Sehenswürdigkeiten, u. a. Gang zur sehenswerten Börse, an das Schloss Amalienborg, die königliche Residenz. Sie gilt samt seinen Wachsoldaten mit ihren Bärenfellmützen als meist die fotografierte Touristenattraktion der dänischen Hauptstadt; weiter zur wohl berühmtesten Statue Kopenhagens: der kleinen Meerjungfrau im Hafen. Der Nachmittag ist frei verfügbar, etwa zu Spaziergängen auf Andersens Spuren, es besteht hier zudem die Möglichkeit einer Begegnung mit einer örtlichen Kirchengemeinde.
3. Tag: Ausflug nach Roskilde; dort zuerst Besuch der Domkirche (UNESCO Kulturerbes), Besichtigung des Wikingerschiffsmuseums mit den 5 Wikingerschiffen aus dem 11. Jahrhundert. Der Nachmittag ist frei verfügbar. Auf Wunsch erlebnisreiche Führung in der die Königlichen Porzellanmanufaktur (fakultativ). Am Abend ist Gelegenheit zum Besuch einer Opernaufführung oder eines Balletts in dem Königlichen Theater.
4. Tag: Fahrt nach Aalborg mit einem Besichtigungsrundgang in der Stadt am Limfjord, der eine Verbindung zur offenen See darstellt. Gang u. a. zum Aalborger Schloss (Aalborghus); zum Heiliggeistkloster von 1437 und zu dem im Renaissancestil erbauten Kaufmannshaus Jens Bangs Steinhaus. Besteigung des Aalborg Tårnet, einem 105 m hohen, im Jahre 1933 errichteten Aussichtsturm. Zeit für die Kaffeepause im Turmrestaurant. Hotelbezug für 2 Nächte in Aalborg.
5. Tag: Fahrt an die Nordküste Dänemarks zur Hafenstadt Hirtshals mit Besichtigung des Leuchtturms von 1863 und Besuch des »Freilichtmuseums 10. Batterie«, einer alten Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg. Zeit zum Besuch des Nordseemuseums mit »Oceanarium«. Fahrt in den durch seine 400 markanten weissen Badehäuschen bekannten kleinen Ort Løkken mit Besuch des Børglum Klosters nahe Løkken, das 400 Jahre Bischofssitz war. Rückfahrt nach Aalborg. Im Anschluss Schiffsfahrt auf dem Limfjord, nahe Aalborg.
6. Tag: Aalborg. Antritt der Heimfahrt zum Ausgangspunkt der Leserreise. Auf Wunsch Stopp in Århus zur Besichtigung der zweitgrößten Stadt Dänemarks mit dem Freilichtmuseum Den Gamle By, dem Dom mit dem Hochaltar von Bernt Notke, die schöne Marienkirche mit Krypta, dem abwechslungsreichen Botanische Garten und das Rathaus mit 60 m Glockenturm.
Leistungen: Fahrt und Ausflüge im modernen Fernreisebus mit erfahrenem Fahrer; Fährüberfahrt, Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC in landestypischen Mittelklasse-Hotels, Halbpension (Frühstück und Abendessen); fachkundige deutschsprachige Führungen; Eintrittsgelder lt. Programm; Transfers, Karten- und Informationsmaterial. Nicht enthalten: Trinkgeld, Getränke, persönliche Ausgaben, Fakultatives, evtl. Kraftstoffzuschlagserhöhung
Einreisebestimmung Dänemark: Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Reiseversicherung: Wir empfehlen den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung (RRV) 20% Selbstbehalt (SB) oder eines Premiumpaketes ohne SB. Die Kosten betragen für die RRV: pro Person EUR 47,08 im DZ/pro Person EUR 57,78 im EZ und für das Premiumpaket: pro Person EUR 94,16 im DZ/pro Person EUR 118,77 im EZ. Das Premiumpaket beinhaltet: RRV, Reiseabbruch-, Kranken-, 24h Notfall- und Reisegepäck-Versicherung. Der Selbstbehalt beträgt in der RRV 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch 25 EUR pro Person. Versicherer für alle Reiseversicherungen ist die HDI Global SE. Es gelten die Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der MDT travel underwriting GmbH, Assekuranzmakler für die HDI Global SE (VB MDT 2016-P).

 

»Unterwegs zu Franziskus von Assisi« – Reise nach Italien vom 2.9.–7.9.2022

Italien Impressionen

Reisebegleitung: Autor OKR i.R. Eberhard Grüneberg

Reisepreis: 1.265 € p. P. im DZ, EZ-Aufpreis 170 €

Flyer und Anmeldeformular hier herunterladen

Reiseprogramm:

1. Tag: Flug von Berlin nach Florenz. Transfer in das Stadtzentrum, unterwegs Zusteigen zur örtlichen Stadtführung und Rundfahrt zum Palazzo Strozzi, zur Santa Maria Novella und zur San Lorenzo mit dem von Michelangelo geschaffenen Medici-Kapellen. Besichtigungsrundgang u. a. zum Dom mit seinem berühmten Campanile und dem Baptisterium mit der Möglichkeit zur Andacht. Am Nachmittag Fahrt durch die anmutige Landschaft Umbriens. Nach dem Eintreffen im Geburtsort des heiligen Franz von Assisi und dem Wirkungsort der heiligen Klara Zimmerbezug für 5 Nächte in/bei Assisi.
2. Tag: Assisi wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Geführter Rundgang u.a. zur Basilika S. Francesco, welche über dem Grab Franziskus’ wertvolle Kunstschätze birgt. Weiter geht es in den Dom S. Rufino und in die Kirche S. Chiara mit dem Grab der hl. Klara, die den weiblichen Zweig des Franziskanerordens begründete. Am Nachmittag frei verfügbare Zeit, beispielsweise für eine Wanderung zum 2 km entfernten Frauenkloster S. Damiano, deren erste Äbtissin die hl. Klara war.
3. Tag: Assisi. Spaziergang inkl. Besuch der Kirche S. Maria degli Angeli mit der Portiunkula-Kapelle. Es ist der Ort, an dem Franziskus starb; weiter zum Rosengarten; anschließend etwas frei verfügbare Zeit. Am Nachmittag gemeinsamer Ausflug mit Minibussen hinauf bis zur Einsiedelei »Eremo delle Carceri« im Steineichenwald am Monte Subasio, ein stiller Ort, an den sich Franziskus zeitweilig zur Andacht zurückzog. Besuch von »Eremo delle Carceri«.
4. Tag: Perugia. Ausflug in die Hauptstadt Umbriens. Perugia bietet eine Vielzahl an Zeugnissen aus der Etruskerzeit, z. B. die Stadttore. Geführter Spaziergang zu den Stadtbrunnen, auf den Rathausplatz mit dem Palazzo dei Priori, in den Dom San Lorenzo und zum Collegio del Cambio. Sehenswert beim Rundgang ist vor allem der Corso Vannucci; im Anschluss Mittagspause. Am Nachmittag ist frei verfügbare Zeit für eigene Unternehmungen in Perugia.
5. Tag: Ausflug nach Gubbio, auf den steilen Hängen des Monte Ingino. In dieser Stadt soll der heilige Franziskus der Legende nach einen Wolf gezähmt haben. Geführter Rundgang zu gut ausgewählten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt mit ihren engen Gässchen und den Geschlechtertürmen, dem imposanten Pallazo de Consoli, den Palästen Pretorio und del Bargello, der Kirche S. Francesco, dem Dom und dem römischen Theater. Auf der Rückfahrt Verweilen im reizvollen Städtchen Spello. Frei verfügbare Zeit für einen Altstadt-Spaziergang.
6. Tag: Transfer zum Flughafen Florenz und Antritt des Rückfluges nach Berlin.
Leistungen: Flug inkl. Flughafen- und Sicherheitsgebühren; Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC in landestypischen Mittelklasse-Hotels, Halbpension (Frühstück und Abendessen); deutschsprachige fachkundige Stadtführungen, Eintrittsgelder, Transfers und Ausflüge im modernen, klimatisierten Reisebus lt. Programm, Informationsmaterial. Nicht enthalten: Trinkgeld, City Tax (EUR 0,50 p.P./Nacht), weitere Eintritte, Getränke, persönliche Ausgaben, evtl. Kerosinzuschlagserhöhung.
Einreisebestimmung Italien: Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.
Reiseversicherung: Wir empfehlen den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung (RRV) mit 20% Selbstbehalt (SB) oder eines Premiumpaketes ohne SB. Die Kosten betragen für die RRV: pro Person EUR 47,08 im DZ/im EZ und für das Premiumpaket: pro Person EUR 94,16 im DZ/im EZ. Das Premiumpaket beinhaltet: RRV, Reiseabbruch-, Kranken-, 24h Notfall- und Reisegepäck-Versicherung. Der Selbstbehalt beträgt in der RRV 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch 25 EUR pro Person. Versicherer für alle Reiseversicherungen ist die HDI Global SE. Es gelten die Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der MDT travel underwriting GmbH, Assekuranzmakler für die HDI Global SE (VB MDT 2016-P).

 

OKR i.R. Eberhard Grüneberg

  »Eines der wohl schönsten Reiseziele in Italien ist die in Umbrien gelegene Stadt Assisi. Die auf einen Berg gebaute Stadt strahlt, ebenso wie die nahe gelegenen Städte Perugia oder Gubbio, ein großartiges mittelalterliches Flair aus. Aber ihre eigentliche Faszination erwächst aus ihr als Wirkungsort der Heiligen Clara und des Heiligen Franziskus. Ich freue mich darauf, mit Ihnen auf den Spuren dieser Heiligen zu wandeln und dem bis heute für unsere Welt notwendigen franziskanischen Geist nachzuspüren.«
Mit Gruß, Eberhard Grüneberg

 

»Auf den Spuren der Hugenotten« – Reise nach Südfrankreich vom 3.10.–10.10.2022

Frankreich Impressionen

Reisebegleitung: Pfarrer i. R. Dietmar Selunka

Reisepreis: 1.355 € p. P. im DZ, EZ-Aufpreis 195 €

Flyer und Anmeldeformular hier herunterladen

Reiseprogramm:

1. Tag: Fahrt in Richtung Schweiz. Zwischenübernachtung vor der Grenze in Süddeutschland.
2. Tag: Fahrt nach Genf. Stadtführung u. a. mit der Kathedrale St. Pierre und dem Collège Calvin, einer allgemeinbildenden höheren Schule der Sekundarstufe II., die 1559 von Calvin gegründet wurde. Besichtigung des Internationalen Reformationsmuseums (fakultativ). Übernachtung im Raum Genf.
3. Tag: Fahrt nach Avignon, Stadt der Päpste. Einst Weltbühne für Politik und Kultur war Avignon über ein halbes Jahrtausend nur regional bedeutend. Anfang des 19. Jh. wurde der Papstpalast zum nationalen Kulturerbe erklärt, wodurch sich die Stadt zu einer einzigartigen Theaterkulisse wandelte. Geführter Stadtrundgang durch die historische Altstadt, u. a. mit Besuch des Papstpalastes. Danach Weiterfahrt zum Hotelbezug für 4 Nächte in Estezargues.
4. Tag: Ausflug nach Aigues-Mortes, die »Stadt der toten Wasser«. Auf einem Gedenkstein am Eingang der Befestigungsanlage steht geschrieben: »Zum Gedenken der hugenottischen Gefangenen und aller, die für ihren Glauben zu widerstehen wussten und für ihre Freiheit des Gewissens.«. Besichtigung von Tour de Constances. Weiterfahrt durch die Camargue nach Les Saintes Maries de la Mer. Besuch der Kirche Notre Dame de la Mer. Rückfahrt nach Tarascon über Saint-Gilles. Besuch der Kirche der Abtei des Heilige Ägidius mit einer Portalanlage, die Szenen aus dem Leben Christi zeigt. Rückfahrt zum Hotel.
5. Tag: Fahrt nach Nîmes, auch »Stadt der Kunst« genannt, in der die römische Zivilisation tiefe Spuren hinterlassen hat. Sehenswert sind: die Arena, das Maison Carrée und das Tor des Augustus. Spaziergang durch den Stadtpark Jardin de La Fontaine. Weiterfahrt an die Pont-du-Gard nahe der Ortschaft Remoulins im Département Gard. Es handelt sich hierbei um eine Aquäduktbrücke aus der Römerzeit. Die Pont zählt zu den am besten erhaltenen Wasserkanälen aus jener Zeit und bildet eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Am Fuße des Pont du Gard finden sich zwei aus Spanien hergebrachte, über 1.000 Jahre alte, Olivenbäume.
6. Tag: Fahrt durch die Hugenottendörfer Moussac und Massaness nach Mialet zum Besuch des Musée du Désert. Hier werden die Vergangenheit der Hugenotten und die Geschichte der Camisarden authentisch wiederbelebt. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Anduze. Im 16. und 17. Jahrhundert war Anduze ein bedeutendes Zentrum des Protestantismus in den Cevennen. Besuch des Bambusparkes (frz. Bambouseraie). Danach Rückfahrt zum Hotel.
7. Tag: Falls möglich Teilnahme am Gottesdienst. Rückfahrt bis Colmar. Möglichkeit zum Spaziergang durch die Altstadt. Zwischenübernachtung in Colmar.
8. Tag: Heimfahrt zum Ausgangspunkt der Reise.
Leistungen: Fahrt und Ausflüge im Reisebus mit erfahrenen Fahrern; Unterbringung in Mittelklasse-Hotels im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC, Halbpension (Frühstück und Abendessen); Kurtaxe, deutschsprachige fachkundige Führungen laut Programm, Eintritte laut Programm, Infomaterial. Nicht enthalten: Trinkgeld, Getränke, Fakultatives, pers. Ausgaben, evtl. Kraftstoffzuschlagserhöhung.
Einreisebestimmung Frankreich: Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Reiseversicherung: Wir empfehlen den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung (RRV) mit 20% Selbstbehalt (SB) oder eines Premiumpaketes ohne SB. Die Kosten betragen für die RRV: pro PersonEUR44imDZ/proPersonEUR54imEZund für das Premiumpaket: pro Person EUR 88 im DZ/pro Person EUR 111 im EZ. Das Premiumpaket beinhaltet: RRV, Reiseabbruch-, Kranken-, 24h Notfall- und Reisegepäck-Versicherung. Der Selbstbehalt beträgt in der RRV 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch 25 EUR pro Person. Versicherer für alle Reiseversicherungen ist die HDI Global SE. Es gelten die Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der MDT travel underwriting GmbH, Assekuranzmakler für die HDI Global SE (VB MDT 2016-P).

 

Pfr. i.R. Dietmar Selunka

  »Auf den Spuren der Hugenotten bis nach Südfrankreich« – dies ist eine Fahrt in die Geschichte der Reformation mit ihren europäischen Dimensionen. Ein Hugenotte zu sein, war – anders als in Deutschland – ein Bekenntnis auf Leben und Tod. Wir verdanken diesem Bekennermut Charaktere, die nach ihrer Flucht aus Frankreich im 17. Und 18. Jahrhundert die deutsche Gesellschaft ungemein bereicherten. Von der Schweiz bis nach Südfrankreich werden wir Orte besuchen, die ein bewegendes Zeugnis ablegen von der Haltung und Kultur dieser Menschen. Lassen Sie sich einladen zu dieser Spurensuche.
Herzlich, Ihr Pfr. i.R. Dietmar Selunka

 

Reiseberichte zu unseren bisherigen Leserreisen:

 

»Auf den Spuren der Waldenser« – Reise in das Piemont vom 23. bis 30. April 2019

23 Personen zählte die Gesellschaft, die sich in einer Busreise über Österreich und die Schweiz nach Italien aufmachte. Ziel waren die Täler in den Westalpen im Piemont an der Grenze zu Savoyen. Die Valle Chisone, Germanasca und Pellice waren einst wichtiges Rückzugsgebiet der Waldenser, die im 12. Jahrhundert als »Die Armen von Lyon« unter Petrus Waldes als Ketzer verfolgt in die schwer zugänglichen Täler flüchteten. Sie verbreiteten sich trotz Unterdrückung und Verfolgung rasch in ganz Europa und Teilen Südamerikas. Im 17. Jahrhundert gelang es, die Waldenser aus den Alpentälern zu vertreiben, aber mit Unterstützung des protestantischen England erfolgte 1689 die »Glorreiche Rückkehr« von 1000 Menschen.

In Torre Pellice, dem kulturellen Zentrum der Waldenser, wo wir in der »Foresteria Valdese« auch unser Quartier hatten, vermittelten uns das Historische Museum, die Kirche und der Synodensaal (hier tagt jährlich die Synode mit Vertretern aus aller Welt) erste Eindrücke vom Leben und Glauben der Gemeinschaft, die sich als Teil und wichtiger Vorläufer des Protestantismus versteht. Diese Eindrücke wurden vertieft durch die Fahrten zu Originalschauplätzen der Bewegung: Denkmal von Chanforan (1532 Anschluss an die reformatorische Bewegung Martin Luthers), Dorfschule und Barbenschule (sie zeigen die Bedeutung von Bildung, Lesen und Schreiben für die Waldenser, die die Bibel in ihrer Sprache lesen wollten und konnten). Das Denkmal von Sibaud erinnerte an den legendären Marsch der »Glorreichen Rückkehr« aus dem Exil in Genf im Jahre 1689. Im internationalen Begegnungszentrum Agape wurden uns die heutigen Anliegen und Aufgaben der Gemeinschaft erklärt.

Es blieb auch Zeit für Ausflüge in die beiden Großstädte Mailand und Turin, ebenso in die Weinstadt Asti, das hübsche Städtchen Saluzzo oder zur Zisterzienser-Abtei Staffarda aus dem 12. Jahrhundert.

Als Überraschung erlebten wir auf der Heimreise noch das am Wege gelegene Zillis in Graubünden, das weltberühmt ist für seine romanische Saalkirche St. Martin. Hier befindet sich eine auf 153 Quadraten gemalte Felderdecke, deren vollständige Erhaltung einmalig ist. Die Besichtigung dieser »Ecclesia plebeia« war der wirklich krönende Abschluss einer intensiven Reise, auf der wir viel gesehen und gelernt haben: »Aufenthalt im fremden Land mehrt und kräftigt den Verstand«!

Dank an den souveränen Busfahrer Holger Gretschel, der uns sicher ans jeweilige Ziel gebracht hat, und an Dietmar Selunka für die Begleitung und den Reisesegen.

Text: Anka Krüger, Bild: Dietmar Selunka

Geheimtipp Georgien

Unsere Reiseleiterin erzählte die Legende mit verschmitztem Lächeln und doch auch mit leichtem Stolz: Als Gott einst den Menschen Land gab, kamen die Georgier zu spät. Doch sie klagten nicht, sondern begannen zu singen und zu tanzen. Das gefiel Gott: Er gab ihnen das Land, das er eigentlich für sich selbst vorgesehen hatte. In der Tat ist das Land so schön, dass es in Reiseberichten oft als »Märchenland« beschrieben wird.
Für die 25 Teilnehmer unserer »Leserreise« im Oktober 2018 schien sich das jeden Tag immer wieder neu zu bestätigen: Sei es angesichts des mächtigen Gebirgsmassives des Kaukasus, der das Land vor den Kaltluftwellen aus dem Norden schützt und es dem Schwarzen Meer erlaubt, das Land zu erwärmen. Sei es im Blick auf die malerischen Wälder, an denen sich der beginnende Herbst versuchte und die immerhin fast die Hälfte des Land bedecken, viele noch in ihrer natürlichen Schönheit. Und nicht zuletzt immer wieder im Anblick der vielen fruchtbaren Ebenen und Täler und Felder mit ihrem Wein- und Obstanbau.
Dieses schöne Land haben die Georgier seit jeher zu »kultivieren« gewusst. Die Weinherstellung mit ihrer 7000 Jahre alten Geschichte ist für sie wie ein nationales Heiligtum und inzwischen als Weltkulturerbe anerkannt. Mit dem Wein verbunden ist die sprichwörtliche Gastfreundschaft. »Ein Gast wird von Gott gesandt«, sagen die Georgier – und so wird er auch behandelt. Denn die Liebe zu Gott soll nun auch durch den Magen der Gäste gehen, wie wir an reich gedeckten Tischen immer wieder erlebten.
Der Glaube an Gott hat jedoch über die Jahrhunderte hinweg noch tiefere Spuren hinterlassen. Vor allem drückte er sich aus im Bau von zahllosen Kirchen und Klöstern, die die Landschaft von Ost nach West wie Perlen durchziehen. Wie so oft waren es auch hier Mönche und Nonnen, die den christlichen Glauben nach Georgien trugen, oft unter Einsatz ihres Lebens: Insbesondere die Heilige Nino mit ihrer überzeugenden Nachfolge Christi, mit der sie auch das Königshaus in Mzcheta gewann, der damaligen Hauptstadt. Auch ihr Cousin, der Heilige Georg, der auf dem Wappen Georgien zu sehen ist. Offiziellen Eingang fand das Christentum in Georgien im Jahre 337 n.Chr. Damit gehört die Georgisch-Orthodoxe Apostelkirche zu den ältesten christlichen Nationalkirchen überhaupt. Über die Zeiten hinweg hat sie die Kultur und die Bildung des Volkes geprägt – auch unter bedrückender Fremdherrschaft, die Georgien auf seinem Weg durch die Jahrhunderte zahlreich erlebt hat. Die Geschichte von Tbilisi jedenfalls lässt sich als eine fortwährende Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau, Verfall und Fortschritt erzählen …
Den Start unserer Rundreise durch Georgien erlebten wir allerdings in einem Gottesdienst der Ev.-Luth. Kirche von Tbilisi, zu dem uns Bischof Markus Schoch eingeladen hatte. Hier erhielten wir auch einen interessanten Einblick in die Geschichte deutscher Siedler in Georgien Anfang des 19. Jahrhunderts, die hier nach einer neuen Heimat suchten, zahlreiche Dörfer und Städte gründeten und ebenfalls bis heute in diesem wunderschönen Land Spuren hinterlassen haben.
Die Teilnehmer der achttägigen Leserreise kehrten mit unvergesslichen Eindrücken und in großer Dankbarkeit wieder nach Hause zurück – nicht zuletzt für die kompetente und umsichtige Begleitung durch Nutsa, unserer georgischen Reiseführerin sowie die exzellenten Fahrkünste unseres Busfahrers Raphael. Und auch mit der Empfehlung: Georgien ist jederzeit eine Reise wert!

Text und Bild: Johannes Berthold

»Auf den Spuren des Apostel Paulus«

Anfang Juni 2018 machten sich 27 Reisemutige aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Reiseveranstalter der ReiseMission Leipzig »auf die Spuren von Apostel Paulus« durch Griechenland. In Begleitung unseres Pfarrers i.R. Dietmar Selunka starteten wir in Leipzig und flogen mit einem Zwischenstop in Wien weiter nach Thessaloniki. Hier erwartete uns unser Bus mit unserem griechischen Reiseleiter Aristidis, der uns eine Woche lang Land und Leute näherbringen sollte. Es stellte sich heraus, daß er eine sehr gut strukturierte und fachkundige Person war und uns detailliert die historischen und kulturellen Hintergründe von der Antike bis zur Gegenwart sowie die Besonderheiten des Christentums in Griechenland vermittelte.

Am ersten Tag durften unsere Männer nach Genehmigung der örtlichen Behörde den »heiligen Berg Athos« betreten und wurden von den Mönchen vor Ort in ihre Klöster begleitet. Hier konnten sie einen Einblick in das Leben und die Arbeit der Mönche erhalten. Eine Vielzahl der Klöster wurde im 10. Jahrhundert errichtet, heute sind nur noch ca. 20 Klöster in Betrieb. Die Frauen durften in einem Boot die Klöster im vorgeschriebenen Abstand von 500 Metern vom Meer aus bestaunen. Am Abend wurden wir von der einheimischen Küche mit diversen Delikatessen des Meeres beköstigt.

Am Sonntagmorgen hatten wir die Gelegenheit eine griechisch orthodoxe Kirche in Thessaloniki zu besuchen. Von unserem Reiseleiter erfuhren wir einige Besonderheiten des Gottesdienstes und der Kirche Griechenlands allgemein. Er beginnt meist 6 Uhr früh am Morgen und endet ca. 10:30 Uhr am Vormittag mit dem heiligen Abendmahl und wird in altgriechischer Sprache gehalten, die an den Schulen noch gelehrt wird. Das Sitzen auf Stühlen ist nur Älteren und Kranken vorbehalten. Familien mit Kleinkindern kommen meist erst zum Abendmahl hinzu. Die Kirchen sind sehr gepflegt und prunkvoll gestaltet. Die Verehrung der »Gottesgebärerin« (wie die Jungfrau Maria genannt wird) und der Heiligen mittels Ikonen stehen im Mittelpunkt eines griechisch orthodoxen Christen. An einem Nachmittag hatten wir die Gelegenheit die Herstellung dieser Ikonen in einer Werkstatt zu besichtigen. Die Kindstaufe hat in der griechisch orthodoxen Kirche einen besonderen Stellenwert und ist zugleich mit der Namensgebung verbunden. Im Alter von ca. 8–12 Monaten wird das Kind getauft und erhält erst hier einen von den Taufpaten und der Mutter erwählten Vornamen, der im Namensregister der griechisch orthodoxen Kirche gelistet sein muß. Bis dahin wird das Kind »Baby« genannt. Der Namenstag wird hier statt des Geburtstages gefeiert.

  

Im weiteren Verlauf unserer Reise besuchten wir die gut restaurierten Meteora-Klöster aus ebenfalls byzantinischer Zeit (10. Jahrhundert), die in einer wunderbaren Landschaft auf Sandsteinfelsen erbaut wurden. Inmitten dieser einzigartigen Natur hörten wir unserer täglichen Andacht durch Pfarrer Dietmar Selunka zu und bestaunten dabei die Schöpfung unseres Herrn.

In Delphi erfuhren wir weitere Hintergründe aus der Antike. Hier trafen sich die zwei Königsadler, die von dem Gott Zeus gen Osten und Westen ausgesandt wurden, um den »Nabel der Welt« zu finden. An diesem Ort wurde das »Orakel von Delphi« um Wegweisung und Weisheit befragt. Dieser Kult hielt bis zum 4. Jhd. n. Chr. an und wurde schließlich vom Kaiser Theodosius I untersagt. Das Christentum breitete sich aus.

  

Aus der Apostelgeschichte 17, 16ff erfahren wir, dass Paulus damals (ca. 62 n.Chr.) die Anbetung dieser Götterwelt kritisierte und auf den einzig wahren »unbekannten« Gott hinwies. Seine Rede auf dem Areopag (dem Versammlungsfelsen der Athener) in Athen konnten wir gedanklich nachvollziehen. Dieser Felsen liegt am Fuße der Akropolis und eine Gedenktafel gibt die Rede des Apostel Paulus wieder. Es ist erstaunlich, wie tief die Mythen der Götterwelt ihre Spuren bis ins frühchristliche Zeitalter hinterlassen haben und sie auch heute noch durchdringen. Touristische Andenken aus der Götterwelt sind sehr beliebt, Wahrsagerei und das Lesen aus Tarot-Karten sind in der Innenstadt auch heute zu finden. Natürlich führten uns die Spuren von Paulus auch nach Alt-Korinth. Auch hier erhielten wir eine Andacht durch Herrn Selunka, der wiedermal den Bogen von der antiken Götterwelt 500 Jahre vor zu Paulus und bis in unsere Gegenwart spannte.

Unsere Woche war eine sehr spannende, anspruchsvolle und informative Zeitreise über mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende. Wir konnten uns dank unseres griechischen Reiseleiters und unseres intensiven Austausches innerhalb der Reisegruppe ein Bild von der Geschichte Griechenlands machen sowie seine Gegenwart besser kennenlernen und verstehen. Wir hatten viel Spaß und Freude untereinander und können solch eine Studienreise mit ReiseMission Leipzig sehr empfehlen.

Text: Antje Sachse

Weitere Berichte unserer Leserreisen finden Sie hier: https://www.sonntag-sachsen.de/leserreisen-erfahrungen

Unsere SONNTAG-Leserreisen sind ein Angebot des Reiseveranstalters ReiseMission.

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